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Beteiligung an Unfallflucht?


30.04.2006 04:08 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo,
unser Sohn hat heute im beisein meines Mannes die AutoTür zu heftig aufgerissen und evtl.eine schramme hinterlassen.
Ich bin erst später ins Parkhaus gekommen als wohl schon alles passiert war und beim rausfahren erzählte mein Sohn das er und der Papa dagegengekommen sind.Ich hatte daraufhin eine heftige Diskussion mit meinem Mann da ich den Schaden melden wollte b.z.w wenigstens einen zettel hinterlassen wollte.
Ich habe nun Angst das auch ich wegen fahrerflucht dran bin,vorallem weil es mein Auto war.Mein Mann aber Fahrer.Ist diese Angst berechtigt?Wenn ja welche"strafen"erwarten meinem Mann und mich?Er ist von meiner Panik genervt und nimmt alle Schuld auf sich,wobei er meint der Kratzer wäre vielleicht auch schon im Auto gewesen.
Vielen Dank im vorraus für Ihre (hoffentlich)schnelle Antwort.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihnen als Halterin des Farzeuges kann nichts passieren.

Anders sieht es aber bei Ihrem Mann aus, da sein Verhalten eine Straftat darstellt; die entsprechende Vorschrift aus dem StGB füge ich unten bei.

Solange der Unfall noch nicht länger als 24 Stunden her ist, sollte Ihr Mann daher SOFORT zur nächsten Polizeidienststelle fahren und dort die Angaben machen, damit die Bestrafung dann abgemildert wird.

Er sollte sich vielleicht auch einmal überlegen, inwieweit er mit einem solchen Verhalten einverstanden wäre, wenn von einem Unbekannten IHR Fahrzug beschädigt worden wäre und welche negative Vorbildfunktion er gegenüber dem Sohn damit zeigt.



Die entsprechende Vorschrift lautet § 142 StGB:


Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

(1) Ein Unfallbeteiligter, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, bevor er

1.


zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung durch seine Anwesenheit und durch die Angabe, daß er an dem Unfall beteiligt ist, ermöglicht hat oder

2.


eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne daß jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Nach Absatz 1 wird auch ein Unfallbeteiligter bestraft, der sich

1.


nach Ablauf der Wartefrist (Absatz 1 Nr. 2) oder

2.


berechtigt oder entschuldigt

vom Unfallort entfernt hat und die Feststellungen nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht.

(3) Der Verpflichtung, die Feststellungen nachträglich zu ermöglichen, genügt der Unfallbeteiligte, wenn er den Berechtigten (Absatz 1 Nr. 1) oder einer nahe gelegenen Polizeidienststelle mitteilt, daß er an dem Unfall beteiligt gewesen ist, und wenn er seine Anschrift, seinen Aufenthalt sowie das Kennzeichen und den Standort seines Fahrzeugs angibt und dieses zu unverzüglichen Feststellungen für eine ihm zumutbare Zeit zur Verfügung hält. Dies gilt nicht, wenn er durch sein Verhalten die Feststellungen absichtlich vereitelt.

(4) Das Gericht mildert in den Fällen der Absätze 1 und 2 die Strafe (§ 49 Abs. 1) oder kann von Strafe nach diesen Vorschriften absehen, wenn der Unfallbeteiligte innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach einem Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs, der ausschließlich nicht bedeutenden Sachschaden zur Folge hat, freiwillig die Feststellungen nachträglich ermöglicht (Absatz 3).

(5) Unfallbeteiligter ist jeder, dessen Verhalten nach den Umständen zur Verursachung des Unfalls beigetragen haben kann.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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