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Betrug?


25.07.2005 10:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Guten Tag,

ein Freund (19 Jahre) von mir hat aus Dummheit die EC-Karte seines Vaters gestohlen und damit 1500 € abgehoben. Welche Strafe hat er maximal zu erwarten, mehr als 90 Tagessätze? Kann ein Verfahren durck Rücknahme der Anzeige abgewendet werden?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Grundlage Ihrer Angaben möchte ich diese wie folgte beantworten:

„Ihr Freund“ hat sich entweder des Betruges (§ 263 StGB) oder des Missbrauchs von Scheck- und Kreditkarten (§ 266 b StGB) strafbar gemacht. Hier ist in der Abgrenzung nicht nur das eine oder andere rechtlich streitig, es hängt auch davon ab, welche Position „Ihr Freund“ als Sohn des Berechtigten gegenüber der ausstellenden Bank besass. Die Rechtsfolgen (Geldstrafe bzw. Freiheitsstrafe 5 / 3 Jahre) sind in etwa gleich, beim Betrug gilt allerdings das Privileg des § 247 StGB (Verfolgung nur auf Antrag des Vaters).

Hinsichtlich des Strafrahmens dürfte zunächst davon auszugehen sein, dass Ihr Freund noch unter Jugendstrafrecht fällt. Fall er nicht schon einschlägig aufgefallen ist, dürfte es zu einer Geldstrafe unter 90 Tagessätzen kommen.

Die Frage der Rücknahme der Anzeige hängt davon ab, ob Bank oder Vater Anzeigeerstatter und Ihrem Freund Betrug oder Missbrauch von Scheck- und Kreditkarten vorgeworfen wird- siehe meine Eingangsanmerkung.

Ich hoffe Ihnen mit dieser Antwort zunächst einmal weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf

Nachfrage vom Fragesteller 25.07.2005 | 11:53

Vielen Dank, eine sehr kompetente Antwort. Darf ich Ihnen aus juristischem Interesse trotzdem noch eine Nachfrage stellen: Kommt § 247 StGB eigentlich nur in solchen Fällen zum Tragen, in denen der Geschädigte der Vater ist, oder kann sich dieser auch auf Fälle beziehen, in denen Großeltern, Cousins und andere nähere Verwandte beziehen?
Gibt es Geldstrafen auch im Jugendstrafrecht oder bezieht sich die Angabe bzgl. der Tagessätze nur auf das Erwachsenenstrafrecht?
Eine kurze Antwort genügt mir, vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.07.2005 | 12:03

1) Es gilt der recht weite Angehörigenbegriff des § 11 I 1 a StGB, also:

"Verwandte und Verschwägerte gerader Linie, der Ehegatte oder Lebenspartner, der Lebenspartner, der Verlobte, auch im Sinne des Lebenspartnerschaftsgesetzes, Geschwister, Ehegattenoder Lebenspartner der Geschwister, Geschwister der Ehegattenoder Lebenspartner, und zwar auch dann, wenn die Ehe oder die Lebenspartnerschaft, welche die Beziehung begründet hat, nicht mehr besteht oder wenn die Verwandtschaft oder Schwägerschaft erloschen ist".

2) Das JGG kennt Erziehungsmassregel, Zuchtmittel und Jugendstrafe. Insoweit erfolgte Ihre Nachfrage zu Recht. Meine Antwort bezog sich auf Ihre Ausgangsfrage nach den Tagessätzen und unterstellte dabei Erwachsenenstrafrecht.

Toi, toi, toi,

RA Schimpf

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