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Betrieb eines Escort Services legal?


| 02.06.2006 18:19 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Ist der Betrieb eines Online-Escort Services in Deutschland legal?

Der Escort-Service würde offiziell nur Herren an Damen vermitteln und dafür ca. 200 EUR Provision verlangen. An die Dame selbst wären dann nochmals ca. 400 EUR in bar zu entrichten.

Welche "Dienstleistungen" die Dame dafür dem Herrn anbietet ist nicht genau geregelt, aber man kann es sich ja denken.
02.06.2006 | 19:00

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich ist es nicht illegal, einen solchen Service anzubieten, so lange einige Voraussetzungen vorliegen.

Maßgeblich für die Einschlägigkeit diverser strafrechtlicher Normen ist regelmäßig, dass keine Zwangslagen der Damen ausgenutzt werden und sie durch die Einbehaltung von Teilen des Erlöses in Abhängigkeit gehalten werden.

Dass die Damen volljährig sein müssen dürfte sich von selbst verstehen.

Strafrechtlich relevant wird es, wenn das sexuelle Selbstbestimmungsrecht durch Überwachungs- und Zwangsmaßnahmen untergraben wird (§ 181a StGB - Zuhälterei) oder Personen auss dem Ausland nach Deutschland verbringt, um sie hier unter Ausnutzung einer Zwangslage zur Prostitution zu zwingen (§ 232 StGB - Menschenhandel).

Die entsprechenden Normen habe ich Ihnen im Anhang beigefügt.

Ich hoffe Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Marc N. Wandt
Rechtsanwalt


StGB § 181a Zuhälterei
(1) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer
1. eine andere Person, die der Prostitution nachgeht, ausbeutet oder
2. seines Vermögensvorteils wegen eine andere Person bei der Ausübung der Prostitution überwacht, Ort, Zeit, Ausmaß oder andere Umstände der Prostitutionsausübung bestimmt oder Maßnahmen trifft, die sie davon abhalten sollen, die Prostitution aufzugeben,
und im Hinblick darauf Beziehungen zu ihr unterhält, die über den Einzelfall hinausgehen.
(2) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer die persönliche oder wirtschaftliche Unabhängigkeit einer anderen Person dadurch beeinträchtigt, dass er gewerbsmäßig die Prostitutionsausübung der anderen Person durch Vermittlung sexuellen Verkehrs fördert und im Hinblick darauf Beziehungen zu ihr unterhält, die über den Einzelfall hinausgehen.
(3) Nach den Absätzen 1 und 2 wird auch bestraft, wer die in Absatz 1 Nr. 1 und 2 genannten Handlungen oder die in Absatz 2 bezeichnete Förderung gegenüber seinem Ehegatten vornimmt.


StGB § 232 Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung

(1) Wer eine andere Person unter Ausnutzung einer Zwangslage oder der Hilflosigkeit, die mit ihrem Aufenthalt in einem fremden Land verbunden ist, zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution oder dazu bringt, sexuelle Handlungen, durch die sie ausgebeutet wird, an oder vor dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen oder von dem Täter oder einem Dritten an sich vornehmen zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. Ebenso wird bestraft, wer eine Person unter einundzwanzig Jahren zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution oder zu den sonst in Satz 1 bezeichneten sexuellen Handlungen bringt.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn
1. das Opfer der Tat ein Kind (§ 176 Abs. 1) ist,
2. der Täter das Opfer bei der Tat körperlich schwer misshandelt oder durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt oder
3. der Täter die Tat gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat, begeht.
(4) Nach Absatz 3 wird auch bestraft, wer
1. eine andere Person mit Gewalt, durch Drohung mit einem empfindlichen Übel
oder durch List zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution oder zu den
sonst in Absatz 1 Satz 1 bezeichneten sexuellen Handlungen bringt oder
2. sich einer anderen Person mit Gewalt, durch Drohung mit einem
empfindlichen Übel oder durch List bemächtigt, um sie zur Aufnahme oder Fortsetzung der Prostitution oder zu den sonst in Absatz 1 Satz 1 bezeichneten sexuellen Handlungen zu bringen.
(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen der Absätze 3 und 4 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.


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