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Betriebsmittelkredit

| 12.09.2014 22:26 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Kreditlinienkürzung bei Kontokorrentkredit und eine Kündigung ist nicht ohne Weiteres zulässig, insbesondere wenn Kreditsicherheiten bestehen

Wir sind ein kleines Technologie-Unternehmen und haben im Rahmen einer Nachfolgeregelung zu Zweit das Unternehmen vor genau 4 Jahren übernommen.
Das Unternehmen ist Schuldenfrei und hat kein Fremdkapital. Wir haben alles bisher mit Eigenkapital finanziert.
In 2011 hatten wir ca. 600k, in 2012: 1.800k und in 2013: 1.000 K Euro Umsatz, in dieser Zeit hat das Unternehmen jährlich Gewinne erzielt. Wir haben bei der Creditreform und bei Bürgel eine exzellente Bonität (Rating), und beide Gesellschafter haben bei der Schufa 99 % Rating.
Zum 31.07.2014 war der Umsatz ca. 250 k ... wobei wir im Projektgeschäft tätig sind. 2014 kann mit 500 k oder auch mit 1.500 k abgeschlossen. Letzteres ist sehr wahrscheinlich, da wir aktuell in Verhandlungen stehen! In dieser Situation Situation haben wir in der Verwaltung seit Anfang des Jahres Kurzarbeit angemeldet und haben als Gesellschafter dem Unternehmen 145 k zugeführt (Gesellschafterdarlehen) und aktuell noch mal 45 k.
Seit 2012 haben wir von unserer Hausbank eine KK-Linie von 100 k, die wir bis vor 2 Monaten nie in Anspruch genommen haben. In dieser Zeit hatten wir für 1 Woche 90 K in Anspruch genommen, aktuell heute 65 K und Montag runter auf 10 K...
Für die KK-Linie bürgen die Geschäftsführenden Gesellschafter persönlich (anteilig)!!
Nun droht die Bank mit Kündigung oder zumindest mit Reduzierung der KK-Linie, da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändert haben (sprich Umsatz und auch die Kurzarbeit in der Verwaltung). Es kam auch die Aussage : "Wir finanzieren nicht ihre Verluste"!
Jetzt wurden wir nächste Woche dringend zum Gespräch zitiert, da die Revision in der Bank ein Gespräch möchte. Ich vermute, das jetzt die Kündigung der Kreditlinie ausgesprochen wird, was in der derzeitigen Situation fatal wäre.
Frage 1 : Ist die Kündigung rechtlich überhaupt möglich, wenn ja mit welcher Frist?
Frage 2: Wie können wir uns wehren? Dadurch kann das Projekt, was wir verhandeln gefährdet werden? Können wir Schadenersatz verlangen??

Wie gesagt, wir bürgen persönlich für den KK-Kredit.
Gruss

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Ich habe da durchaus einige Zweifel an der Berechtigung zur Kündigung:

Wenn in den Vermögensverhältnissen des Darlehens (- bzw. Kredit-)nehmers oder in der Werthaltigkeit einer für das Darlehen gestellten Sicherheit eine wesentliche Verschlechterung eintritt oder einzutreten droht, durch die die Rückzahlung des Darlehens, auch unter Verwertung der Sicherheit, gefährdet wird, kann der Darlehensgeber den Darlehensvertrag vor Auszahlung des Darlehens im Zweifel stets, nach Auszahlung nur in der Regel fristlos kündigen.

Das bildet das Gesetz in § 490 BGB so ab. Entscheidend ist die zusätzliche Voraussetzung, "auch unter Verwertung der Sicherheit", was hier ja von der Bank gar nicht angesprochen bzw. geprüft wurde - die Bürgschaftsverpflichtung.

Im Übrigen sind auch die angeblichen "Verluste" fraglich - das muss Ihnen die Bank ebenfalls konkret erläutern und begründen.

2.
Damit können Sie sich zur Wehr setzen, notfalls mit einem Anwalt, dessen kosten ebenfalls zum Schadensersatz gehören, wie auch sonst Schadensersatz im Hinblick auf ausgebliebene Geschäfte etc. möglich ist, wenn eine unberechtigte Kündigung erfolgen sollte oder eine unangemessen Kreditlinienreduzierung.

Dieses bleibt jeweils abzuwarten.

Ich meine aber im Rahmen einer ersten Einschätzung, dass hier die Bank Ihnen nur unbegründet drohen will und schließlich an Recht und Gesetz gebunden ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 12.09.2014 | 23:48

Wir vermuten, das der Bankberater persönlich Vorbehalte gegen uns hegt.
Macht es Sinn von der Bank zu verlangen, den Berater (intern) zu wechseln, oder würde es zu noch mehr Irritationen führen, also uns Negativ ausgelegt werden ??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.09.2014 | 23:56

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Ich würde zunächst das Gespräch mit der Bank bzw. die kommende Korrespondenz abwarten - dann können Sie sich auch ansonsten beim Vorstand der Bank beschweren bzw.

- die Bankenaufsicht,
- die Schlichtungsstelle für Banken
- oder letztlich einen Anwalt einschalten.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.09.2014 | 23:56

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"das war eine sehr gute Einschätzung, die uns vor dem Bankgespräch nun etwas gelassener werden lässt. Danke!"
FRAGESTELLER 12.09.2014 5/5,0
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