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Betreff: unerlaubter Stromverbrauch zu meinen Lasten


| 31.10.2005 18:39 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder





Nachricht: Hallo, habe diese Seite durch Zufall gefunden >>> ein Geschenk des Himmels, denn einen Anwalt kann ich leider aus finanziellen Gründen nicht mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftragen...allein dafür schon DANKE, dass es hier eine Möglichkeit gibt. ___________________________________ Beschreibung etwas ausführlich, damit ich es verständlich darstellen kann. MEINE FRAGE IST: WAS KANN ICH DAGEGEN MACHEN? und ...oder Wie formuliere ich einen Strafantrag gegen die Verursacher für die Staatsanwaltschaft? Mein Problem ist: Ich habe vor ein paar Tagen einen Gerichtsprozess gegen ein Energieunternehmen verloren. Zur Vorgeschichte: mein Sohn hatte ein Mehrfamilienhaus und ich war dort Mieterin einer Wohnung und auch als Verwalterin tätig. (Dieses 2 Millionenobjekt wurde Mitte 2002 zwangsversteigert für 112.000 und die Käufer/=Mitarbeiter der Gläubigerbank + Neffe des Bankvorstandes)haben dann die anderen - damals leerstehenden Wohnungen- in Besitz und Benutzung genommen. Nach Schikanen und Gerichtsvergleich bin ich dann dort im März 2003 ausgezogen. Nach der Zwangsversteigerung Mitte 2002 versicherten mir die neuen Eigentümer mündlich, das sie sämtliche Ummeldungen bei Ämtern und Co. ordnungsgemäß für dieses Objekt vornehmen. Ende 2003/Anfang 2004 bekam ich plötzlich Post von dem Stromunternehmen, dass ich MEINE Stromrechnungen dort endlich bezahlen soll, jedoch NICHT für MEINE damalige Wohnung, sondern für eine andere Wohnung, die seit Anfang 2001 bis Mitte 2002 leer stand. Diese Wohnung hatte ich jedoch nie angemietet und es war auch nachweislich im Leerstand der Wohnung kein Stromverbrauch>Abrechnung der eon +(Sicherung waren ausgeschraubt)Erst durch die Besitznahme durch den neuen Eigentümer Mitte 2002 (Sicherungen eingeschraubt + fleißig den Strom benutzt) war überhaupt ein Stromverbrauch dann möglich. Im November 2002 wurde ich Zeuge eines Vorfalles und zwar hat ein Mitarbeiter des Energieunternehmens für einen bestimmten Strom - Zähler des Hauses irgendwelche Arbeiten vorgenommen, die vom Brudes der neuen Eigentümer veranlasst wurden und der evt. auch dann diesen Arbeitsbericht unterschrieben hat. Von diesem Vorgang habe ich auch nur Kenntnis, weil der Monteur sich bei mir gemeldet hatte im Büro und nach dem neuen Eigentümer fragte. ...und um diesen Stromzähler geht es...und um diese Arbeitsrechnung sowie um diesen Verbrauch bis Ende 2003. 1,5 Jahre wurde auf diesem Zähler Strom verbraucht in Höhe von fast 800.- Euro, die ICH bezahlen soll. Erst durch eine Mahnung des Stromunternehmens ca. Sept. 2003 erfuhr ich, dass es MEIN Stromzähler sein soll. Telefonische Abmeldungsversuche für diesen Zähler schlugen fehl, jedoch konnte ich einen Mitarbeiter(siehe unten: Zeuge) der EON dazu bewegen, dass er nachsieht, wer da den Strom verbraucht und den Zähler abliest. Mein Mann fuhr ca. April 2004 daraufhin zur örtlichen Niederlassung (250 km entfernt) und meldete diesen Zähler persönlich ab (den ich jedoch nie hatte). Dabei ergab es sich, dass noch ein weiterer Stromzähler - nämlich den meiner eigenen damaligen Wohnung auch noch - ohne mein Wissen+Zustimmung - von den neuen Eigentümern benutzt wurde und auch da ein hoher Stromverbrauch produziert wurde, den ich zu bezahlen habe. Anfang 2005 bekam ich dann einen Mahnbescheid über fast 800 Euro für den Stromverbrauch der -nicht von mir angemieteten Wohnung>>einer der vorher leerstehenden = siehen oben - ich legte dagegen Gesamtwiderspruch ein und es kam zum 1. Prozesstag im September 2005. Dabei wurde dann vom Prozessgegner behauptet, dass ich Eigentümer dieses Objektes gewesen bin und somit für die Schuldsumme haftbar bin. Der Richter hielt die schriftlich vorliegende Aussage der Gegenpartei für glaubwürdig und wies mich daraufhin, dass ich somit den Prozess verliere. Nach massivem Protest meinerseits + Nachreichung eines Gerichtsbescheides, dass ich niemals da Eigentümer war,kam es zu einer 2. gerichtlichen Beweisaufnahme Anfang Oktober 2005. Das Gericht zog dafür die Versteigerungsakte heran sowie den Zeugen der e-on. Der Zeuge war mir seit Jahren gut bekannt und wir hatten einen freundlichen Umgangston zueinander.(siehe oben, der Ende 2003 feststellte, wer da Strom verbraucht. Bei der Gerichtsverhandlung (2005)behauptete dieser Zeuge nun sehr glaubwürdig, dass er sich definitiv an DIESES Gespräch Mitte 2001 erinnern kann, dass DIESE leerstehende Wohnung mit meinem Wissen + Einverständnis auf MICH umgeschrieben wurde. Weil angeblich mein Sohn die vierteljährlichen Abschlagszahlungen für eine leerstehende Wohnung von 8.