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Betreuungskosten für Au Pair bei Trennungsunterhalt anrechenbar?

29.07.2013 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Zu der Frage, wann Betreuungskosten Mehrbedarf des Kindes sind

Werte Damen und Herren, mein Mann und ich haben uns jetzt getrennt, leben aber noch in einem Haushalt. Unsere Kinder sind 4 und 2 Jahre alt. Da ich einen weiten Weg zur Arbeitsstelle habe ( je eine Stunde) und bereits um 5:00 das Haus verlasse, mein Mann um 6:00, haben wir immer Aupairs, die dann die Kinder zum Kindergarten bzw. Krippe bringen u.abholen. Ich arbeite 30 Wochenstunden. Wenn mein Mann nun aus der ehelichen Wohnung aus zieht, muss ja zwingend ein Aupair da sein. Mein Mann will dafür fortan nicht mehr anteilig bezahlen. Er ist der Meinung das sei überflüssig und er könne morgens später anfangen. Es ergibt sich trotz allem aber am Nachmittag eine Betreuungslücke (Krippenplatz bis 14 h). Jetzt wäre der Zeitpunkt, ein neues.Aupair aufzunehmen. Meine Frage: muss er sich an den Kosten beteiligen? Selbst wenn er morgens später anfängt zu arbeiten, würde das beinhalten, dass er wieder in unser Haus muss um die Kinder zu versorgen. Das halte ich aufgrund der Situation nicht für zumutbar. Ich möchte und muss arbeiten aufgrund finanzieller Verpfluchtungen. Mein Gehalt mit 30 Stunden incl. Kindergeld ist netto ca. 1000€ mehr, als das meines Mannes in Voll zeit. Besten Dank für eine schnelle Antwort!

Sehr geehrte Fragestellerin,


unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:


Soweit Betreuungskosten erforderlich sind, können diese Mehrbedarf des Kindes sein, mit der Folge, dass beide Elternteile sich anteilig an diesen Kosten beteiligen müssen.

Die Rechtsprechung nimmt diesen Mehrbedarf des Kindes allerdings nur dann an, wenn die Unterbringung im pädagogischen/erzieherischen Interesse des Kindes erfolgt, wie zum Beispiel bei der Unterbringung in der KiTa. Bei Betreuungskosten, die ausschließlich deshalb anfallen, damit der betreuende Elternteil arbeiten kann, handelt es sich nicht um Mehrbedarf des Kindes, sondern um Kosten, die der betreuende Elternteil zahlen muss und die er ggf. bei der Berechnung des Ehegattenunterhalts als Abzugsposition geltend machen kann.

Soweit das Aupair-Mädchen aufgrund Ihrer Arbeits- und Fahrtzeiten für die Betreuung erforderlich ist, besteht im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung ein hohes Risiko, dass das Gericht diese Kosten nicht als Mehrbedarf der Kinder ansieht und deshalb eine Verpflichtung des Vaters, sich zu beteiligen, ablehnt. In diesem Sinne hat das OLG Koblenz bereits vor einigen Jahren geurteilt (AZ: 7 UF 181/07).


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwältin für Familienrecht Anja Holzapfel, Rechtsanwältin

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