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Betrag konnte nicht vom Konto abgebucht werden - nun Anzeige wegen Betrugs

29.07.2008 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


11:18
Sehr geehrter Anwalt,

ich habe derzeit ein Problem, dass ich vor knapp 1 Jahr zweimal mit meiner eigenen EC-Karte eingekauft habe und der Betrag leider wieder zurück gegangen ist (40 Euro und 115 Euro) woraufhin ich dann natürlich Post vom Inkassounternehmen kann ... Gerade aber als diese Post vom Inkassounternehmen ca 2 Monate später kam, musste ich auch die EV abgeben da ich ca 30.000 Euro Schuilden (auf ca 60 Gläubiger verteilt) habe und man daher davon ausgegangen ist, dass ich in Betrugsabsicht gehandelt habe und ich somit jetzt in 2 Wochen einen GErichtstermin wegen Betruges in 2 Fällen bekommen habe.

En weiteres Problem ist dass ich als jugendlicher ziemlich viele Straftaten (Betrug im besonders schweren Fall) bei ebay begangen habe und daher nach einer Haftzeit nochmal die Reststrafe in eine Bewährungszeit von 3 Jahren umgewandelt bekommen habe die nun erst dieses Jahr im September abläuft ...

Was habe ich wegen dieser Sache zu erwarten ? Beide Beträge sind mittlerweile bezahlt und auch die EV wurde in der zwischenzeit wieder gelöscht da sich meine Situation verbessert hat und ich mittlerweile ein eigenes Unternehmen mit 2 Mitarbeitern habe. Was würde auch im Fall einer Verurteilung mit der Bewährungssache passieren?

Weiß gerade echt nicht was mir droht und habe ein wenig Angst, gerade auch weil ich jetzt endlich es geschafft habe mic zu ändern und es finanziell durch die Selbstständigkeit gerade steil bergaufwärts geht.
29.07.2008 | 16:40

Antwort

von


(67)
Alt-Moabit 62-63
10555 Berlin
Tel: 030 / 397 492 57
Web: http://www.rechtsanwalt-ausländerrecht.de
E-Mail:

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Sie sollten UNBEDINGT SOFORT einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung beauftragen. Dies sollten Sie jedenfalls nicht wegen der dadurch entstehenden Kosten nicht tun.

Für die beiden neuen Vorwürfe des Betrugs droht Ihnen unter Umständen die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe OHNE Bewährung, weil die neuen Ihnen vorgeworfenen Taten WÄHREND der Bewährungszeit begangen wurden und Ihnen dabei erneut ein Betrug vorgeworfen wird.

Sollte es in den neuen Sachen zu einer Verurteilung zu einer Freiheitstrafe OHNE Bewährung kommen, würde mit großer Wahrscheinlichkeit die zur Bewährung ausgesetzte Reststrafe widerrufen. Sie müssten dann beide Strafen (Reststrafe plus neue Strafe) absitzen.

Es müsste natürlich anhand der Ermittlungsakte zunächst genau geprüft werden, ob sich der Betrugsvorwurf wirklich aufrecht erhalten lässt. Alleine die spätere Nichtzahlung begründet noch keinen Betrug.

Bei dem neuen Vorwurf wird sicherlich im Falle einer Verurteilung zu Ihren Gunsten berücksichtigt, dass Sie die gekauften Sachen mittlerweile vollständig bezahlt haben (dies müssen Sie in der Verhandlung unbedingt nachweisen!!!). Auch sollte berücksichtigt werden, dass sich Ihre Lebenssituation mittlerweile anscheinend sehr zum Positiven verändert hat und die EV gelöscht wurde.

Ohne Kenntnis der Ermittlungsakte kann ich Ihnen aber leider nichts Genaueres zu der zu erwartenden Strafe sagen. Von einer Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung ist hier leider alles möglich.

Bitte teilen Sie mir unbedingt im Rahmen der kostenlosen Nachfrage mit, wie viel von der Reststrafe noch offen ist. Unter Umständen haben Sie Anspruch auf Beiordnung eines Pflichtverteidigers.

Wenn Sie entgegen meines Ratschlages keinen Verteidiger beauftragen wollen für das ganze Verfahren, sollten Sie jedenfalls einen Anwalt mit der sofortigen Akteneinsicht beauftragen, damit dieser Ihnen danach eine genauere Einschätzung und einen genauen Rat zum Verhalten in der Hauptverhandlung geben kann.