- DM (damals) nicht mehr hätte zahlen können. Somit hat der eon-Mitarbeiter Mitte 2001 rückwirkend zu Jan. 2001 diese bewußte Wohnung auf mich umgeschrieben. Er bestätigte, dass nichts schriftliches dafür bestand, sondern er sich auch nach 4,5 Jahren ganz bewußt an dieses Gespräch erinnert. Der Richter fand alles schlüssig und glaubhaft, zumal der Zeuge auch mitteilte, wo - in meinem Büro - diese Unterredung stattfand. Nur....wir hatten immer zusammen in meinem Büro geredet, auch in anderen Wohnungsangelegenheiten in diesem Objekt.... und das über viele Jahre. Letztlich mußte diese Zeuge ja auch eine derartige Aussage machen, wie sonst hatte er sich gegenüber seinem Arbeitgeber/Kläger dann rechtfertigen können, weil ja nun mal nachweislich keine schriftliche Bestätigung zur Umschreibung von mir vorlag. Mein Einwand, dass ein diesbezügliches Gespräch nicht stattgefunden hat, wurde vom Richter nicht anerkannt. Fazit: Prozess verloren und ich muß nun die nicht von mir verursachten Stromkosten sowie sämtliche Prozesskosten, meinen + gegnerischen Anwalt und .....und bezahlen....sind paar1000 Euro nun. Das vernichtet meine neu aufgebaute Existenz! Nach der Zwangsversteigerung/+ Obdachlosigkeit danach: hatten wir das Glück, ein baufälliges Gebäude im Osten per Mietkauf erwerben zu können. Seit März 2003 leben wir hier zusammen mit unseren Kindern und Enkeln (gesamt 11 Personen)und versuchen uns notdürftig eine Existenz neu aufzubauen. Da ich den verlorenen Prozeß mit allen Kosten nicht bezahlen kann (Alg2) gehen zwangsweise die Gläubiger dann an das Haus >>> folglich nächste Zwangsversteigerung.....und das alles für Kosten, die ICH nicht verursacht habe und ich von deren Verursachung (Strom)nichts wußte und die Verursacher auch dafür keine Erlaubnis von mir hatten. In Revision gegen das Urteil kann ich nicht gehen > keine finanziellen Mittel und mehr als zu sagen, dass ich nichts von dieser Zählerumschreibung im Jahre 2001 weiß und ICH da auch keinen Stromverbrauch gemacht habe > mehr kann ich auch nicht sagen. Hätte ich davon gewußt, dann hätte ich garantiert nach der Zwangsversteigerung und den folgenden Schikanen nicht tatenlos zugesehen, dass DIE auf meine Kosten da Strom verbrauchen, sondern hätte diesen Zähler sofort schließen lassen. ...und wieso durfte die eon dann an diesem Zähler auf Anordnung von Fremden (wenns doch angeblich mein Zähler war) irgendwelche Arbeiten - ohne meine Zustimmung- ausführen zu meinen Lasten? Ich weiß, das der Bruder des Eigentümers sich gegenüber anderen/der eon wiederholt aus Eigentümer ausgegeben hat, obwohl er das - zumindestens damals und lt. meiner Kenntnis auch bis heute noch nicht - Eigentümer des Objektes ist/war. Ich muss nun für andere Kostenverursacher zahlen und meine Existenz wird vernichtet. Ich war bereits bei der Polizei und wollte Strafantrag gegen die neuen Eigentümer stellen, weil die wissentlich und vorsätzlich einen Fremden-nämlich MEINEN Stromzähler für Ihre Zwecke ohne Erlaubnis von mir zu meinen Lasten genutzt haben. Die Beamten gaben sich echt Mühe und verstanden auch dann mein Problem > nachdem ich eine andere Darstellungsweise wählte >>> statt Stromklau : vor Ihrem Haus steht seit Jahren eine Tanksäule, die Ihnen gehört und Sie müssen den getankten Sprit bezahlen. Die Säule ist nicht abgeschlossen und alle Ihre Nachbarn tanken - ohne zu bezahlen - davon, obwohl die wissen, das diese Tanksäule nicht in deren Eigentum steht.Was ist das? DIEBSTAHL + BETRUG !!!...da war sich das ganze Revier drüber einig, aber für Strom?...wenn man zu blöd ist + nicht Stromzähler abmeldet und andere verbrauchen dann nachweislich darüber Kosten...na dann eben Pech, das nicht strafbar, auch wenn man davon nichts weiß!....siehe auch Urteil! ...aber nach 2 Std. Diskussionen mit den Polizeibeamten über einen möglichen Straftatbestand gegen die Verursacher gab ich auf und es wurde keine Anzeige erstellt. sorry, wegen der Ausführlichkeit der Darstellung meines Problemes. Das ist auch die Angst etwas wichtiges nicht gesagt zu haben und weil ich nicht weiß : was kann ich machen um aus dieser Existenzbedrohung rauszukommen? Zumal es Kosten sind, die nicht ICH, sondern ANDERE - ohne mein Wissen + Erlaubnis verursacht haben! Eine einzige Chance sehe ich in einem Strafantrag um die Kosten + Folgen daraus: dann die Verursacher danach zivilrechtlich in Regress nehmen zu können. Die eon weiß, dass ich nicht der Kostenverursacher bin, aber denen ist das egal: Zähler auf mich, also zahle!...angeforderte "Beweise", wer Nov. 2002 den Arbeitsauftrag für diesen Zähler beauftragt/unterschrieben hat...werden vom Gericht und eon ignoriert. KONKRETE FRAGE: Was kann ich wie dagegen machen? ...ja ja...weiß ja :hoffen auf Gerechtigkeit > sowas gibt es nicht > gibt nur Urteil Bitte um Beantwortung >>>> Danke § 263 Abs. 1 Strafgesetzbuch „(1) Wer in der Absicht , sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögens-vorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft

