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Betriebliche Altersvorsorge Bezugsberechtigter verstorben

27.04.2015 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung:

Bezugsrechte von Lebensversicherungen, Sparbüchern oder Altersvorsorgeverträgen können durch das Vorversterben des Bezugsberechtigten widerrufen werden. Andernfalls fallen sie nicht in den Nachlass des Policeninhabers und schließen auch Pflichtteile aus, obwohl sie erbschafststeuerpflichtig sind.

Guten Tag,
mein Vater ist vor kurzem verstorben.
Er hatte eine betriebliche Altersvorsorge. In dieser ist seine verstorbene Ehefrau als bezugsberechtigt eingetragen. Wer bekommt nun dieses Geld?
Die verstorbene Ehefrau war nicht mein Mutter, sondern die zweite Ehefrau. Diese Frau hat ebenfalls eine leibliche Tochter, die sie beerbt.
Ich bin das einzige leibliche Kind meines Vaters und als Alleinerbin eingesetzt.
Geht das Geld nun an die Erben meines Vaters oder die Erben der eingetragenen Bezugsberechtigten?

Mit freundlichen Grüße


Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf der Basis des gegebenen Sachverhaltes wie folgt:

Leider hängt das Ergebnis hier von zwei Fragen ab, die sich dem Sachverhalt auch nicht durch Auslegung entnehmen lassen. Die erste ist: Wurde das Bezugsrecht widerruflich oder unwiderruflich erteilt? Die zweite ist: Ist die Bezugsberechtigte, die zweite Ehefrau, vor oder nach Ihrem Vater verstorben?

Das Bezugsrecht an betrieblichen Altersvorsorgeverträge ist rechtlich wie das an Sparbücher oder Lebensversicherungen zu behandeln. Es sind Verträge zugunsten Dritter (§-§ 328f f BGB), die häufig dazu führen können, dass Nachlässe überraschend leer sind, wenn Bezugsberechtigte und Erben unterschiedliche Personen sind.

Nur wenn das Bezugsrecht widerruflich erteilt wurde –(schauen sie in die Unterlagen) - und die zweite Ehefrau vor dem Erstberchtigten, ihrem Vater, gestorben ist, kommt tatsächlich in Betracht, dass die Bezugsberechtigung durch das Vorversterben der Bezugsberechtigten widerrufen wurde und die Versicherung in den Nachlass nach ihrem Vater gefallen ist, so dass zu Ihren Gunsten die gesetzliche Erbfolge nach diesem einträte.

In allen anderen Konstellationen –(Bezugsberechtigte (=zweite Ehefrau) ist nach dem Vater verstorben)) oder Bezugsberechtigung wurde unwiderruflich erteilt, ist die Altersversorgung nicht in den Nachlass nach ihrem Vater gefallen, sondern in den Nachlass der Bezugsberechtigten, so dass zugunsten von deren Erben die Erbfolge eintritt.

Sie haben hier auch eine kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Ra. Jahn

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