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Besucht vom Jugendamt


21.05.2006 14:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Klaus Wille



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit Beginn der Schwangerschaft (Tochter ist 13) allein erziehende Mutter (muss erwähnen das ich an einer Angststörung leide und das alleinige Sorgerecht habe).
Die Schwangerschaft war nicht geplant und weil die Beziehunng nicht gut lief, zog ich eine Abtreibung in Betracht. Der Mann lehnte diesen Eingriff ab, mit der Begründung, das wir das schon schaffen werden.
In der 12. Schwangerschaftswoche(an Abbruch war nicht mehr zu denken) beendete er telefonisch und alkoholisiert die Beziehung.

Zum Erzeuger(eriträischer Abstammung) besteht seit der Trennung, wir hatten eine 5 monatige Beziehung, nur sporadischer Kontakt,der daraus besteht, dass er alle 2-3 Jahre Telefonterror macht oder ungebeten einfach vor der Haustüre steht und durch ständiges Klingeln oder an die Türe klopfen um Einlass bittet, den ich ihm verwehre, da er jedesmal bei solchen Aktionen alkoholisiert ist.
Hatte mir damals Rat geholt bei einen Nachbarn (Polizist)der mir riet, wenn er auch weiterhin Ärger machen würde, die Polizei zu rufen und mir auch eine einstweilige Verfügung gegen ihn zu holen.
Auch das Jugendamt bat ich um Beistand, die sich aber nicht zuständig fühlten und mir auch rieten die Polizei zu rufen oder mir einen Anwalt zu nehmen.
Nach solchen Aktionen sind meine Tochter und ich wochenlang unruhig, weil wir ja damit rechnen müssen, dass er wieder auftaucht und uns ängstigt mit seinem Verhalten.

Obwohl der Erzeuger in der Schwangerschaft immer wieder bezweifelte, dass das Kind von ihm sei und auch mehrere Male nach der Geburt anderen Personen gegenüber verleugnete ein Kind zu haben, unterzeichnete er dann ohne Zureden meinerseits die Vaterschaftsanerkennung.

Ich hatte vor einigen Monaten beim Jugendamt um einen Hausbesuch gebeten, weil ich hinsichtlich der Wutausbrüche meiner Tochter, einen pädagogischen Rat einholen wollte.
Das Gespräch lief aber darauf hinaus,das es der Sachbearbeiterin eher darauf anzukommen schien, dass meine Tochter Kontakt zu ihrem "Vater" haben sollte, und warum sie denn nicht in den Konfirmationsunterricht geht usw.
Meine Tochter äusserte der Sachbearbeiterin mehrmals gegenüber, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Kontakt zum "Vater" möchte.
Ich selber habe schon oft angeboten Kontakt mit ihm aufzunehmen, was was meine Tochter aber immer ablehnte.
Nun dauerte es keine 3 Wochen nach dem Besuch des Jugendamts das sich der Erzeuger schriftlich bei uns meldete.Mit der Bitte um Kontakaufnahme.

Der Besuch des Amtes ist jetzt 10 Wochen her, in der Zwischenzeit habe ich nichts mehr vom Amt gehört,denn für mich war die Angelegenheit nach diesem ersten Besuch erledigt und es war auch kein weiterer Besuch geplant, weder von meiner Seite, noch vom Amt.
Gestern erhielt ich nun ein Schreiben, in dem das Amt für kommenden Dienstag einen weiteren Hausbesuch angemeldet hat!

Nun möchte ich wissen:

Muss ich, solche vom Amt selbstständig geschalteten Kotrollebesuche einfach hinnehmen, oder kann ich bitten diese einzustellen, ohne das sich für mich dadurch Nachteile ergeben?
Denn der Hausbesuch war ja freiwillig von meiner Seite kommend erbeten worden.
Ich habe den subjektiven Verdacht, dass das Jugendamt der Meinung sein könnte, dass ich, bedingt durch meine Angsterkrankung, nicht in der Lage sein könnte meine Tochter "richtig" zu versorgen,was ich aber in den letzten 14 Jahren gut gemacht habe, trotz der Erkrankung!
Ich manage alles alleine: Einkäufe, Behördenschriftverkehr usw...ich kann halt zur Zeit nicht einfach in die Stadt fahren, oder schwimmen gehen oder ins Kino oder ähnliches.
Dinge die ich selber aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen(lebe von der Sozialhilfe)nicht erledigen kann, versuche ich z.B. durch den Grossvater oder die Paten zu regeln. Was auch all die Jahre wunderbar geklappt hat.

