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Betreuungsunterhalt - habe ich anspruch auf unterhalt für mich von ihm?

01.07.2008 13:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


13:57

Seehr geehrte Damen und Herren
Ich habe eine Frage ,mein Ex Freund hat uns verlassen ich bin im 6.Monat schwanger von ihm...Habe ich anspruch auf unterhalt für mich von ihm wenn das kind da ist ?Und wie lange? und in was für einer höhe?
Bei ihm sieht es Finanziell schlecht aus er hat schon eine tochter mit 7 und ist in der Private Insolvenz und verdient ca1500Euro Netto..
und wo kann ich es beantragen.
Vielen Dank imvoraus

01.07.2008 | 13:41

Antwort

von


(78)
Wandsbeker Marktstraße 24 - 26
22041 Hamburg
Tel: 040 / 79691494
Web: http://www.rechtsanwaeltin-bastian.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Als Mutter eines nichtehelichen Kindes haben Sie grundsätzlich gem. § 1615 l Abs.1 , 2 BGB einen Anspruch auf Unterhalt. Dieser beginnt bereits 6 Wochen vor der Geburt und dauert jedenfalls bis zum 3. Lebensjahres Ihres Kindes an. Ob darüber hinaus ein Unterhaltsanspruch Ihrerseits geltend gemacht werden kann, hängt von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab und kann derzeit noch nicht beurteilt werden.

Die Höhe richtet sich nach Ihrer Lebensstellung, d.h. danach, wie Sie vor der Geburt finanziell gestellt waren. Haben Sie selber nicht gearbeitet, beträgt Ihr Unterhaltsanspruch in der Regel mindestens EUR 770,00.

Diesen Betrag wird der Vater des Kindes jedoch nicht zahlen können, da diesem Ihnen ggü. ein Selbstbehalt von EUR 1.000,00 zusteht, welcher unterschritten werden würde. Zudem sind die Unterhaltsansprüche der 7-jährigen Tochter und Ihres Kindes zuvor zu bewerkstelligen. Für Ihr Kind ist Unterhalt in Höhe von EUR 202,00 zu zahlen, für die 7-jährige Tochter EUR 245,00. Es verbleibt sodann nur noch ein Restbetrag von EUR 53,00 welcher für Ihre Unterhaltsansprüche einzusetzen wäre.

Der Unterhalt ist trotz der Privatinsolvenz ggü. dem Kindesvater direkt geltend zu machen und wäre gegebenenfalls gerichtlich durchzusetzen. Sollte eine Zahlung des Kindesunterhaltes durch Ihren Ex-Freund nicht erfolgen, besteht auch die Möglichkeit Unterhaltsvorschuss bei der Unterhaltsvorschusskasse zu beantragen.


Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Doreen Krüger
Rechtsanwältin

-------------------------------------

§ 1615 l BGB

(1) 1Der Vater hat der Mutter für die Dauer von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt des Kindes Unterhalt zu gewähren. 2Dies gilt auch hinsichtlich der Kosten, die infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung außerhalb dieses Zeitraums entstehen.

(2) 1Soweit die Mutter einer Erwerbstätigkeit nicht nachgeht, weil sie infolge der Schwangerschaft oder einer durch die Schwangerschaft oder die Entbindung verursachten Krankheit dazu außerstande ist, ist der Vater verpflichtet, ihr über die in Absatz 1 Satz 1 bezeichnete Zeit hinaus Unterhalt zu gewähren. 2Das Gleiche gilt, soweit von der Mutter wegen der Pflege oder Erziehung des Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. 3Die Unterhaltspflicht beginnt frühestens vier Monate vor der Geburt und besteht für mindestens drei Jahre nach der Geburt. 4Sie verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit entspricht. 5Dabei sind insbesondere die Belange des Kindes und die bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu berücksichtigen.

[...]


Rückfrage vom Fragesteller 01.07.2008 | 13:47

Vielen Dank für ihre Antwort ...noch eine Frage wo oder bei wem kann ich diesen Unterhalt beantragen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.07.2008 | 13:57

Sehr geehrte Fragestellerin,

den Unterhalt müssen Sie direkt beim Kindesvater geltend machen. Sie müssen ihn also auffordern, den Unterhalt monatlich an Sie zu zahlen. Wenn er dies nicht freiwillig macht, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, den Unterhalt bei Gericht - evtl. mit Hilfe eines Rechtsanwaltes - einzuklagen.


Mit freundlichen Grüßen


Doreen Krüger
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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