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Betrug Verleumdung


| 02.11.2007 19:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo!
Vor neun Jahren habe ich den Fehler gemacht Diamanten zu kaufen.Ich bin verarscht worden, hab Geld verloren und bin mit einem Blauen Auge davon gekommen .Der Verkäufer ist zu 7 Jahren Haft verurteilt worden .
Im April 2006 bekomme ich einen Anruf das mein verlorenes Geld auf Konten in den USA gefunden wurde und das man es wieder besorgen könnte .Natürlich gegen Vorkasse u.s.w.
Im July 2006 ist ein Pfändungstitel erstritten worden und das Geld wurde an mich überwiesen ..:-)).
Aus den USA nach London und dann sollte es zu mir kommen .
Hier beginnt es nun komisch zu werden.Meine Bank macht angeblich fehler bei der Geld annahme (die wissen aber von nix)
Dann wird das Geld zurück geschickt,dann ist die Steuer dran usw
Kurz das Geld ist bis heute nicht bei mir .
Im Mai diesen Jahres ,nachdem angeblich drei Einschreiben mit einem Check nicht bei mir ankamen und auch kein mir zur Verfügung gestellter Vervollgungscod von POST und DPD bestätigt werden konnten ,hab ich Anzeige bei der Staasanwaltschaft in Hannover gestellt.In dieser Anzeige hab ich angedeutet das es mehrere Betroffene geben müsse da er von dem Geld was er bei mir bekommen hat nicht 1,5 Jahre leben kann .Diese Anzeige wurde an die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach weitergeleitet.
Mit der Person die mir das Geld besorgen wollte hab ich das spielchen weiter gespielt.Bis jetzt.Über sämtliche Vorgänge und weiteren aussreden hab ich keine unterlagen erhalten .So das ich die Anzeige mit ruhigem gewissen getätigt habe mit der Bitte zur Aufklärung durch die Staasanwaltschaft.Jetzt hat die Saatsanwaltschaft Bochum ,so diese Person,ihn informiert das ich ihn Angezeigt habe.Angeblich liege nichts gegen ihn vor.Ich bin noch nicht informiert worden ob das Verfahren eingestellt wird oder ob gegen ihn vorgegangen wird.
Nun setzt er mich unter druck ich solle im schriftlich zusagen das ich die Anzeige zurück ziehe oder er zeigt mich wegen Rufschädigung und Verleumdung an .
Ich habe nicht das nötige Geld um mich dagegen zu wehren .
Ob mein Rechtschutz das übernimmt muß ich mit einem Kommpetenten Anwalt klären wen ich mich entschließe gegen diesen
Mann vorzugehen .Ich erhoffe mir hier Entscheidungshilfe .
Und vieleicht eine Anwaltsempfehlung in meiner Nähe (31515) .
Der besagte Mann kennt sich sehr gut aus im Bankgeschäft.
Was kann mir passieren welches Risiko gehe ich ein, wenn er mich Anzeigt.Soll ich es darauf ankommen lassen ?

mit freundlichem Gruß
02.11.2007 | 19:45

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes wie folgt.

1.
Nach Ihrer Schilderung sehe ich keine Veranlassung, den Strafantrag (soweit gestellt) zurück zu nehmen. Die Anzeige zurück zu nehmen ist, entgeegn weit verbreiteter Meinung, ohnehin nicht möglich. Da die Staatsanwaltschaft Kenntnis vom Sachverhalt hat, wird diese, auch bei Rücknahme eines Strafantrages, weiter ermitteln. Dies bereits aus dem Grunde, da es sich bei einem Betrug um kein Antragsdelikt handelt.

2.
Aufgrund der Tatsache, dass vorgeblich das Geld bereits vorhanden ist, es Sie jedoch bis heute nicht erreicht hat, spricht vieles dafür, dass Ihre Sorge nicht ganz unbegründet ist. Hieraus resultiert, dass eine Strafbarkeit wegen Verleumdung oder falscher Verdächtigung ausscheidet. Voraussetzung für eine entsprechende Strafbarkeit wäre, dass Sie wider besseres Wissen falsche Angaben gemacht haben. Hier kann man Ihnen jedoch allenfalls völliges Nichtwissen vorwerfen. Da die Angaben in der Strafanzeige augenscheinlich jedoch nicht ins Blaue hinein getätigt wurden, sondern realen Hintergrund besitzen, scheidet eine Strafbarkeit Ihrer Person aus, so dass Sie relativ entspannt einer Anzeige entgeegn sehen könnten.

