Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betrug - Nebenkostenabrechnung


| 23.12.2006 12:52 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Meine Tochter wurde von ihrem AG 7 Monate an einem anderen Ort eingesetzt, wo sie eine Ferienwohnung unbefristet mit Kündigung am 15. des lfd. Monats zum Monatsende mietete. Kosten für Strom, Gas und Wasser wurden mit 60 Euro pauschaliert mit der Maßgabe, dass nachzuzahlen sei, wenn dieser Betrag überschritten werde.

Einzug war der 01.11.06. Bereits 3 Wochen nach Einzug machte der Vermieter eine Zwischenablesung und verlangte eine höhere Vorauszahlung. Wir zahlten einen pauschalen Betrag. Zum 15.12.06 wurde dann die Wohnung vom Vermieter gekündigt, weil er an einen anderen Mieter längerfristig und zu einer höheren Miete vermieten könne.

Meine Tochter und ich haben vorige Woche festgestellt, dass Gas und Wasser zwar für die Ferienwohnung separat abgelesen werden können. Für den Strom gibt es jedoch nur einen Zähler! Damit würde meine Tochter den allgemeinen Strom, den Strom für die zweite Ferienwohnung und für die Wohnung des Sohns vom Vermieter mitbezahlen. Ich habe drei Fragen:

Was müssen wir nun bezahlen?
Hat das Verhalten des Vermieters strafrechtliche Relevanz (Betrug)?
Wenn ja, wie und wo kann ich Anzeige erstatten?
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Für die Wohnung müssen nur die tatsächlich durch den Verbrauch Ihrer Tochter entstandenen Kosten getragen werden. Der Vermieter muss hierzu eine nachprüfbare Abrechnung erstellen. Sollte nur ein Stromzähler vorhanden sein, so können allenfalls anteilig von Ihrer Tochter Kosten verlangt werden. Eine Umlage könnte z.B. nach der Wohnungsgröße erfolgen.

Nicht korrekt war die Erhöhung der Vorauszahlungen. Denn eine solche kann nur vorgenommen werden, wenn eine Abrechnung ergangen ist.

Das Verhalten des Vermieters könnte dann strafrechtlich relevant sein, wenn der durch die Überzahlung wissentlich einen Vorteil erlangt. Das heißt, wenn er die gesamten Stromkosten auf Ihre Tochter umlegt und der Vermieter dadurch selbst Kosten spart oder wenn er die gesamten Stromkosten mehrmals, also von jedem Bewohner, verlangt und sich dadurch bereichert.

Eine Strafanzeige kann bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft schriftlich oder mündlich unter Darlegung des Sachverhaltes gestellt werden. Zuständig ist die Polizei bzw. Staatsanwaltschaft am Ort der gegenständlichen Wohnung. Sie können aber auch bei einer anderen Polizeidienststelle die Anzeige aufgeben und diese wird dann entsprechend weitergeleitet. Hierzu können Sie aber auch die Hilfe eines Anwaltes in Anspruch nehmen.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.


Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich gern für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats.


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de

Nachfrage vom Fragesteller 23.12.2006 | 15:56

Guten Tag Frau Sperling. Herzlichen Dank. Sie haben mir und meiner Tochter sehr geholfen. Wir wissen nun, wie wir uns am kommenden Freitag bei der Wohnungsübergabe verhalten müssen. Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen Jahreswechsel und für 2007 alles Gute, viel Glück und Erfolg und Gesundheit. Ihr Ulrich Schäfer

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2006 | 16:07

Vielen Dank für Ihre lieben Wünsche und ebenso für Sie besinnliche Weihnachtstage und einen guten Start in das Jahr 2007.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"schnell und leicht verstädndlich. Das weiß ich, wo ich dran bin. "