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Besuchsregelung Kind


27.10.2007 20:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit fast 2 Jahren geschieden. Meine 9 jährige Tochter lebt bei meiner Ex-Frau, wir haben beide das Sorgerecht.
Die Besuchszeiten meiner Tochter sind so geregelt, dass sie mich alle 2 Wochen am Wochenende besucht, die Ferien sind geteilt.
Bisher habe ich mein Kind vom Wohnort ihrer Mutter zu den vereinbarten Zeiten abgeholt bzw. dorthin zurückgebracht. Seit einiger Zeit bin ich jedoch berufsmäßig auswärts tätig, so dass es für mich schwierig ist, immer exakt zu den vereinbarten Zeiten "vor der Tür zu stehen". Meine Versuche, die Besuchszeiten flexibler zu gestalten, erwiesen sich leider als nicht machbar.
Deshalb hat meine Lebensgefährtin das letzte Mal das Kind zurückgebracht, was überhaupt nicht im Sinne meiner geschiedenen Frau war. Dabei hat meine Tochter sich selbst gewünscht, von ihr zurückgebracht zu werden, um zuvor noch gemeinsam Dinge unternehmen zu können.
Bemerken möchte ich, dass meine Lebensgefährtin mit mir seit einem halben Jahr zusammen wohnt und meine Tochter und sie sich seit 1 ½ Jahren kennen und eine sehr gute Beziehung zueinander haben.
Ich befürchte, dass im Falle des Abholens durch meine Lebensgefährtin meine Ex-Frau sogar die Herausgabe des Kindes verhindern würde. Hat meine Ex-Frau das Recht zu fordern, dass nur ich allein das Kind holen bzw. bringen kann?

Vielen Dank.

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Sehr geehrte Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre online-Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Grundsätzlich sind das Abholen und das Zurückbringen des Kindes Aufgabe des umgangsberechtigten Elternteils. Die Einschaltung Dritter soll dabei eine Ausnahme sein und nur in Fällen in Betracht kommen, in denen ein Elternteil einmal verhindert ist.

Besteht eine gerichtliche oder außergerichtliche Umgangsregelung dahingehend, dass die Herausgabe und das Zurückbringen des Kindes durch den umgangsberechtigten Elternteil zu erfolgen hat, wird die Kindesmutter die Einhaltung dieser Regelung fordern und die Herausgabe des Kindes an Ihre Lebensgefährtin grundsätzlich verweigern können. Auch wenn nur die mündliche Vereinbarung des Besuchsrechts im 2 Wochen Turnus besteht, wird sich hieraus nicht das Recht ergeben, Dritte mit dem Holen und Bringen des Kindes zu beauftragen.

Lassen sich die Fälle Ihrer „beruflichen Verhinderung“ zwischen Ihnen und der Kindesmutter nicht einverständlich regeln, sollte zunächst das Jugendamt vermittelnd eingeschaltet werden. Ggf. kann auf diesem Wege eine Regelung herbeigeführt werden, wonach Ihnen gestattet wird, Ihr Kind in Einzelfällen durch Ihre Lebensgefährtin abholen und bringen zu lassen, wenn dies dem Kindeswohl nicht entgegensteht und andernfalls Ihr Umgang zum Teil vereitelt werden würde.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Petry-Berger
Rechtsanwältin
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