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Betrüger Zivilrechtlich verklagen?

01.08.2008 10:39 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe im Internet via Vorkasse Ware bestellt und nicht erhalten. Da ich bei dem Händler in der Vergangenheit schon Ware bezogen habe und es nie Probleme gab, bestellte ich auch diesmal via Vorkasse und überwies den geforderten Betrag.

Was ich nicht wusste, in der Zwischenzeit hatte der Alte Shopbesitzer verkauft. Das Shopdesign war das Gleiche.

Nachdem keine Ware kam, der Shop plötzlich „offline“ war und auch sonst keine Reaktion auf Anfragen erfolgte, erstattete ich Anzeigen wegen Betrugs bei der Polizei.

Der Betrüger ist mehrfach umgezogen, aber es konnte die aktuelle Adresse ermittelt werden. Die Polizei teilte mir die genauen Daten des Betrügers mit, mit dem Hinweis, dass es „einige Dutzend Geschädigte“ gibt, damit ich die Möglichkeit habe, um auf dem Zivilweg meine Ansprüche geltend zu machen. Es geht hier um die Summe von 95,- EUR.

Lohnt es sich hierfür zum Anwalt zu gehen (Rechtsschutzversicherung ist vorhanden), oder werde ich mir den Weg schenken können, da vermutlich nichts zu holen ist?

Würde ein Mahnbescheid Sinn machen?


Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller/in,
vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzten kann, sondern ausschließlich den Zweck hat, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Nun zu Ihrer Frage, welche ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Vorliegen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Ihr Schuldner kein Vermögen mehr besitzt. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass der jeweilige „Betrüger“ das Vermögen bereits verbraucht oder anderweitig beiseite geschafft hat. Dafür spricht der Umstand, dass es noch weitere Gläubiger gibt. Ferner ist der Schuldner bereits mehrfach umgezogen. Insoweit ist zu befürchten, dass er zum wiederholten Male umziehen wird.

Sollten Sie eine Rechtsschutzversicherung mit einem Selbstbehalt haben rate ich Ihnen gänzlich ab, Ihre Rechtsschutzversicherung diesbezüglich in Anspruch zu nehmen.

Falls Sie gegen den Schuldner im Wege des Mahnverfahrens vorgehen wollen, gilt folgendes:

Dafür sollten Sie, falls noch nicht erfolgt, ein Einschreiben per Rückschein zur Post bringen.
Fordern Sie darin Ihren Verkäufer der Ware auf, diese bis zu einem bestimmten Tag zu liefern, anderenfalls soll er nach verstreichen der gesetzten Frist, das Geld zurück überweisen.
Wichtig ist dabei, dass Sie ausdrücklich das Geld zurückverlangen, sofern die Waren nicht geliefert wird. Sollten Sie die Ware von dem Verkäufer, wovon auszugehen ist, nicht zum gesetzten Termin erhalten, befindet sich dieser in Verzug.

Anschließend könnten Sie dann im Wege des Mahnverfahrens gegen den Verkäufer vorgehen. Unter www.online-mahnantrag.de können Sie im Internet einen solchen Mahnbescheid beantragen.
Die Kosten für das Mahnverfahren betragen vorliegend 23 Euro. Die Kosten werden dem Schuldner auf dem gerichtlichen Mahn- bzw. Vollstreckungsbescheid automatisch in Rechnung gestellt.
Dazu kommen noch die Kosten für das vorherige Einschreiben von etwa 2,60 Euro.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass häufig jedoch die Gläubiger auf Ihren Kosten sitzen bleiben, sofern es sich um „Betrüger“ handelt, die weiteren zahlreichen Forderungen ausgesetzt sind.

Ich hoffe Ihnen weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen gerne im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

André Neumann

Rechtsanwalt

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