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Betriebsprüfung, Minijob, Lohnsteuerkarte, Unterschrift auf Kopie der Lohnsteuerkarte


17.07.2007 16:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Hallo!

Es geht um die rechtliche Einschätzung folgenden Sachverhalts:

Ich habe im Jahr 2003 (bis September) als studentischer Mini-Jobber auf 400 €-Basis in einem großen Fitnessstudio gearbeitet.
Dabei war es üblich, dass die Löhne bar, ohne eine Quittung o.ä. ausgezahlt wurden.
Nun habe ich, 4 Jahre später, meine Lohnsteuerkarte im Original, sowie je eine Kopie der Vorder- und Rückseite erhalten, mit der Bitte, die Kopien unterschrieben zurück zu schicken, da eine Betriebsprüfung anstehe und man damals vergessen habe, mir die Karte zurück zu geben.
Ferner verlangt man eine Immatrikulationsbescheinigung für das WS 03/04 (Beginn 1. Okt. 2003), obwohl ich nur bis zum 15.09.2003 in diesem Betrieb gearbeitet habe.

Mit der Unterschrift auf den Kopien soll ich zum einen den Erhalt der Original-Lohnsteuerkarte, zum anderen die Höhe des Gehalts (2775, 50 €) bestätigen.

Frage: Kann mir irgendein Nachteil daraus erwachsen, wenn ich diese Kopien unterschreibe, insbesondere auch unter dem Aspekt, dass ich die Höhe des Gehalts nicht mehr nachvollziehen kann (s.o.; es gab keinen Lohnstreifen, Quittungen, o.ä.) oder geht es wirklich nur um die "Betriebsinterne" Betriebsprüfung?

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Sehr geehrter Fragesteller,

es dürfte sich wohl nicht um eine interne Prüfung handeln, sondern um die klassische Betriebsprüfung , bei der die Finanzbehörden die gesamte Buchhaltung des Fitnessstudios unter die Lupe nehmen, um mögliche Steuer- oder Betrugsdelikte (bzgl. Sozialabgaben) aufzuspüren. Der Arbeitgeber möchte bei dieser Prüfung ordnungsgemäße Unterlagen vorlegen können.

Sofern Sie etwas unterschreiben, bestätigen Sie damit die Richtigkeit der Angaben. Deshalb muss ich Sie dringend davor warnen, etwas zu unterschreiben, was nicht der Wahrheit entspricht oder von dem Sie nicht zu 100% sicher sind, dass es stimmt. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass Sie sich damit selbst strafbar machen.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de


Nachfrage vom Fragesteller 17.07.2007 | 18:41

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort:

Da ich nun schon fast bedrängt werde, diese Unterlagen zu quittieren, würde ich gerne wissen, wie ich mich nun zu verhalten habe: wäre ein sinngemäßes Antwortschreiben in irgendeiner Weise verfänglich bzw. worauf kann ich mich berufen, die Dokumente nicht zu quittieren?:

"Hiermit bestätige ich die Lohnsteuerkarte am xx.Juni 2007 erhalten zu haben. Zu einer Bestätigung des Bruttolohnes sehe ich mich nach diesem langen Zeitraum leider außerstande, da mir diesbezüglich keinerlei Unterlagen (Lohnstreifen,etc.) vorliegen.
Ferner sehe ich mich außerstande eine Studienbescheinigung für das WS 03/04 einzureichen, da zu diesem Zeitpunkt das Beschäftigungsverhältnis bereits beendet war."

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.07.2007 | 18:57

Sehr geehrter Fragesteller,

ein solches Schreiben können Sie einreichen, evl. noch mit dem Zusatz "...keinerlei Unterlagen vorliegen und ich mich an die genauen Beträge nicht mehr erinnern kann." Sie können auch die Studienbescheinigung einreichen mit dem Zusatz "Ich weise darauf hin, dass das Arbeitsverhältnis am XX. beendet war.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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