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Betreuung endet mit Todesfall; wer trägt Folgekosten (Leichenschau)

2. Juli 2021 14:41 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Als Notarzt führe ich immer wieder Leichenschauen durch. Üblicherweise tragen die Angehörigen die Kosten.
Jetzt gibt es aber Verstorbene, die keine Angehörigen hatten und durch einen Betreuer/-in versorgt wurden.
Der Betreuer lehnt es in der Regel ab, die Kosten der Leichenschau zu übernehmen (mit dem Tod endet die Betreuung), die Verwaltung des Pflegeheimes auch (obwohl die mich ja beauftragen), das Nachlaßgericht hat meist keine Vermögen zu verteilen...
Die Beerdigung wird aber bezahlt, warum nicht die Leichenschau...
Frage: wer übernimmt meine Rechnung (oder ist' s für Gottes Lohn)?

2. Juli 2021 | 15:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Leichenschau (verbunden mit dem Ausstellen der Todesbescheinigung) ist kostenpflichtig und keine Leistung der Krankenkasse. Sie muss von den Angehörigen bezahlt werden. Der Arzt erstellt eine Privatrechnung nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Arzt aber auch nach Eintritt des Todes noch Leistungen über die Krankenversicherungskarte abrechnen.
Nach einem Bericht in "Die KV Abrechnung", (Beilage zu "Der Kassenarzt"), lassen sich in diesem Zusammenhang folgende Grundsätze entwickeln:

- Der Patient selbst oder Familienangehörige bitten den Arzt dringend um einen Hausbesuch, weil eine lebensbedrohliche Situation vermutet wird. Der Arzt trifft bei dem Patienten ein und stellt den Tod fest. In diesem Fall wurde der Besuch noch im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung angefordert und durchgeführt. Denn zum Zeitpunkt der Besuchsanforderung lebte der Patient noch. Sowohl die Besuchsgebühr als auch Wegegebühren werden deshalb über Krankenversicherungskarte abgerechnet, ebenso eventuelle Wiederbelebungsversuche. Die Untersuchung zur Feststellung des Todes sowie das Ausstellen des Totenscheines werden demgegenüber stets privat in Rechnung gestellt. Diese Maßnahmen werden unter der Nr. 45 GOÄ abgerechnet.

- Der Arzt wird telefonisch mit der Bitte konfrontiert: "Kommen Sie schnell, ich glaube, sie/er ist tot!" Damit ist ungewiß, ob der Tod bereits eingetreten ist oder nicht. Auch bei einem solchermaßen angeforderten Besuch handelt es sich um eine Kassenleistung, und zwar auch dann, wenn der Arzt beim Eintreffen nur noch den Tod feststellen kann. Im Vordergrund nämlich steht hier nicht die Feststellung des möglicherweise eingetretenen Todes, sondern das Tätigwerden des Arztes in einer Notfallsituation.

- Der Arzt wird zur Feststellung der Todesursache und zur Ausstellung des Totenscheines gerufen. Damit sind solche Fälle gemeint, in denen selbst ein Laie mit ziemlicher Sicherheit feststellen kann, daß der Tod eingetreten ist. In solchen Fällen sind alle Leistungen, also neben der Nr. 45 auch die Besuchsgebühr (Nr. 5 ff.) und das Wegegeld privat zu berechnen.

Quelle:
https://www.wernerschell.de/web/99/wer_bezahlt_die_leistungen_des_arztes_im_zusammenhang_mit_einem_sterbefall.php

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


ANTWORT VON

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