Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betriebl.Verpflichtung zu Teilzeitstelle nach Elternzeit?


05.07.2006 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Eine Arbeitnehmerin in unserem Betrieb (16 Mitarbeiter) beantragte zu Beginn des Mutterschutzes Elternzeit fuer zunaechst zwei Jahre sowie Teilzeitarbeit nach Ablauf des ersten Jahres. Kurz vor Beginn der Teilzeittaetigkeit bat sie um Vereinbarungsaenderung aus persoenlichen Gruenden und um Verschiebung der Aufnahme der Teilzeittaetigkeit um ein halbes Jahr. Das gleiche wiederholte sich wenige Wochen vor dem neuen Arbeitsbeginn.

Wir haben auch diesem zweiten Wunsch zur Aenderung der Vereinbarungen zugestimmt, im Gegenzug hat sie das dritte Jahr Elternzeit beantragt und zugesichert, keine weitere Teilzeitbegehren waehrend der Elternzeit zu stellen.

Gleichzeitig hat sie schon jetzt angekuendigt, sie moechte nach Ablauf der Elternzeit in Teilzeit wieder arbeiten.

Durch dieses mehrfache Hin und Her mit ihrer Teilzeittaetigkeit waehrend der Elternzeit mussten wir mehrfach personell umdisponieren und u.a. einen befristeten Arbeitsvertrag zu ihrer Vertretung erstmal verlaengern und dann in einen unbefristeten wandeln. Durch personelle Fluktuation, Neueinstellungen und eine weitere Mutter in Elternzeit, die mittlerweile wieder in Teilzeit waehrend der Elternzeit arbeitet, haben wir zum jetzigen Zeitpunkt alle Stellen, die es auch zu Beginn der Elternzeit der fraglichen Mitarbeiterin gab, voll besetzt. Wenn sie in Vollzeit wiederkehren wuerde, muessten wir eine betriebsbedingte Kuendigung fuer eine andere Mitarbeiterin aussprechen. Um das Teilzeitbegehren der Mutter zu erfuellen, muessten wir eine neue Teilzeitstelle schaffen, was uns wirtschaftlich nicht moeglich ist und wofuer es auch keine betriebliche Notwendigkeit gibt.

Gilt diese Tatsache alleine als betrieblich dringender Grund, um ihr Teilzeitbegehren abzulehnen?
Was fuer Rechte haben wir sonst, dieses Teilzeitbegehren abzulehnen?

Herzlichen Dank fuer Ihre Hilfe.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


nach Ihrer Darstellung liegt ein betrieblicher Grund vor, der hier Sie berechtigen wird, dem Teilzeitwunsch entgegenzutreten.

So, wie Sie es hier schildern, würde die gewünschte Befristung unverhältnismäßige Kosten verursachen, die Ihnen als AG nicht zuzumuten sind. Denn bei dieser Abwägung wird auch das wechselhafte Verhalten der AN und Ihre bisherige Reaktion herangezogen werden, so dass die Ablehnung hier begründet ist.

Will die AN dieses nicht akzeptieren, muss SIE nun vor das Arbeitsgericht gehen und kann nicht etwa einseitig die ARbeitszeit verringern. Dieses könnte dann sogar zur fristlosen Kündigung führen.

Daher sollten Sie hier die Ablehnung aussprechen.

Diese Ablehung hat SCHRIFTLICH zu erfolgen, so dass Sie dazu bitte ein Einschreiben/Rückschein benutzen. Auch müssn Sie darauf achten, dass ein Mitteilung spätestens einen Monat vor dem beabsichtigten Beginn der AN zugeht.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER