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Betrüger kauft über Monate Produkte über fremden Namen, ohne zu zahlen

08.06.2019 10:06 |
Preis: 50,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Hallo,

ich erfuhr heute von einem seltsamen Fall. Ein Betrüger reiste 2018 durch Deutschland und kauft auf den Namen eines Bekannten diverse Produkte, etwa Prepaid-Karten, ohne jemals dafür zu zahlen.

- Mittlerweile klagte ein Ladenbesitzer aus Berlin. Mein Bekannter sagte aus, konnte nachweisen, dass er während dieser Zeit am anderen Ende Deutschlands bei der Arbeit war. Der Richter entschied zu seinen Gunsten und er gewann die Klage.

- In den letzten Monaten trudelten jedoch weitere Forderungen anderer Geschädigter ein, die noch nicht klagen, sondern Inkassounternehmen beauftragt haben.

- Mein Bekannter hat einen Anwalt, der ihn in dem Gerichtsverfahren vertrat, aber er ist sich unsicher, ob er diesen weiter beschäftigen sollte, wegen der Unkosten, die er außerhalb eines Gerichtsverfahrens nichts zurückerhält.

- Mein Bekannter hat mittlerweile auf mein Anraten hin Anzeige gegen Unbekannt wegen Betrugsversuch gestellt.

- Er hat keine der Forderungen bezahlt.

Ich gedenke ihm unter die Arme zu greifen und mich nächste Woche mit seinem Anwalt zusammenzusetzen. Vorab habe ich schon einmal erste Fragen:

- Welche Möglichkeiten hat mein Bekannter sich gegen weitere Forderungen zu wehren? Ich würde annehmen, dass er die gerichtlichen Bescheide zu seinen Gunsten sammelt und jeder Zeit vorzeigt, sobald wieder etwas eintrifft, auch wenn es lästig ist.

- Was soll er mit den Inkassounternehmen machen? Soll er jedes Unternehmen einzeln kontaktieren und hoffen, dass er verklagt wird?

- Seine größte Sorgen sind die Unkosten, die er nicht zurückerstattet bekommt. Angenommen, der Fall zieht sich 2-3 Jahre hin und es treten wiederholt neue Forderungen auf. Soll er die Inkassounternehmen darum bitten, dass sie ihn verklagen? Damit er die Unkosten zurückerstattet bekommt? Ansonsten sind in diesem Falle alle außergerichtlichen Beratungskosten verloren, oder?

- Was ist mit der Schufa etc.?

Viele Grüße
08.06.2019 | 11:44

Antwort

von


(2113)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Zu Ihren Fragen:

Welche Möglichkeiten hat mein Bekannter sich gegen weitere Forderungen zu wehren? Ich würde annehmen, dass er die gerichtlichen Bescheide zu seinen Gunsten sammelt und jeder Zeit vorzeigt, sobald wieder etwas eintrifft, auch wenn es lästig ist.

Außergerichtlich müsste er sie zurückweisen oder könnte eine negative Festsstellungsklage erheben. Die Kosten könnte er dann bei der Gegenseite geltend machen.

- Was soll er mit den Inkassounternehmen machen? Soll er jedes Unternehmen einzeln kontaktieren und hoffen, dass er verklagt wird?

Ja, da sonst ein Schufa-Eintrag droht. Eine einzige Zurückweisung reicht jedoch aus, dann kann er alles weitere bis zu einem gerichtlichen Bescheid ignorieren.

- Seine größte Sorgen sind die Unkosten, die er nicht zurückerstattet bekommt.

Eine Zurückerstattung gibt es stets, wenn er die Klagen erfolgreich abwehren kann. Insofern entstehen ihm hierbei keine Kosten.

Angenommen, der Fall zieht sich 2-3 Jahre hin und es treten wiederholt neue Forderungen auf. Soll er die Inkassounternehmen darum bitten, dass sie ihn verklagen? Damit er die Unkosten zurückerstattet bekommt?

Dann kann er die Schreiben entweder ignorieren oder aber selbst eine Feststellungsklage einreichen, dass die Forderung nicht existiert samt Kostenerstattung, auch der Anwaltskosten vom außergerichtlichen Bereich, da er sich auch einen Anwalt nehmen durfte.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da Sie nur einmal unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Falls Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten, könnten wir für Sie eine kostenfreie Deckungsanfrage durchführen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 08.06.2019 | 12:21

Hallo Herr Hoffmeyer,

vielen Dank.

Eine Nachfrage hierzu:

"Außergerichtlich müsste er sie zurückweisen oder könnte eine negative Festsstellungsklage erheben. Die Kosten könnte er dann bei der Gegenseite geltend machen."

Gilt das auch, wenn die "Gegenseite" noch nicht bekannt ist? Schließlich ist der Betrüger noch nicht gefasst, noch bekannt, und auch wenn die StA Berlin ermittelt, ist noch unklar, ob der Fall überhaupt ein Ende findet.

Kann man eine Feststellungsklage gegen Unbekannt stellen? Übernimmt dann der Staat die Unkosten?

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 08.06.2019 | 18:34

Sehr geehrter Fragesteller,

mene bisherige Antwort bezog sich auf Drtte, die Ihren Bekannten in Anspruch nehmen wollen, weil sie glauben, dass er der Betrüger ist. Unkosten gegen den Betrüger selbst, können erst dann geltend gemacht werden, wenn die Person bekannt ist.

Sollten allerdings Gerichtsverfahren gegen Ihren Bekannten laufen von Dritten, die Ihren Bekannten in Anspruch nehmen wollen, hat er jeweils gegen diese einen Kosten-Erstattungsanspruch, wenn er zuvor außergerichtlich darauf hingewiesen hat, dass er nichts mit den Taten zu tun hat.


Wenn Sie noch weitere Fragen haben oder rechtliche Hilfe brauchen sollten, sprechen Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber gerne weitere kostenlose Nachfragen beantworte und sich unsere Kanzlei auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet oder auch erstattet werden, wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung besitzen sollten.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

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