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Betreuungsunterhalts Anspruch

11.08.2019 08:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrte Damen und Herren,

Durch meine aktuelle Situation stellen sich mir ein paar Fragen zum Betreuungsunterhalt.

Ich habe in wenigen Wochen Entbindungstermin und mein Partner sich vor ein paar Wochen von mir getrennt. Wir haben bereits eine gemeinsames Kind für dieses er Kindesunterhalt zahlen muss.

Zu meinem Ex: Er hat ein durchschnittliches Nettogehalt von 2985 €. Von diesem Zahlt er einen Kredit fürs Auto, von Monatlich 200€ und müsste dann laut Düsseldorfer Tabelle 612€ Kindesunterhalt für beide Kinder zahlen. Hinzu kommen noch die 100€ Arbeitsaufwand. Sonst hat er keine Relevanten Versicherungen die in ein Bereinigtes Gehalt einfließen könnten. Dies würde dann laut meiner Rechnung 2073€ betragen.

Zu mir: Ich habe halbtags gearbeitet und erhielt ein durchschnittliches Gehalt von 900€. Ich rechne mit 620€ Elterngeld.
Da ich bei meinen Eltern im Haus Wohne, bezahle ich keine Miete, nur Nebenkosten.
Ist dies für den Betreuungsunterhalt von Bedeutung?

Wie hoch wird der Betreuungsunterhalt sein, den ich zu erwarten habe?

Wenn dieser nicht freiwillig gezahlt wird. Wer zahlt die Anwaltskosten? Da ich keine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen habe.

Vielen Dank, für ihre Antwort.

Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Bei einem bereinigten Nettoeinkommen von 2685 € zahlt der Vater bei drei Unterhaltsberechtigten je 270 € pro Kind, wenn Sie das Kindergeld erhalten. Dann bleiben für den Betreuungsunterhalt noch 2.145 €.

Bei Ihnen werden die ersten 300 € nicht angerechnet. Ihr Bedarf ist das frühere Einkommen. Damit schuldet er Ihnen die Differenz zwischen 900 € und 320 €, also 580 €.

Das Wohnen bei den Eltern ist eine freiwillige Leistung Dritter, die den Unterhaltsanspruch nicht reduziert.

Grundsätzlich zahlt derjenige die Verfahrenskosten, der das Verfahren verliert. Sie können aber zunächst Verfahrenskosten beantragen, damit Sie nicht in Vorleistung gehen müssen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 11.08.2019 | 13:23

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Wäre der Kindesunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle und Abzug der Hälfte des Kindergeldes nicht 288€ anstatt 270€?

Leider ist mir der Rechenweg zum Betreuungsunterhalt nicht ganz schlüssig.
Könnten Sie mir diesen Bitte noch mal aufzeigen. Woher kommen die 320€ zum ausrechnen der Differenz?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.08.2019 | 13:36

Sehr geehrte Fragestellerin,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Beim Kindesunterhalt habe ich - wie die Rechtsprechung auch - eine Herabgruppierung vorgenommen, weil die Werte in der Düsseldorfer Tabelle (ergibt sich aus den Anmerkungen unter der eigentlichen Tabelle) von zwei Unterhaltspflichten ausgehen. Bei Ihrem früheren Partner sind es mit (bald) zwei Kindern und Ihnen aber drei. Entsprechend wird der Unterhalt der nächst geringeren Stufe entnommen.

Beim Betreuungsunterhalt ist der Bedarf, wenn Sie nicht verheiratet waren, Ihr früheres Einkommen. Anzurechnen, also abzuziehen, ist das Elterngeld, soweit es höher ist als 300 €. Das heißt: 900 € Bedarf abzüglich der verbleibenden 320 € Elterngeld (620 € Elterngeld minus der nicht anrechnungsfähigen 300 €) ergibt einen ungedeckten Bedarf von 580 €. Dieser Betrag ist der Unterhaltsanspruch.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen meine Berechnung verständlich erklären und wünsche Ihnen alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

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