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Betrug / Tankbetrug

15.08.2009 22:03 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

meine Verlobte hat gestern einen Brief von der Polizei erhalten, dass sie als Zeugin angeben soll, wer ihr Fahrzeug gefahren hat, weil der Fahrer des Fahrzeuges, was auf sie angemeldet ist, wohl einen "Tankbetrug" begannen haben soll.

Folgendes:

Ich bin an diesem Tag mit dem Auto gefahren und habe auch an der a.g. Tankstelle getankt. Für mich war das zunächst lächerlich und habe sofort die Kreditkartenbelege nachgesehen, da ich fast IMMER an der Tankstelle tanke und fast IMMER mit Karte.
Ich musste aber leider feststellen, dass ich für diesen Tag tatsächlich keinen Beleg habe, und ich vermute jetzt selber, da mir eingefallen ist, dass ich an diesem Tag sehr viel Stress hatte, während dem Tanken telefoniert habe und ich wirklich einfach eingestiegen bin und nicht bezahlt habe. Meine 2. Überlegung war, dass ich gar nicht an diesem Tag getankt habe, weil ich ja 2 Tage später bei meiner Firma das Auto volltanken wollte, und ich natürlich nicht vorher tanke, und wenn, dann nur höchstens für 20 Euro.
Ich weiß es wirklich nicht mehr. Entweder ist es ein Versehen der Tankstelle, oder ich war wirklich so dumm und habe vergessen zu bezahlen. Ich tanke ca. 7-mal im Monat, fast IMMER auf dieser Tankstelle und immer für ca. 50,- €, wo ich auch Belege zu habe, warum sollte ich jetzt für, wenn überhaupt 20,- € nicht bezahlen wollen. Und ich komme aus dem Sicherheitsdienst, weiß auch, dass es überall Kameras an den Tankstellen gibt. Zu diesem Zeitpunkt, war meine Kreditkarte auch mit ca. 2000,- € im Plus.
Das Problem ist, ich hatte bereits ein Verfahren wegen Betrug laufen, weil mal eine Lastschrift nicht von meinem Konto abgebucht worden ist. Das Verfahren ist aber eingestellt worden, weil ich mit Auflage vom Gericht den Schaden bezahlt habe. Es ging um ca. 30,- €.

Nun meine Fragen:

1. Soll meine Verlobte mich auf dem Schreiben von der Polizei angeben, oder einfach die Aussage verweigern?

2. Sollte ich nicht direkt zur Tankstelle fahren, und erklären, dass ich doch schon ein Stammkunde bin, und es wirklich vergessen haben könnte und den Schaden direkt bezahlen?

3. Mit was könnte ich rechnen, wenn gegen mich ermittelt wird?


Ich danke im Voraus.


Mit freundlichen Grüßen


Schmitz

Guten Tag!

Gegenüber der Polizei sollte Ihre Verlobte keine Angaben machen. Hierzu ist Sie auch nicht verpflichtet.

Es kann in der Tat Sinn machen, zu der Tankstelle zu fahren und zu versuchen, die Sache aufzuklären. Zumindest kann es sich auf ein etwaiges Strafverfahren positiv auswirken, wenn Sie den Schaden begleichen. Bei der Gelegenheit können Sie sich vielleicht gleich die Videos zeigen lassen und haben dann Gewissheit.

Im Falle einer Verurteilung haben Sie wahrscheinlich mit einer Geldstrafe zu rechnen. Die Höhe ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Mit einer erneuten Einstellung ist nicht zu rechnen.

Bei Rückfragen stehe ich im Rahmen der Nachfragefunktion gerne zur Verfügung. Sollten Sie weiteren Rechtsrat benötigen, können Sie sich gerne über die Direktanfrage an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Biernacki
Rechtsanwalt

www.anwalt-naumburg.de

Nachfrage vom Fragesteller 17.08.2009 | 11:32

Danke für Ihre schnelle Antwort!


Dann würde ich nur noch gerne wissen, ob ich eher ein außergerichtliches Verfahren erwarten kann, also ohne Gerichtsverhandlung mit einem Anwalt?

Und, ob bereits das nicht bezahlen der Tankrechnung ausreicht, damit 100% ein Betrug vorliegt, oder es auch die Möglichkeit gibt, dass man von einem "Versehen" ausgehen kann, denn man kann mir doch nicht direkt eine Absicht unterstellen, wenn überhaupt Dummheit. Ich bin keine Betrüger, der mit Absicht zu einer Tankstelle fährt und wegfährt ohne zu zahlen, vor allem, weil ich dort immer tanke, und auch runde Beträge.

Mit freundlichen Grüßen


S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.08.2009 | 12:08

Guten Tag!

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Es lässt sich nicht prognostizieren, welches Verfahren die Staatsanwaltschaft wählen wird. Ein Strafbefehlsverfahren wäre jedoch wahrscheinlich. Das heisst es würde nur zu einer Verhandlung kommen, wenn Sie mit der festgesetzten Strafe nicht einverstanden wären.

Wenn Sie aus Versehen vergessen hätten zu bezahlen, würde es Ihnen am Vorsatz fehlen, d.h. es würde keine strafbare Handlung vorliegen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine hilfreiche Orientierung geben.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Biernacki
Rechtsanwalt

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