Ich gehe jedoch davon aus, dass es zu einer solchen nicht kommen wird. Vielmehr deutet einiges darauf hin, insbesondere das absonderliche Verhalten des Beschuldigten, dass Ihre Sorge nicht gänzlich unbegründet war. Mithin sollten Sie dem Begehren nach Strafantragrücknahme nicht nachkommen.

Vielleicht könnten Sie die Situation sogar dahingehend nutzen, dass Sie ihn zunächst auffordern, Ihnen endlich Belege für Seine vorgeblichen Scheckübersendungen und den Buchungsfehler Ihrer Bank zu überreichen. Kann er entsprechende Belege liefern, können Sie immer noch über die Rücknahme nachdenken (wobei, wie gesagt, eine Anzeige nicht zurückgenommen werden kann). Sie sollten dem Herrn bei dieser Gelegenheit direkt mitteilen, dass schlussendlich er selbst durch sein undurchsichtiges Geschäftsgebahren den Grundstein für Ihr Vorgehen gelegt hat.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion gerne für Ergänzungen zur Verfügung. Gerne können Sie sich, bei Bedarf, auch gerne für eine weitere Vertretung an meine Kanzlei wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt






Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2007 | 16:18

Verehrter Herr Wandt !
Danke für ihre Auskunft .
Nach dem Gespräch mit der besagten Person sieht es wie folgt aus .
Es besteht ein Dienstleistungsvertrag mit besagter Person.Dieser sagt aus das ich mein gezahltes Honorar zurückerhalte wenn er mir mein Geld nicht zuführen kann.
Ich mus nur diesen Vertrag aufkündigen ,dann erhalte ich mein gezahltes Honorar zurück und einen Abschlussbericht.
Er bietet mir an ,sich weiter zu bemühen mir das Geld zuzuführen. Wen ich dann mein Geld habe erwartet er das ich ihm sein Honorar zahle.
Im Gegnzug erwartet er das ich der Staatsanwaltschaft mitteile das wir uns geinigt haben. Natürlich erst nach erhalt meines gezahlten Honorars.
Können sie mir dazu raten .
Er hat mir angeboten mit seinem Anwalt zu telefonieren.
Letztlich kam es nicht dazu weil der Anwalt meinte es käme zu Interessenkonflickten ..oder so ähnlich
Ist das Korreckt?
Die Frage die sich mir stellt ist .Hat er einen Vorteil davon wenn ich von diesem Vertrag zurücktrete ?
Oder ist er letztentlich doch seriös.
Ich hoffe das sie mir diese Fragen im rahmen meiner Anfrage beantwortenkönnen .
mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2007 | 09:55

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage bezieht sich zwar auf einen neuen Themenkreis, dennoch werde ich gerne kurz darauf ausführen.

Es ist regelmäßig schwierig, ohne genaue Kenntnis eines Vertrages eine Beurteilung vorzunehmen.

Es mutet merkwürdig an, dass nach Ihrer ersten Sachverhaltsschilderung das Geld angeblich schon da gewesen sei, nunmehr aber nur zur wechselseitigen Befriedigung das Honorar zurückgezahlt werden soll. Was ist mit dem verschwundenen Geld? Sollte Ihr Dienstleister dies bereits gefunden haben, wäre die Rückerstattung des Honorares unter gleichzeitiger Erledigung des Strafverfahrens ein gutes Geschäft (und neuerlicher Betrug).

Andererseits, wenn das Geld noch nicht gefunden wurde, hätten Sie zumindest schonmal einen Teil zurück.

Sie sollten sich zunächst einen belegten Zwischenbericht geben lassen (Wichtig: Belege fordern!) und dann weiter sehen, was zu tun ist. Eine vorschnelle Einigungsmitteilung an die Staatsanwaltschaft wäre m.E. unklug. Zumindest dann, wenn der erstgenannte Fall zutreffen sollte.

Inwieweit der Kollege einen Interessenkonflikt unterläge, wenn er mit Ihnen verhandelt, ist mir unklar. Allerdings kommt es hier auf den Umfang des erteilten Mandates an.

Sie sollten erwägen, Ihrerseits ebenfalls einen Rechtsanwalt einzuschalten, um eine entsprechende vergleichsweise Einigung zu erzielen (soweit möglich) ohne sich "über den Tisch ziehen" zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
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