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Betreuungsunterhalt 2. Kind

01.10.2014 15:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Ich habe vor 2 Jahren eine Tochter geboren, zuvor erwerbstätig 1800 Euro netto.
In der Elternzeit nach einem Jahr 30 % erwerbstätig mit 800 Euro netto.Nun erneut schwanger. Meine Frage: In welcher Höhe kann ich Betreuungsunterhalt vom Kindsvater verlangen, der voll leistungsfähig ist. Ist Berechnungsgrundlage mein Nettoeinkommen vor dem ersten Kind oder das Einkommen vor dem zweiten Kind.
Danke
Sybille

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aus Ihrer Frage geht leider nicht hervor, ob beide Kinder vom selben Vater stammen.

Ist das der Fall, schuldet der Kindesvater Ihnen bereits aus Anlass der Geburt des ersten Kindes Unterhalt. Ihr Bedarf richtet sich dann nach Ihrem Einkommen, dass Sie vor der Geburt hatten. Dieser Unterhaltsanspruch besteht gem. § 1615 l Abs. 2 S. 3 BGB für mindestens 3 Jahre nach der Geburt und verlängert sich, solange und soweit dies der Billigkeit entspricht.

Stammt auch das zweite Kind von dem Vater des ersten Kindes schuldet er auch aus Anlass der Geburt dieses Kindes Unterhalt für mindestens 3 Jahre und auch dieser Unterhalt muss sich danach bemessen, was Sie ohne die Geburt des 2. Kindes nun hätten verdienen können.

Derzeit berecnnet sich der zu zahlende Unterhalt also nach den 1.800 EUR netto, die Sie vor der Geburt des 1. Kindes verdient haben.

Nach Ablauf der 3 Jahre besteht ein Unterhaltsanspruch wegen der Geburt des 2. Kindes - hier wird dann m.E. aber nicht mehr auf den Verdienst abgestellt werden können, den Sie vor der Geburt des 1. Kindes hatten, sondern nur noch darauf, was Sie nun, ohne das Kind, verdienen könnten - der Unterhalt sollte dann also zu reduzieren sein auf die 800 EUR.

Dies alles gilt natürlich nur den Fall, dass es sich um denselben Vater handelt.

Hat das 2. Kind einen anderen Vater, werden Sie von zwei Vätern Betreuungsunterhalt verlangen können und die Ansprüche konkurrieren. Die Väter werden dann anteilig haften. Sie sollten dies dann aber konkret anwaltlich prüfen lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.10.2014 | 16:27

Guten Tag,
es handelt sich um denselben KV. Meine Überlegung ging dahin, daß sich mein Einkommen von 1800 erst durch die Geburt des ersten Kindes auf 800 gesenkt hat, und daher kausal ein Anspruch auf Betreuungsunterhalt nach Geburt des zweiten Kindes auf dieser Basis ergibt und nicht auf das überobligatorische Einkommen zwischen Geburt des ersten und Geburt des zweiten Kindes. Fasse ich Ihre Antwort zusammen kann ich nach Geburt des zweiten Kindes dennoch nur mit 800 Euro Betreuungsunterhalt rechnen?

Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.10.2014 | 16:43

Es stellt sich ja die Frage, ob Sie ohne das zweite Kind wieder Vollzeit hätten arbeiten gehen können, oder ob hier lediglich ein geringeres Einkommen hätte erzielt werden können.

Im Ergebnis kann ich Ihren Gedankengang aber nachvollzieren und korriehiere mich daher: Es sollte darauf hinauslaufen, dass Sie auch für das 2. Kind Unterhalt von 1.800 EUR erwarten können:

Denn entweder stellt man sich auf den Standpunkt, dass Sie nach den 3 Jahren wieder Vollzeit hätten arbeiten können -> dann hätten Sie wieder 1.800 EUR verdienen können.

Oder aber Sie hätten weniger arbeiten können, dann hätte sich der Unterhaltsanspruch für das 1. Kind entsprechend verlängert. Für den Kindesvater kommt es auf das Gleiche raus: Der Unterhalt wird sich nach dem Nettoeinkommen vor dem 1. Kind berechnen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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