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Betreuer absetzen, selbst Teil der Betreuung übernehmen


05.09.2017 12:09 |
Preis: 38,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Guten Tag,

folgende Sachlage:

ich bin alleiner Nachkomme meines Vaters. Es existieren noch Halbgeschwister, jedoch allesamt Mütterlichseits ( bereits vor Jahren verstorben). Vater hat Eigentum und eine gute Rente.

Leider trat vor ca.3 Jahren die Demenz bei meinem Vater ein, und eine meine Halbschwestern hat sich dann unter fragwürdigen Umständen bei meinem Vater "eingenistet". In dem gesamten Zeitraum sind Vermögenswerte von rund ca. 60.000 Euro (Geld und Sachwerte) "abhanden gekommen". Nachdem es zu immer wilderen Zuständen gekommen ist, habe ich beim AG einen Berufsbetreuer beantragt, der auch bestellt wurde. Diese Betreuerin, eine Anwältin, beantragte Pflegegrad, und die Unterbigung in einem Pflegeheim.

Vorteil: seine finanzliellen dinge laufen jetzt wieder in geordneten Bahnen, er ist vollversorgt etc.

Jetzt leider die Nachteile:
Das Haus soll verkauft werden um die zukünftigen Heimkosten etc decken zu können. Am Wochenende wurde durch die Betreuerin der Zugang zum Haus gewährt, und mich traf fast der Schlag. Alles an Wertgegenständen, persönlicher Besitz etc. war weg, das gesamte Haus durchwühlt, und verdreckt, regelrecht verwüstet. Zugang zur Garage etc. hat die Betreuerin nicht die Schlüssel dafür habe sie nicht. Es haben noch andere Personen Zutritt zum Haus, die Betreuerin möchte daran auch nichts ändern. Die Betreuerin lässt Personen ins Haus um Zitat: " was sie noch gebrauchen können holen sie ruhig ab", sprich jeglicher Möchtegern kann sich dort an den Resten bedienen.

Angesprochen auf die entwendeten dinge sowie veruntreuten Gelder der letzten 3 jahre zuckt sie nur mit der Schulter und sagt, was weg ist weg, sie beteilige sich nicht an einer Schlammschlacht.

Heute habe ich ihr Bilder geschickt vom Eigentum meines Vaters die im Internet verschleudert werden, als Reaktion kam, "ich spreche mal mit der Person"......die wohlgemerkt nah wie vor Zugang zum Haus hat, nach Belieben.

Angedacht ist es jetzt, die Betreuerin schnelltmöglich "los zu werden" und einen Teil der Betreuung selbst zu übernehmen,um möglicherweise den Vater wieder nach Hause zu holen. die finanziellen Dinge sollen weiter in Dritter Hand bleiben, jedoch bei einem anderen Betreuer.

Ist dies möglich, und wie wäre sinnigerweise vorzugehen?
Kann man bzgl. der unkotrollierten Zugänge zum Eigentum des Vaters beim Betreuungsgericht sowas wie eine einstweilige Anordnung beantragen?

Besteht die Möglichkeit,als Alternative das Haus zu mieten,um so dem Vater einen Zugang und Verweilen ( Urlaub, etc.) in seinem Haus zu ermöglichen?

Bitte nur antworten wen Sie sich im Betreuungsrecht auskennen und möglicherweise dazu bereit wären das zu übernehmen.( Raum Dortmund/Unna

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Sehr geehrte Ratsuchende,


Sie sollten unverzüglich beim Gericht vorsprechen und Belege für den Sachverhalt vorlegen, so dass das Gericht dann nach § 300 II FamFG im Wege der einstweiligen Anordnung diese Betreuerin entlassen kann.

Zudem sollten dann auch Schadenersatzansprüche gegen die Betreuerin angedacht werden, da (zumindest) die allgemeine Vermögenssorge hier grob verletzt worden sein dürfte, was eben zu Ersatzansprüchen führen kann. Allerdings liegt die volle Beweislast auf Ihrer Seite, so dass Sie Beweise (Annoncen, Zeugenaussagen) schon jetzt sichern sollten.



Die Möglichkeit der Anmietung wäre derzeit ohne Aufhebung der Betreuung nur dann möglich, wenn die Betreuerin dieses zulässt, wovon wohl kaum auszugehen ist. Daher bleibt Ihnen letztlich nur der Gang zum Gericht, um den oben geschilderten Antrag zu stellen.




Selbstverständlich könnte unsere Büro die Sache übernehmen, wobei allerdings dann ortsbedingte Mehrkosten anfallen würden, die dann nicht erstattungsfähig wären..



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg
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