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Betriebskostenabrechnung / Gartenpflegekosten 6 facher Erhöhung.

13.06.2018 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Betriebskostenabrechnung vom letzten Jahr ist mir aufgefallen, dass die Kosten für die Gartenpflege von ca. 50 Euro (2016), auf ca. 355 Euro(2017) gestiegen sind.

Ich habe dem Vermieter geschrieben, dass diese enorme Erhöhung weder nachvollziehbar, noch akzeptabel ist. vor allem konnte ich in dem letzten Jahr keine besonderen Leistungen verzeichnen, die eventuell solch eine Erhöhung hätten rechtfertigen können. Also der Arbeitsumfang hat sich nicht geändert.

Der Vermieter hat diese erhebliche Kostenerhöhung folgendermaßen erklärt: die Eigentümer haben bis 2016 den Garten selbst bearbeitet und dadurch erhebliche Kosten eingespart. Ab 2017 haben diese eine Gartenbaufirma mit den Arbeiten beauftragt, die erheblich zur Kostensteigerung beigetragen haben. Er hat geschrieben, dass ich verpflichtet wäre die Kosten zu zahlen.

Im Endeffekt hatte ich bereits im Laufe des Jahres durch die Nebenkostenvorauszahlungen bezahlt. ich bin aber der Meinung, dass ich die Differenz von ca. 300 Euro zu viel bezahlt habe.

Hat der Vermieter in diesem Zusammenhang Recht?
Falls nicht, wie sollte ich weiter Verfahren, damit er mir diese o.g. Differenz zurückerstattet?

Vielen Dank.


13.06.2018 | 16:53

Antwort

von


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58256 Ennepetal
Tel: 0 23 33 / 83 33 88
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Sehr geehrte Fragesteller,

in der Regel können die Kosten der Gartenpflege im Rahmen der Betriebskostenabrechnung umgelegt werden, sofern dies im Mietvertrag vereinbart ist. Prüfen Sie Ihren Mietvertrag, ob dieser eine solchem Umlagevereinbarung enthält.

Bei der Vergabe von Gartenpflegearbeiten an Fremdfirmen hat der Vermieter, der diese Arbeiten bislang selbst oder durch eigene Arbeitskräfte erledigen ließ, in der Abrechnung darzulegen, warum diese Kosten nunmehr wesentlich höher ausfallen und für sein Vorgehen nachvollziehbare Gründe zu benennen. Entsprechend entschieden hat z.B. das AG Kiel, 18.04.2001, 113 C 490/00 , MM 01, 418.

Eine Verletzung der Darlegungspflicht bzw. das Fehlen von nachvollziehbaren Gründen können einen Verstoß gegen das sog. Gebot der Wirtschaftlichkeit darstellen. Die Abrechnung kann dann -vorbehaltlich näherer Prüfung- zumindest um die Position Gartenpflege gekürzt werden.

Fordern Sie den Vermieter nun zunächst auf, die Gründe für die Fremdvergabe der Arbeiten zu erläutern.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


ANTWORT VON

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