Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
484.392
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betrug? Online Versandhaus


28.10.2015 09:22 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe im letzten Jahr auf den Namen meines Exmannes Kleidung in einem online Versandhaus bestellt für ca 500 Euro. Ich habe diese nicht gezahlt und nun hat er Einspruch gegen den Mahnbescheid eingelegt, da ja ich die Sachen erhalten habe und nicht er.
Ich bin bereits mit einer Geldstrafe vorbestraft und habe nun die Befürchtung, dass das ganze eine Anklage wegen Betrugs nach sich ziehen könnte und ich zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden könnte.
Kann ich etwas tun, um dem entgegen zu wirken?
Ich beziehe derzeit hartz IV und habe nicht die finanziellen Mittel, um den Betrag zu begleichen

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratssuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Soweit Sie mitteilen, im letzten Jahr auf den Namen Ihres Ex-Mannes in einem Online-Versandhaus Kleidung für ca. 500,- Euro bestellt, diese jedoch nicht bezahlt zu haben, könnte in der Tat ein strafbares Verhalten nach § 263 Abs. 1 StGB (Betrug) vorliegen.

Soweit sich Ihr Ex-Mann nunmehr gegen den gegen ihn zwischenzeitlich erlassenen Mahnbescheid zur Wehr setzt, können Sie hiergegen zunächst nicht viel machen. Insoweit sind nicht Sie, sondern Ihr Ex-Mann Partei in dem Zivilverfahren.

Um einem etwaigen Ermittlungsverfahren wegen Betruges entgegenzuwirken, könnte es sich im vorliegenden Fall anbieten, mit dem Gläubiger (Versandhaus) eine Ratenzahlungsvereinbarung zu schließen, da Sie als Bezieherin von Leistungen nach dem SGB II nach Ihrer Aussage nicht in der Lage sind, den Rechnungsbetrag auf einmal zu begleichen.

Letztlich wird jedoch auch dies Sie im Zweifel nicht vor einem etwaigen Ermittlungsverfahren retten können, sofern dem Versandhaus zur Kenntnis gelangen sollte, dass offensichtlich ein Betrug zu dessen Lasten vorliegt. Dem Versandhaus steht es insoweit natürlich frei, eine entsprechende Strafanzeige gegen Sie zu erstatten. Gleiches würde selbstverständlich für Ihren Ex-Mann gelten.

Jedoch könnte eine etwaige Ratenzahlungsvereinbarung und natürlich die regelmäßige Zahlung der sodann vereinbarten Raten im Rahmen eines etwaigen Strafverfahrens in der Strafzumessung zu Ihren Gunsten berücksichtigt werden. Die Schadenswiedergutmachung ist regelmäßig bei der Strafzumessung nach § 46 StGB ein Kriterium, welches zugunsten des Angeklagten spricht.

Soweit Sie die Befürchtung haben, im Falle eines Strafverfahrens zu einer Freiheitsstrafe verurteilt zu werden, dürfte diese Sorge wahrscheinlich unbegründet sein. Auch wenn Sie bereits vorbestraft sind und seinerzeit eine Geldstrafe erhalten haben, ist die Verhängung einer Freiheitsstrafe – sofern es sich um Ihre einzige Vorstrafe handeln sollte – eher unwahrscheinlich; selbst wenn es sich um eine einschlägige Vorstrafe (wegen Betruges) handeln sollte, ist zu berücksichtigen, dass sich der Schaden noch im Rahmen hält. Eine abschließende Beurteilung ist mir an dieser Stelle natürlich mangels Kenntnis der genauen Vorstrafe nicht möglich.

Sollte jedoch tatsächlich ein Strafverfahren gegen Sie eingeleitet werden, kann ich Ihnen nur dringend empfehlen, sich an einen Verteidiger zu wenden, der nach vorheriger Akteneinsicht für Sie tätig wird. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass Sie sich als Beschuldigte grundsätzlich nicht zur Sache äußern müssen (§§ 136, 163a StPO).

Ich hoffe, Ihnen insoweit einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Neubauer
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 61064 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,6/5,0
Mein Erstnutzer-Eindruck : kompetent und schnell - unbedingt weiterzuempfehlen. Eine der sinnvollsten Internetseiten die ich kenne. ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Unsere Fragen wurden konkret beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Hat uns sehr geholfen Können so mit guten Voraussetzungen im einem Rechtsstreit gehen. Vielen Dank und gerne wieder Sehr zu empfehlen ...
FRAGESTELLER