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Sehr geehrte Fragenstellerin,

Ihre Frage möchte ich aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes wie folgt summarisch beantworten:

Der Tatbestand des Diebstahles gemäß § 242 StGB kommt tatsächlich nicht in Betracht, da dieser einen „körperlichen“ Gegenstand voraussetzt.

Sie könnten jedoch Strafanzeige wegen Betruges gemäß §263 StGB stellen. In Betracht kommt eine Verwirklichung des Tatbestandes durch Unterlassen. Dies ist dann der Fall, wenn eine Rechtspflicht zum Handeln besteht. Die Rechtspflicht zum Handeln besteht hier in der Vereinbarung, dass nach der Zwangsversteigerung alle erforderlichen Ummeldungen vorgenommen werden. Diese Vereinbarungen werden gewöhnlich mit dem Eigentumsübergang geschlossen. Zumindest ab dem Zeitpunkt ihres Auszuges im März 2003 dürfen Sie für die Stromrechnung nicht in Anspruch genommen werden.

Für die nicht von Ihnen angemietete Wohnung könnte sogar der Tatbestand des Betruges durch positives Tun erfüllt sein. Wenn kein Mietvertrag vorliegt, der beweist, dass Sie Mieter dieser Wohnung waren, dazu niemals Eigentümer dieses Hauses, könnte es sein, dass eine dritte Person sie bei dem Stromunternehmen anmeldete.

Ich würde Ihnen empfehlen, Strafanzeige wegen Betruges

- durch Unterlassen gegen die neuen Eigentümer oder Nachmieter Ihrer damaligen bewohnten Wohnung (keine Ummeldung Stromverbrauch Mitte März 2003 –Ende März 2003) und

-vorsätzlich falsche Anmeldung durch Unbekannt hinsichtlich der nicht von Ihnen bewohnten oder angemieteten Wohnung (Sie sagen ja, Sie können die Umschreibung auf Ihren Namen nicht erklären) auch hinsichtlich des Stromverbrauchs bis Ende 2003.


zu erstatten, auch um den Sachverhalt genauestens klären zu können und um dann über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Ich hoffe ich konnte Ihnen soweit helfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin
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"Danke für die schnelle Antwort. Ich werde morgen direkt bei der zuständigen Staatsanwaltschaft schriftlich die entsprechende Anzeige selbst formulieren.(leider kann ich aus finanziellen Gründen keinen RA dafür beauftragen, also hoffe ich, dass DA auch ne laienhafte Straftatdarstellung dann verfolgt wird.)
Danke! "
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