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Betreff: Schadensersatz durch Kabelbrand


22.03.2007 18:13 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

in meiner Mietwohnung kam es aufgrund eines Kabelbrandes zu einer Überspannung, in deren Folge meine Waschmaschine und mein Fernseher u.a. Kleingeräte beschädigt wurden. Mein Vermieter weigert sich nun, für den mir entstandenen Schaden einzustehen. Nach seiner ersten Aussage müsse meine Hausratversicherung den Schaden bezahlen. Diese teilte mir nach Begutachtung jedoch mit, dass Überspannungsschäden nur versicherbar sind, wenn sie durch Blitzschlag entstehen. Mein Vermieter hat sich nun bereit erklärt, den Schaden nochmals seiner Haftpflichtversicherung vorzutragen, machte mir jedoch wenig Hoffnung auf Erfolg. Nach seiner Aussage würde die HP wenn überhaupt, dann nur den Zeitwert der Geräte bezahlen. Da mir der Schaden durch die Mietsache entstanden ist und ich keine Schuld trage, bin ich der Meinung, der Vermieter müsste für den kompletten Schaden einstehen. Ein Fehlverhalten (falsch angeschlossene Geräte etc.) meinerseits ist auch nach Aussage des Elektrikers nicht ersichtlich. Im Gegenteil ist durch meine schnelle Reaktion ein Wohnungsbrand verhindert worden. Der Kabelbrand könnte möglicherweise durch nicht ausreichend befestigte Schrauben entstanden sein. Ein Gutachten durch einen Elektriker wurde bisher jedoch nicht erstellt. Bitte teilen Sie mir mit, ob es einen § über die Schadensersatzpflicht des Vermieters gibt. In welcher Höhe ist er mir zum Schadensersatz verpflichtet und muß ich mich mit der Erstattung des Zeitwertes durch die Versicherung zufrieden geben oder ist der Vermieter auch persönlich haftbar zu machen?

Vielen Dank im Voraus!

Sehr geehrte Fragestellerin,

der Vermieter haftet für Überspannungsschäden, sofern sie in seinen Verantwortungsbereich fallen. Ist der Überspannungsschaden durch das Mieterverhalten verursacht oder aus sonstigem Grund entstanden, z.B. Blitzschlag oder Stromschwankungen beim Versorger entstanden, kommt eine Vermieterhaftung nicht in Betracht.

Aller Voraussicht nach muss daher zunächst die Ursache ermittelt werden, damit diese dem Haftpflichtversicherer zur Geltendmachung Iher Ansprüche dargelegt werden kann. Ein Gutachten sollte dazu aber erst in Absprache mit dem Versicherer eingeholt werden.

Eine Verursachung durch Sie als Mieter müsste der Vermieter darlegen und beweisen. Das OLG München (Az.: 3 U 5356/96) hat insoweit ein Beweislastverteilung zugunsten des Mieters festgestellt.

Zur Höhe des Erstattungsbetrages kann keine endgültige Aussage gemacht werden. Sie werden sich sowohl vom Vermieter als auch von seinem Versicherer die bisherige Nutzung der beschädigten Geräte anrechnen lassen müssen. Es ist tatsächlich nur der Zeitwert der Gegenstände zu erstatten.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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