Kann man mir, auf Grund dieser Erkrankung, meine Tochter entziehen?

Kann meine Tochter oder ich dazu gezwungen werden zum Erzeuger Kontakt aufzunehmen?
Da ich mittlerweile den Verdacht hege, dass er die Vaterschaft, trotz seines Verdachts das Kind sei nicht von ihm, nur aus dem Grund unterzeichnet hat, weil er erfahren hat, dass er dadurch seine Aufenthaltsgenehmigung erhalten kann(was ich bis vor einigen Wochen gar nicht wusste!).
Denn bis zu diesem Tag musste er einmal im Jahr auf die Ausländerbehörde, um sich einen Stempel für seinen Pass geben zu lassen!
Habe gelesen, dass Vaterschaftsanerkennungen angefechtet werden könnten, wenn der Verdacht bestünde, dass der uneheliche Vater sich durch die Anerkennung, eine Aufenthaltsgenehmigung "erschlichen" hat.
Denn er muss wohl einen intensiven Umgang mit dem Kind nachweisen können, was er ja nicht kann!

Gibt es für mich eine Möglichkeit, über die Ausländerbehörde zu erfahren, ob er vielleicht durch diese jetzt ärger hat und deswegen vermehrt Kontakt zu uns sucht?


Ich bin wirklich verzweifelt und hoffe auf baldige Antowrt von Ihnen.

Mit freundlichen Grüssen




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Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

1) Ihnen kann das Sorgerecht nur dann entzogen werden, wenn es dem Kindeswohl dienlich wäre. Es müßte durch Ihre Erkrankung und durch Ihre Versorgung das Kindeswohl gefährdet sein.

Ob dies der Fall ist, kann natürlich nur ein Gutachter entscheiden. Sie können aber davon ausgehen, daß das Jugendamt schon etwas unternommen hätte, wenn sie den Eindruck gehabt hätten.

2) Der Kindesvater hat ein Anrecht darauf, das Kind zu sehen und mit ihm Zeit zu verbringen. Dieses sog. Besuchs- oder Umgangsrecht sollten Sie dem Kind auch nahelegen. Untersuchungen haben gezeigt, daß es für die Entwicklung des Kindes wichtig ist, daß es auch Kontakt zu dem Vater hat. Dies sollten Sie bedenken, wenn über eine Kontaktaufnahme des Kindes bzw. des Kindesvaters nachdenken.

Wenn sich das Kind dagegen wehrt, sollten Sie mit dem Kind darüber sprechen und es zur Kontaktaufnahme ermutigen.

3) Sie werden durch das Ausländeramt keine Informationen über die derzeitige Situation Ihres Ex- Freundes erhalten. Sie werden auch keine Akteneinsicht erhalten.


Mit freundlichen Grüßen
Klaus Wille
Rechtsanwalt

Breite Str. 147 - 151
50667 Köln
Tel.: 0221/ 272 4745
Fax: 0221/ 272 4747
www.anwalt-wille.de <http://www.anwalt-wille.de>
anwalt@anwalt-wille.de <mailto:anwalt@anwalt-wille.de>

Nachfrage vom Fragesteller 21.05.2006 | 16:23

Sehr geehrter Herr Wille,
danke erst einmal für Ihre Antwort.
Leider sind Sie aber auf einen Teil bei Ihrer Antwort nicht eingegangen, nämlich:

"Muss ich, solche vom Amt selbstständig geschalteten Kotrollebesuche einfach hinnehmen, oder kann ich bitten diese einzustellen, ohne das sich für mich dadurch Nachteile ergeben?
Denn der Hausbesuch war ja freiwillig von meiner Seite kommend erbeten worden."


Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.05.2006 | 17:14

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Kontrollbesuch des Jugendamtes wird nur dann zulässig sein, wenn es Anhaltspunkte gibt, daß das Kindeswohl beeinträchtigt ist.

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