Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betrug / Uneidliche Falschaussage


16.05.2006 19:23 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Anfang Mai 2006 erhielt ich eine Vorladung als Beschuldigter.
Hintergrund ist meine Zeugenaussage vom 7. April 2005 beim Amtsgericht Tiergarten-Landgericht Berlin.
Im Gerichtsprozess wurde der Verkehrsunfall vom April 2004 verhandelt,bei dem mir 2 Fahrzeuge nacheinander auffuhren. Der zeitliche Abstand für das Auffahren auf mein Fahrzeug war für mich deutlich wahrnehmbar.Diesen Sachverhalt habe ich dem Gericht wiedergegeben.Der Beifahrer des direkt auf mich aufgefahrenen Fahrzeuges hat den hinteren Fahrer auf Schmerzensgeld verklagt und vor Gericht anscheinend nicht Recht bekommen. Nun beschuldigt mich der Fahrer einer uneidlichen Falschaussage.
Meine Frage: Was sage ich bei meiner Vorladung aus? Meine Bedenken sind dahingehend, dass ich nicht weiss, inwiefern mir meine Aussage weiterhilft oder sogar schadet, bzw. unter welchen Umständen es zu einem Prozess kommt.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

gerne will ich Ihre Anfrage beantworten.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei Ihrer Vorladung um eine polizeiliche Vorladung handelt. Sie müssen dieser Vorladung jedoch nicht Folge leisten, Sie können sogar ohne Absage oder Entschuldigung der Polizei fernbleiben. Weiterhin haben Sie auch das Recht, überhaupt keine Angaben zur Sache zu machen. Hierdurch entstehen Ihnen keinerlei Nachteile.

Das sollten Sie auch tun. Erfahrungsgemäß verhält es sich so, dass Sie als Beschuldigter zwar einerseits die Tendenz haben, sich „redend“ zu verteidigen. Damit aber machen Sie sich selbst zum Beweismittel gegen Sie selbst. Auch schneiden Sie sich dann oftmals Verteidigungswege ab. Und das sollten Sie tunlichst vermeiden.

Sie wissen ja, wie Sie in Ihrer Anfrage selbst ausführen, überhaupt nicht, was Ihnen vorgeworfen wird und anhand welcher Beweismittel Sie als Beschuldigter geführt werden. Und bevor Sie das nicht wissen, sollten Sie überhaupt keine Aussage abgeben. Im Regelfall schadet diese nämlich nur.
Ich rate Ihnen daher dazu, einfach kurz bei der Polizei anzurufen und Ihr Nichterscheinen anzukündigen. Aber selbst das ist, wie bereits ausgeführt, nur eine Frage der Höflichkeit.

Zu Ihrer Frage, wann es zu einem Prozess kommt: Die Staatsanwaltschaft erhebt dann Anklage, wenn nach ihrer Überzeugung ein sogenannter „hinreichender Tatverdacht“ gegeben ist, die spätere Verurteilung in einer Hauptverhandlung also überwiegend wahrscheinlich ist.

Ich rate Ihnen daher dazu, sich Kenntnis von den Vorwürfen, die gegen Sie erhoben werden, zu verschaffen. Hierzu benötigen Sie die Ermittlungsakte. Wenn Sie diese haben, können Sie leicht ersehen, wie Ihre Situation ist und welche Beweismittel gegen Sie sprechen.

Akteneinsicht können Sie aber leider nicht selbst beantragen, sondern nur über einen Verteidiger. Hierzu sollten Sie sich eines Kollegen vor Ort bedienen, der sich dann für Sie bestellt und bei der Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Akteneinsicht stellt. Gerne kann dies auch über unser Büro erfolgen.

Anhand der Ermittlungsakte ist dann zu prüfen, welche Verteidigungsstrategie in Ihrem Falle angemessen ist und ob überhaupt die Gefahr einer Anklageerhebung besteht.

Dringend aber rate ich Ihnen davon ab, ohne Akteneinsicht, also quasi „blind“, eine Aussage bei der Polizei abzugeben. Diese ist in den allermeisten Fällen nur schädlich und spielt der Staatsanwaltschaft in die Arme.


Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort gedient zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens O. Gräber
Rechtsanwalt


www.rechtsanwalt-graeber.de
info@rechtsanwalt-graeber.de


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER