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Betreuungsunterhalt ohne Ehe

04.07.2014 02:58 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

Ich bin junger werdender Vater Ende des Jahres und lebe mit der Mutter in getrennten Verhältnissen.

Wir waren nicht verheiratet und hatten 6 Monate eine gemeinsame Wohnung. Die Kosten der Warmmiete belaufen sich auf ca 300. Sie führt die Wohnung jetzt alleine und wird das Kind alleine erziehen.

Sie ist in der Ausbildung, wird diese wahrscheinlich aber abbrechen und als Begründung das Kind nehmen.

Meine Frage ist wie hoch ist der Betreuungsunterhalt den Ich zahlen muss.

Mein durchschnittliches Netto Einkommen ist ca. 2050,- € mtl. (ohne Urlaubsgeld ca. 600,- und ohne 13. Monatsgehalt). Auch während den Zeitraum des Zusammenwohnens. Dabei habe Ich einen laufenden Privatkredit über 25.000 € (es ist als Privatkredit deklariert aber es ist für größtenteils für einen PKW, steht mit in den Unterlagen) mit mtl. Rate von 350,- € (Arbeite in Schicht, wohne 7 km von der Arbeit entfernt und es gibt kein Bus oder Bahn… und bräuchte auch einen PKW um das Kind zu besuchen, da wir 180 km auseinander wohnen) und einen weiteren Privatkredit in Höhe von 4000,- € mit mtl. Rate von 106,75€, Einen Handyvertrag mit mtl. Kosten von 60,- €.

Macht rund 1535,-€


Ihre Einkünfte während des Zusammenwohnens sind:

430 Ausbildungsvergütung
170 Berufsausbildungsbeihilfe
180 Ihr eigenes Kindergeld
Zusammengefasst sind das rund 780,- € pro Monat

Jetzt kann sie natürlich noch Wohngeld beantragen, wie hoch dieses wäre kann Ich nicht sagen.

Es gibt 2 mögliche Szenarien…Sie behält die Ausbildung bei und macht 1-2 Jahre elternzeit und beendet die Ausbildung danach normal, wie hoch wäre der zu zahlende Betreuungsunterhalt und Kindsunterhalt ?

Liege Ich Richtig mit dieser Annahme..

2050€ - 257€ (Kindsunterhalt) – 350€ Privatkredit I – 106,75€ Privatkredit II – 60€ Mobiltelefon – 1050€ selbsterhalt = 226,25 €
226,25 wäre der Betreuungsunterhalt ?

Szenario 2.. Sie schmeißt die Ausbildung, wie hoch wäre nun der Betreuungs- und Kindsunterhalt?

Auch 226,25€ Betreeungsunterhalt
257€ Kindsunterhalt ?
04.07.2014 | 07:26

Antwort

von


(257)
Ludwig-Thoma-Strasse 47
85232 Unterbachern
Tel: 08131/3339361
Web: http://www.rechtsanwaeltin-altmann.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Grundsätzlich wird das unterhaltsrelevante Einkommen bei unterhaltspflichtigen Arbeitnehmern nach dem durchschnittlichen Einkommen der letzten zwölf Monate berechnet, also zählt beispielsweise auch eine Schichtzulage, das Urlaubsgeld und das 13. Monatsgehalt dazu. Somit ergibt sich nach Ihren Angaben ein monatliches unterhaltsrelevantes Einkommen in Höhe von EUR 2.100,00 (((EUR 2.050,00 x 13) + 600) :12).

Kosten für das Fahrzeug, das für den Weg zur Arbeit benötigt wird, sind abzugsfähig. Daher halte ich den ersten Kredit nach Ihren Schilderungen für abzugsfähig.

Schulden sind nur abzugsfähig, wenn diese im Zusammenhang mit der ehelichen Lebensgemeinschaft gemacht werden. Den zweiten Kredit halte ich ohne weitere Angaben für nicht abzugsfähig, ebenso wenig wie Handykosten.

Somit ergibt sich ein unterhaltsrelevantes Einkommen in Höhe von EUR 1.750,00 (EUR 2.100,00 - 350,00).