Der Anwalt könnte auch einmal mit dem Richter / der Richterin telefonieren, um eine erste Einschätzung zu der zu erwartenden Strafe zu erhalten.

Ich hoffe zunächst, dass Ihnen diese erste Einschätzung geholfen hat. Bitte nutzen Sie die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2008 | 20:14

Vielen Dank für ihre schnelle Antwort.

Ich habe mittlerweile schon einen Strafverteidiger, allerdings ist der noch bis Freitag im Urlaub und daher habe ich erst am Montag einen Termin bei ihm.
Ich denke die Details kann ich wohl nur da mit ihm besprechen, da er Akteneinsicht hat und mit mir da was ausarbeiten kann.

Habe noch ein paar kleine allgemeine Fragen dazu, da ich derzeit mal vom shclimmsten Fall ausgehen muss:

Reststrafe sind noch 7 Monate offen.

Während des Einkaufes war jeweils das Konto ausreichend gedeckt nur am Tage der Abbuchung leider nicht mehr, deswegen müsste doch auch hier eigentlich keine Betrugsabsicht festzustellen sein oder woran kann die Staatsanwaltschaft sowas fest machen?

Wenn ich mit meineme Anwalt beweisen kann dass ich unschuldig bin, gebe es dann noch die Möglichkeit das Verfahren einzustellen, auch wenn der Gerichtstermin schon in 2 Wochen angesetzt ist, habe gehört dass manchmal Staatsanwaltschaft und Anwalt etwas "dealen" können, dass man zb. durch Zahlung einer Summe an eine gemeinnützige Einrichtung schon vor einer Verhandlung die Sache beilegen kann oder natürlich durch den Nachweis einer Unschuld ? Unter welchen Voraussetzungen ist das möglich ?

Was würde denn mit der Bewährungsstrafe passieren wenn ich eine Geldstrafe bekomme ? Würde diese dann auch widerrufen werden oder ist das nur im Fall einer weiteren Haftstrafe möglich ?

Was würde mich im schlimmsten Fall erwarten bei einem derartigen Delikt erwarten, da ich auch ein wenig Angst um meine Existenz also meine Firma habe die ich erst vor kurzem mühsam aufgebaut habe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2008 | 11:18

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

wenn das Konto zum Zeitpunkt der Einkäufe gedeckt war, ist dies schonmal gut. Entscheidend dürfte dann wohl sein, ob Sie mit den danach erfolgten Abbuchungen rechnen mussten oder nicht. Normalerweise wird ja innerhalb von einem bis zwei Tagen abgebucht. Ein Betrug läge nur dann vor, wenn Sie zumindest billigend in Kauf genommen haben, dass das Konto bei der Abbuchung nicht mehr gedeckt ist. Die Einzelheiten sollten Sie mit Ihrem Verteidiger besprechen.

Wenn die Beweise für einen Betrug nicht ausreichen, werden Sie freigesprochen oder das Verfahren wird in der Hauptverhandlung eingestellt. Eine vorherige Einstellung (durch einen "Deal" halte ich in Ihrem Fall nicht für realistisch, auch weil die Anklage schon erhoben und die Hauptverhandlung in zwei Wochen stattfindet!).

Wenn Sie nicht zu einer Freiheitsstrafe OHNE Bewährung verurteilt werden (also Geldstrafe oder Freiheitsstrafe MIT B.) wird die Reststrafe eher nicht widerrufen. Es hängt hier meist zusammen: Bei einer neuen Freiheitsstrafe OHNE B. kommt es in der Regel zum Widerruf, sonst in der Regel nicht.

Im schlimmsten Fall erwartet Sie eine kurze Freiheitsstrafe ohne Bewährung (drei Monate ganz grob). Sollten Ihre Schilderungen zutreffen und sich diese auch alle belegen lassen, sehe ioch jedoch ganz realistische Chancen, dass es NICHT zu einer Freiheitsstrafe OHNE Bewährung kommt. Nach Ihrem Vortrag halte ich eine erneute Bewährungsstrafe oder eine Geldstrafe (wenn kein Freispruch) für eher wahrscheinlich.

Genaueres wird Ihnen Ihr Verteidiger sagen können, insb. nach erfolgter Akteneinsicht. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg in dieser Sache! Informieren Sie mich doch einmal kurz über den Ausgang, der mich interessieren würde.

Mit freundlichen Grüßen

Björn Cziersky-Reis
Rechtsanwalt

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