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Betrug Untreue Diebstahl was passiert jetzt?


27.09.2007 15:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maurice Moranc



folgender Sachverhalt

ich habe mit Hilfe eines Quittungs Blockes ca. 11 Einkaufsrechnungen (Markt,Bazar) gefaellscht! Die rechnungen wurden eingereicht und bereits unterschrieben(vom verantwortlichen Abteilungsleiter). Die Rechnungen waren in einer hoehe von ca.1000 euro(Lebensmittel). Jedoch habe ich die Rechnungen nur neu geschrieben und einen hoereren Betrag angegeben da ich in den letzten 6 monaten einige Quittungen verloren hatte und meinen schaden damit ausgleichen wollte ! Ich habe mich an den falschen Rechnungen nicht bereichert ! Nur kann man das im moment schwer oder sogar gar nicht nachweisen!
Mir ist bekannt das der Abteilungsleiter das selbe schon selbst gemacht hat! Nur ihm das nicht nachzuweisen ist!
Was fuer konsequenzen kann das fuer mich haben !
Habe noch keinerlei Vorstrafen !
Ich Arbeite bei einer deutschen Firma im Ausland mit deutschem Vertrag !
Die Rechnungen hat mir ein bekannter geschrieben!Ist das Wichtig?

Hoffe auf schnelle Antwort!

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Sehr geehrter Fragensteller,

die Beantwortung Ihrer Frage erfolgt auf Grundlage der von Ihnen bereitgestellten Informationen. Meine Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung, da das Weglassen oder Hinzufügen von Details zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich. Die Beantwortung Ihrer Frage im Rahmen dieser Plattform kann daher nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt vor Ort ersetzen.

Zur Sache:
Als deutscher Staatsbürger haben Sie sich auch für im Ausland begangene Straftaten vor den deutschen Gerichten zu verantworten. Geichzeitig kann auch in dem Land, in welchem Sie die Straftat begangen haben, ein Strafverfahren gegen Sie eingeleitet werden.

Wegen der Fälschung von Quittungen werden Sie sich wahrscheinlich der Urkundenfälschung nach § 267 StGB strafbar gemacht haben. Abgesehen von den besonders schweren Fällen wird die Urkundenfälschung mit bis zu 5 Jahren Haft oder Geldstrafe bestraft.

Des Weiteren könnte Sie sich auch des Betruges nach § 263 StGB strafbar gemacht haben. Der Betrug wird ebenfalls mit bis zu 5 Jahren Haft oder Geldstrafe bestraft. Die Strafbarkeit des Betruges hängt in Ihrem Fall jedoch davon ab, ob dem Ladeninhaber ein Schaden entstanden ist. Für eine genaue Beurteilung sind hier die besonderen Umstände zu berücksichtigen. Nach Ihrer Schilderung ist aber von einem Schaden und damit von einem Betrug auszugehen.

Einen Diebstahl nach § 242 StGB kann man nach Ihrer Schilderung ausschließen, da Sie nichts weggenommen haben.

Ihr Bekannter hat sich, je nach Tatumstände und seinem eigenen Interesse an der Tat, der Beihilfe oder der Mittäterschaft an den oben genannten Straftaten schuldig gemacht.

Da Sie nicht vorbestraft sind, gehe ich in Ihrem Fall von einer empfindlichen Geldstrafe aus. Sollten Sie über kein ausreichendes Einkommen verfügen ist auch an eine Bewährungsstrafe zu denken.

Zur Beweislage ist zu sagen, dass grundsätzlich die Staatsanwaltschaft das Vorliegen der relevanten Tatbestandsmerkmale zu beweisen hat. Das Gericht kann aber im Wege der freien Beweiswürdigung entscheiden, ob die Beweise ausreichen oder nicht.

Für eine abschließende Beurteilung des Sachverhalts empfehle ich Ihnen dringend, die Rechtslage mit einem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens konkreter zu erörtern. Bitte beachten Sie, dass hierbei weitere Kosten entstehen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.09.2007 | 18:23

Vielen Dank fuer die schnelle Antwort !

Der Ladeninhaber hat keinen Schaden davongetragen.
Es war ein leerer Quittungsblock !

Wie kann man den Betrug nachweisen ?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.09.2007 | 18:48

Ob ein Schaden entstanden ist, wird in rechtlicher Hinsicht sehr differenziert betrachtet. Für den Laien ist ein Schaden oft nicht erkennbar. Ich rate daher nochmals, im Falle eines Verfahrens einen Anwalt zu rate zu ziehen.

Wie man den eventuellen Betrug letztendlich nachweisen kann, ist aus der Ferne nicht zu beantworten.
Dazu müssten die Abläufe der Buchhaltung bekannt sein. Bei vernünftig geführter Buchhaltung und gewissenhafter Überprüfung der Geschäftsabläufe fällt ein Betrug in der Regel auf. Auch wenn es sich um einen leeren Quittungsblock handelte. Zudem würde die Befragung der Markt- bzw. Bazarleiter Aufschluss geben. Solche Dinge fallen regelmäßig durch Zufall auf.

Mit freundlichen Grüßen

Maurice Moranc
Rechtsanwalt

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