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Betriebskostenabrechnung 2016-17

| 05.07.2018 18:09 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe diese Woche von meinem Vermieter die Betriebskostenabrechnung 2017 bekommen.
Dabei ist mir gleich der viel zu hohe Nachzahlungsbetrag aufgefallen.
Deshalb habe ich die Abrechnung mit der vom Vorjahr verglichen und habe dabei bemerkt
das die Gesamtkostenaufstellung und Aufteilung bei der neuen Abrechnung fehlt.
Kann aufdessen nicht die errechneten werte nachvollziehen.
Ich zahle monatlich 160€ Nebenkosten Abschlag, dass mich auf einen Jahreswert von 1920€
kommen lässt, wie anhand der ersten Abrechnung von 2016 auch ersichtlich ist
Auf der aktuellen Abrechnung sind nur 960€ angegeben, was wahrscheinlich ein Schreibfehler
sein kann
Nur die errechnung der Heizwerte von der Firma Promess können ganz und gar nicht stimmen
Einen Anstieg von dem dreifachen des Vorjahres kann ja wohl fast unmöglich sein

Darum möchte ich Sie bitten mir mitzuteilen
was ich am besten dagegen unternehmen sollte.

Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wie Sie schon erkannt haben, muss eine Nebenkostenabrechnung eine Aufstellung der Gesamtkosten, den jeweiligen Umlageschlüssel, den für Sie anfallenden Kostenanteil sowie die Gesamtsumme der gezahlten Vorauszahlungen / Abschläge ausweisen.

Fehlen diese Angaben, muss die Abrechnung korrigiert werden.

Darüber hinaus sollten erhebliche Kostenanstiege grundsätzlich erläutert und nachgewiesen werden. Dies gilt vor allem dann, wenn diese Kostensteigerungen nicht aus der Abrechnung heraus selbsterklärend sind.

Eine Verdreifachung der Heizkosten ist, wenn sich das Heizverhalten nicht wesentlich verändert hat, relativ unwahrscheinlich. Hier sollte dringend eine Überprüfung und Aufklärung, woher diese Kostenexplosion kommt, erfolgen.

Sie können nun Folgendes tun:

Nach dem Gesetz können Sie innerhalb eines Jahres nach Zugang der Abrechnung Einwendungen dagegen erheben. Es empfiehlt sich jedoch, die Einwendungen zeitnah nach Erhalt der Abrechnung zu erheben, um die Angelegenheit schnell klären zu können.

Dazu muss der Vermieter angeschrieben werden und es muss dargelegt werden, weshalb Sie die Einwendungen erheben. Sie müssen also die Fehler wie die fehlenden Angaben der Gesamtkosten, die falsche Berechnung der Vorauszahlungen sowie die fehlende Plausibilität der Heizkostenabrechnung, die fehlende Nachprüfbarkeit der Abrechnung usw. angeben.

Des Weiteren sollten Sie eine Belegeinsicht fordern, also die Rechnungen, die der Abrechnung zugrunde gelegt wurden, einsehen. Die Belegeinsicht erfolgt grundsätzlich beim Vermieter. Wohnt der Vermieter weit entfernt, kann man die Übersendung von Kopien fordern, wobei die Kopierkosten von Ihnen zu ersetzen wären. Die Belegeinsicht kann Ihnen nicht verweigert werden.

Sie sollten den Vermieter zur Korrektur der Nebenkostenabrechnung auffordern und darauf hinweisen, dass die derzeitige Nachforderung entweder nur unter Vorbehalt geleistet wird oder eine Zahlung der Nachforderung erst erfolgen wird, wenn die Abrechnung geprüft und korrigiert wurde.

Setzen Sie dem Vermieter eine Antwortfrist von ca. 2 bis 3 Wochen.

Das Schreiben sollten Sie, um den Zugang nachweisen zu können, per Einschreiben an den Vermieter versenden.

Wenn Sie die Belege eingesehen haben, sollten Sie die Abrechnung auch rechnerisch überprüfen und eventuelle Fehler dem Vermieter schriftlich mitteilen.

Sollte sich auch nach der Belegeinsicht nicht erklären lassen, weshalb die Heizkosten derart angestiegen sind, wäre ggf. zu klären, ob die Zähler richtig funktionieren oder es andere Gründe gibt – z. B. eine defekte Heizungsanlage – die zu der massiven Kostensteigerung geführt haben.

Ich hoffe, Ihre Frage damit verständlich beantwortet zu haben. Bei Verständnisfragen nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion auf diesem Portal.
Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin



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Bewertung des Fragestellers 07.07.2018 | 23:03

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