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Betriebskostenabrechnung nicht korrekt


| 25.05.2005 16:23 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrter Ratgeber,
ich habe am 12.04.2005 eine Abrechnung für den Zeitraum vom 01.01.2004- 31.12.2004, mit einem berechneten zeitraum vom 01.01.2004- 30.04.2005 geschickt bekommen. Die Abrechnung erfolgt über eine Firma die vom Vermieter beauftragt wurde. Diese Abrechnung stimmt jedoch so nicht,da die müllberechnung auf zwei personen läuft und ich aber alleine in der Wonung gemeldet war. die Abrechnung erfolgte über die größe der Wohnung,was jedoch nicht schriftlich festgehalten wurde bzw mitgeteilt wurde.

1)Ist es rechtens die Heizkosten auf die Größe der Wohnung zu berechnen und nicht nach verbrauch? Zumal ich um Kosten zu sparen auch mit einem Holzofen heizte.
2)Am 04.04.2004 wurden die Wasserstände abgelesen, da der neue Mieter dann nach absprache einzog. Demzufolge stimmt der Zeitraum der Berechnung nicht.Habe ich ein Recht auf Neuberechnung?
3)Nach schriftlichem Wiederspruch bekam ich zur antwort:
Das mein jetziger Mann oft bei mir war,deswegen Müllberechnung für 2 Personen.
Ebenfalls das der Zeitraum wirklich bis zum 04.04.2004 geht,aber mein ehemaliger Vermieter verweigert eine Neuberechnung der betriebs/und Nebenkosten.Mit dem verweis das dies dann nämlich 500 euro kostet.
Auf meine frage zur Heizkostenberechnug bekam ich zur antwort das mein Nachmieter geäußert hat,ich hätte eh nur einmal mit Holz geheizt,weil ich Ihr ja das restliche Holz schenkte.Die Schenkung stimmt,jedoch die bemerkung das ich nur einmal heizte nicht. Woher will diese das wissen?
Auch stimmt die vorrauszahlung nicht. Diese wurde auf 100 euro pro monat berechnet und ich habe jedoch 150 euro pro monat bezahlt.
Somit beläuft sich meine Abrechnung insgesamt für vier Monate auf 870,94 euro mit einer nachzahlung von 354,94 nach abzug der Vorauszahlung von 500 euro(wie diese Zahl zustande kommt ist mir auch nicht klar).
4)Wer bezahlt den Anwalt,wenn ich einen bräuchte und sich rausstellt das NK nicht stimmt?
5)Wie soll ich mich weiter verhalten?
6)Ist die Abrechnung noch wirksam? Da die Abrechnung nicht im Jahr des Auszugs erfolgte, sondern erst dieses jahr.
7)Mit wieviel Kosten muß ich ca. rechnen,wenn ich deswegen evtl einen Anwalt brauche?

Ich bedanke mich recht herzlich
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Nun zu Ihren Fragen im Einzelnen:

1)
Die Umlage der Heiz- und Warmwasserkosten ist vergleichsweise einfach, weil per Heizkostenverordnung festgelegt. Die besagt, dass von den Gesamtkosten jeweils mindestens 50 und höchstens 70 Prozent nach dem erfassten Verbrauch abgerechnet werden müssen. Die restlichen 30 bis maximal 50 Prozent werden nach nach Quadratmetern Wohnfläche auf die Mieter verteilt. Ist der Verteilerschlüssel nicht bereits mietvertraglich geregelt, gilt für alle übrigen Betriebskosten, der Vermieter kann so nach „billigem Ermessen“ verteilen, was bedeutet, dass es einigermaßen gerecht zugehen muss.
Eine reine Berechnung nach Wohnungsgröße ist daher unzulässig.

2)
Der berechnungszeitraum darf sich selbstverständlich nur auf die Mietzeit beziehen. Insofern ist Ihre Betreibskostenabrechnung ebenfalls falsch.

3)
Sie sollten der BKA schriftlich widersprechen und die zugrunde liegenden Belege vom vermieter anfordern. Dieser ist dazu verpflichtet.
Die monatlichen Abschläge, sind natürlich in der tatsächlich geleisteten höhe zu berücksichtigen.

4)
Soweit Sie die veranschlagten Betriebskosten nicht akzeptieren, müsste Sie der Vermieter ggf. verklagen. Die Kosten für Ihren Anwalt müsste der Vermieter insoweit übernehmen, als dass seine Klage abgewiesen wird.

5)
Legen Sie schriftlich beim Vermieter Widerspruch ein und geben Sie als Begründung an, dass die BKA 2004 offensichtlich falsch ist.

6)
Die Abrechnung kann bis zu 12 Monate nach dem Abrechnungszeitraum erfolgen. In Ihrem Fall ist diese daher noch innerhalb der Frist erfolgt.

7)
Die Kosten des Verfahrens berechnen sich nach dem Streitwert des Verfahrens. Dieser würde in Ihrem Fall etwa 900 Euro betragen. Die Kosten für einen Anwalt und die Gerichtskosten würden sich somit auf ca. 250,- Euro belaufen.

Ich hoffe Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 25.05.2005 | 16:47

Kann die müllberechnung auf zwei personen erfolgen,obwohl nur eine gemeldet ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.05.2005 | 16:54

Die Berechnung der Abfallgebühren richtet sich nach der Anzahl der tasächlichen Bewohner.

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