Hiervon sind 5 % berufsbedingte Aufwendungen in Abzug zu bringen, sofern nicht höhere Kosten konkret nachgewiesen werden können. Damit ergibt sich ein Betrag in Höhe von EUR 1.662,50 (EUR 1.750,00 x 0,95).

Nach der Düsseldorfer Tabelle ergibt sich ein Kindesunterhalt in Höhe von EUR 333,00, wovon der hälftige Betrag des Kindergeldes in Abzug gebracht werden muss, davon ausgehend, dass das Kindergeld die Kindesmutter erhält. Danach berechnet sich ein Zahlbetrag in Höhe von EUR 241,00 (EUR 333,00 - EUR 92,00).

Als Betreuungsunterhalt erhält die Mutter 3/7 der Differenz Ihrer beiden Nettogehälter (bei Ihnen abzüglich des Kindesunterhalts). Behält die Mutter ihre Ausbildung bei, hat sie ein monatliches Nettoeinkommen in Höhe von EUR 600,00 (EUR 430,00 + EUR 170,00), abzüglich 5 % berufsbedingte Aufwendungen, also EUR 570,00. Das Kindergeld wird beim Betreuungsunterhalt nicht als Einkommen angerechnet.

Somit ergäbe sich eine Differenz in Höhe von EUR 851,50 (EUR 1.421,50 (EUR 1.662,50 - EUR 241,00) - EUR 570,00). Hiervon 3/7 ergäbe eine Betrag in Höhe von EUR 364,93.

Der Selbstbehalt beträgt bei erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen EUR 1.100,00. Dieser wäre in Ihrem Fall nicht unterschritten.

Für die zweite Alternative, also wenn die Kindesmutter Wohngeld erhält, kann ich keine Berechnung anstellen, ohne zu wissen, wie hoch dieses ist, denn Wohngeld würde in diesem Falle als Einkommen angerechnet werden. Gerne können Sie die Angaben im Rahmen der Nachfragefunktion nachreichen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 03.08.2014 | 19:16

Wann genau, hat meine ehemalige Partnerin Anspruch auf den Betreuungsunterhalt?
Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit sie Anspruch auf Betreuungsunterhalt hat, wie macht sie den Betreuungsunterhalt geltend ?
Muss sie diesen von mir einfordern, auch wenn sie das nicht will ?
Wann MUSS ich den Unterhalt also wirklich zahlen?

Kann Ich den Betreuungsunterhalt irgendwie anfechten?

MfG

Nachfrage vom Fragesteller 03.08.2014 | 19:18

Wann genau, hat meine ehemalige Partnerin Anspruch auf den Betreuungsunterhalt?
Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit sie Anspruch auf Betreuungsunterhalt hat, wie macht sie den Betreuungsunterhalt geltend ?
Muss sie diesen von mir einfordern, auch wenn sie das nicht will ?
Wann MUSS ich den Unterhalt also wirklich zahlen?

Kann Ich den Betreuungsunterhalt irgendwie anfechten?

MfG Mark Neumann



*Schulden sind nur abzugsfähig, wenn diese im Zusammenhang mit der ehelichen Lebensgemeinschaft gemacht werden*

wir waren nicht verheiratet und auch keine eingetragene Lebenspartnerschaft

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.08.2014 | 15:13

Sehr geehrter Fragesteller,

der Unterhalt muss erst bezahlt werden, wenn Sie zur Zahlung oder zur Auskunft über Ihr Einkommen aufgefordert werden.

Die Voraussetzungen sind, dass die Vaterschaft anerkannt, die Mutter bedürftig und Sie leistungsfähig sind. Die letzten beiden Voraussetzungen liegen meiner Meinung nach vor, dies ergibt sich aus den bereits durchgeführten Berechnungen.

Selbstverständlich muss der Betreuungsunterhalt nicht geltend gemacht werden.

Einen Anfechtungsgrund bzw. eine sonstige Einwendung gegen den Unterhaltsanspruch kann ich nach Ihrem Vortrag nicht erkennen.

Ich hoffe, Ihnen nun weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

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