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Betriebskostenabrechnung: Vermieterin droht mit Anwalt!

16.06.2008 12:00 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

erneute Nachfrage zu meiner Betriebskostenabrechnung, da Vermieterin mit Anwalt droht:

Habe ich das Recht 15% der Wasserkosten nach BetrKV abzuziehen wenn in dem bewohnten 3-Parteien Haus keine Wasserzähler (weder Kalt noch Warmwasserzähler) eingebaut sind? Wenn ja, nur für die Warmwasserkosten (Grundkosten durch QM und Verbrauch durch Personenmonate berechnet) oder auch für die Kalt- und Abwasser Kosten (diese wurden durch Personenmonate berechtet)?

Ich habe doch ein Recht auf eine korrekte Betriebskostenabrechnung. Meine Vermieterin, die als Erstellerin zu erkennen ist, hat die Abrechnung allerdings nicht geschrieben sondern ein Bekannter Apotheker von ihr. An diesen verweist sie mich stänig. Dieser allerdings kennt noch nicht mal die Mietverträge und Vereinbarungen bzgl. der Betriebskosten. Nun kennt sich dieser - nach meiner Auffassung - überhaupt nicht aus. Die Müllkosten hat er z.B. falsch abgerechnet - nach dem ich meinte, ich möchte eine neue korrekte Abrechnung verweist dieser mich wieder an die Vermieterin, die nun mit dem Anwalt droht, wenn ich die Kosten nicht umgehend begleiche.

Ich habe der Vermieterin einen Pauschalbetrag von 250 Euro angeboten, da nach ersten Informationen des Mietvereins einiges zu prüfen wäre, das allerdings ein Sachverständiger übernehmen müsse, da Anwälte zu lange mit dem beschäftigt wären (insbesondere überhöhte Wartungsgebühren und Rechnungen von 2006). Diese nimmt die Vermieterin nicht an - ich solle ihr erklären was falsch wäre, damit sie es belegen könne - oder sie schalte ihren Anwalt ein!
Den Pauschalbetrag habe ich u.V. an sie überwiesen.

Wie gehe ich weiter vor? Habe ich Recht auf Abzug von den Wasserkosten, Muss sie mir aufgrund der falschen Müllkosten eine neue Abrechnung schreiben, wie hoch sind die Erfolgschancen bezgl. der altRechnungen und wechselnden QM Anzhalen des Gesamtwohnkomplexes vor Gericht?

MfG

eine Frau, die auf ihr Recht besteht

16.06.2008 | 13:31

Antwort

von


(452)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte.

Warmwasser muss bei Wohngebäuden mit mehr als einer Wohnung grds. verbrauchsabhängig abgerechnet werden.
Insofern scheint die erfolgte Abrechnung falsch zu sein.

Kalt- und Abwasser kosten können in älteren Wohnungen (nicht bei Neubau!), die keine Wasseruhren haben, nach Verteilerschlüssel "Kopfzahl" oder "Wohnfläche" abgerechnet werden. Hier ist der Mietvertrag im Wortlaut entscheidend.

Hinsichtlich der Müllkosten können Sie die Neuberechnung verlangen, sofern die Abrechnung fehlerhaft erfolgte.

Grds. haben Sie für die Prüfung der Betriebskostenabrechnung ab Erhalt 1 Monat Zeit.
Bei Fehlern haben Sie ab Erhalt der Rechnung 1 Jahr zeit, um Einwände vorzubringen.
Ob Sie daher noch gegen konkrete alte Abrechnungen vorgehen können, vermag ich mangels Informationen hierzu nicht zu beurteilen.

Hinsichtlich der Zahlung gilt, dass Sie grds. jedenfalls hierzu unter Vorbehalt verpflichtet sind.
Nur wenn die Abrechnung nachweislich falsch ist, kann die Zahlung verweigert werden. Hier ist dann z. B. die Warmwasserabrechnung maßgeblich, da sie verbrauchsabhängig geschehen müsste.

Diese Frage kann hier jedoch mangels Einblick in die Unterlagen und in diesem Portal nicht abschließend beurteilt werden.
Soweit Sie der Ansicht sind, dass weitere Fehler vorliegen, sollte dies durch einen Sachverständigen geklärt werden. Hier sollten auch die wechselnden Quadratmeter-Angaben näher beleuchtet werden.

Handelt es sich nachweislich um fehlerhafte Abrechnungen und werden diese Fehler von der Vermieterin nicht angenommen, so sollten Sie vor Gericht gute Aussicht auf Erfolg haben.

Ansprechpartner ist jedenfalls die Vermieterin als Ihre Vertragspartei, nicht der Apotheker.

Ich hoffe, Ihre Fragen zunächst beantwortet zu haben.
Gerne bin ich Ihnen im Rahmen der Mandatserteilung bei der Durchsetzung der Ansprüche behilflich.

Bitte beachten Sie, dass die Beantwortung der Frage auf Ihren Angaben beruht. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Dieses Forum ist nicht geeignet, eine umfassende Beratung durch einen Rechtsanwalt zu ersetzen, sondern soll nur eine erste juristische Tendenz aufzeigen.

Bei Rückfragen nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion auf dieser Seite.

Sollten Sie eine Interessenvertretung aus dem Bereich von frag-einen-Anwalt.de heraus wünschen, so kontaktieren Sie mich bitte unter der angegebenen e-mail-Adresse.


Mit freundlichem Gruß,

Rechtsanwältin Wibke Schöpper.

E-Mail: kanzlei-schoepper@alice-dsl.net


Rechtsanwältin Wibke Türk

Rückfrage vom Fragesteller 16.06.2008 | 16:23

Sehr geehrte Frau Schöpper,

erstmal vielen Dank für die schnelle, kompakte Auskunft!

Zu meinem Verständis nochmals nachgefragt: Ich darf also von der Warmwasserabrechnung die 15 % abziehen - oder auch vom Kaltwasser?

"Ob Sie daher noch gegen konkrete alte Abrechnungen vorgehen können, vermag ich mangels Informationen hierzu nicht zu beurteilen." Die alte Rechnung ist von der Vermieterin erst in die Abkostenrechnung für 2007 aufgenommen worden...

und eine Kleinigkeit am Rande: Wie muss verfahren werden, wenn die Vermieterin die Kosten für den Kaminkehrer auf alle Parteien umlegt, obwohl der Schornstein für einen Kachelofen in einer eizigen Wohnung genutzt wird?

Danke für Ihre Mühe!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.06.2008 | 10:24

Sehr geehrte Ratsuchende!
Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt.
Die Warmwasserabrechnung erfolgte nicht korrekt, die des Kaltwassers schon.
Insofern dürften Sie höchstens von der Warmwasserabrechnung etwas abziehen.

Sofern die alten Rechnungen inkorrekt sind können Sie nach o. a. Fristen vorgehen.

Was den Kaminkehrer angeht, so handelt es sich hierbei um eine neue Frage, die eigentlich von Ihrer Nachfragemöglichkeit nicht mehr umfasst ist.
Die Kosten für einen Kaminkehrer gehören grds. zu den umlagefähigen Betriebskosten.
Weitere Beurteilungen sind aufgrund fehlender Kenntnis von den baulichen Gegebenheiten( haben alle Wohnungen Kachelöfen/ Schornsteine, etc.)so nicht möglich.
Hat nur eine Wohnung überhaupt die Möglichkeit der Nutzung, so sollte hier eine andere Kostenverteilung angeregt werden.

Ich hoffe, Ihre Fragen beantwortet zu haben.

Mit freundl. Gruß,
Rechtsanwältin Wibke Schöpper.

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