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Besuchsrecht bei Wegzug der Ehefrau


17.09.2007 18:46 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Frau will sich von mir trennen.Damit könnte ich noch leben, aber Sie will nach der Scheidung mit den Kindern (3 u. 7)nach Rügen(1000km Entfernung)ziehen.Sie hat mir angeboten, dass ich die Kinder einmal im Monat auf Rügen besuchen könnte.Dies ist für mich nicht akzeptabel und auch finanziell und beruflich kaum zu bewerkstelligen, da ich jedesmal eine Pension nehmen müsste.Sie hat mir zwar angeboten bei meinen noch Schwiegereltern zu bleiben, aber auch das ist für mich keine praktkable Lösung.
Kann ich verhindern,dass meine Frau mit den Kindern nach Rügen zieht?
Wie kann ich durchsetzen, dass ich meine Kinder mindestens alle 14 Tage am Wochenende und zwar hier, in Ihrer Heimat sehen kann?

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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Die Entscheidung, ob die Kinder mit Ihrer Frau nach Rügen verziehen sollen, ist Teil des Aufenthaltbestimmungsrechts. Dieses ist wiederum Teil der elterlichen Sorge nach § 1631 BGB. Da die elterliche grundsätzlich gemeinsam auszuüben ist, muss zwischen den Eltern Einigkeit hinsichtlich einer Änderung des Aufenthaltes bestehen. Wenn eine solche Einigung nicht zu erzielen ist, muss eine Entscheidung durch das Familiengericht nach § 1628 BGB herbeigeführt werden.

Beide Elternteile haben auch die Möglichkeit das alleinige Sorgerecht auf sich übertragen zu lassen und können demgemäß auch allein über den Aufenthalt des Kindes bestimmen. Diesem Antrag wird aber nur dann durch das Gericht gefolgt werden, wenn dies dem Wohle des Kindes besser entspricht, als die gemeinsame elterliche Sorge.
Daneben ist es auch möglich allein das Aufenthaltbestimmungsrecht auf einen Elternteil zu übertragen. Auch hier ist Maßstab der möglichen Entscheidung das Wohle des Kindes. Im Rahmen dieser Übertragung könnte Ihre Frau mit den Kindern nach Rügen ziehen ohne hierfür Ihr Einverständnis einzuholen.

Solange jedoch eine solche Regelung nicht getroffen wurde, ist Ihre Ehefrau nicht berechtigt, mit den Kindern wegzuziehen. Sollte sie sich darüber hinwegsetzen haben Sie die Möglichkeit durch eine gerichtliche Verfügung den vorherigen Zustand wiederherzustellen.
Sollten Sie befürchten, dass ein Umzug bald bevorsteht, können Sie auch schon jetzt präventiv eine Entscheidung des Gerichts dahingehend erwirken, dass es ihr untersagt wird, die Kinder mitzunehmen.

Sollte Ihre Frau einen Antrag auf Übertragung des alleinigen Aufenthaltbestimmungsrechts stellen und diesem wird stattgegeben, so haben Sie keine Möglichkeit den Umzug zu verhindern. Dem steht auch nicht die Erschwerung des Umgangsrechts entgegen.

In Fällen, wie dem Ihren, ist es ratsam, sich vorab über die rechtlichen Möglichkeiten und deren Auswirkungen zu informieren. Daher rate ich Ihnen einen Anwalt aufzusuchen und sich von diesem eingehend, auch im Hinblick auf die Untersagung des Wegzuges, beraten zu lassen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt


info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de
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