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Besuchs- und Umgangsrecht


22.05.2006 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Damen und Herren,

benötige dringend Ihre Hilfe, denn ich bin am Ende!

Ich bin seit 2002 von meinem Mann getrennt. Das Umgangsrecht wurde eingestellt auf Grund der Grenzüberschreitungen meines Mannes an meiner Tochter. Meinen Sohn mußte ich in einen betreuten Umgang geben, welcher ebenfalls scheiterte.
Im Jahr 2005 verstarb mein Mann bei einem Verkehrsunfall. Seit 2002 ist auch das Verhältnis mit seinen Eltern total zerrüttet! Die Kinder kennen nicht mal Oma und Opa! Auch werde ich am Tod meines Mannes für schuldig gemacht von meiner Schwiegermnutter.
Jetzt haben sie beim Familiengericht einen Antrag auf Besuchs- und Umgangsrecht gestellt! Bei der Gerichtsverhandlung wurde nach dem beide Partein angehört wurden, die Kinder angehört! Beide Kinder 5 und 7 Jahre gaben auf die Fragen des Richters an, dass sie mit diesen Leute nichts zu tun haben wollen, sie ihre Ruhe möchten und diese auch nicht kennenlernen möchten...Der Richter fasste den Entschluß, dass die Kinder ein erneutes psy. Gutachten durchwandern müssen. Nach der Verhandlung wurde meine Tochter krank. ICh war beim Arzt, dieser bescheinigte mir auch, dass meine Tochter vor weiteren psy. Belastungen fern gehalten werden sollte. Anzumerken ist noch, dass sich meine Tochter schon mehrere Gutachten unterziehen mußte betr. Missbrauch!! Sie ging auch 2 Jahre in Therapie!! Alles wird unter den Tisch gekehrt mit der Begründung, Großeltern haben ein Recht!!

Ich versteh die Welt nicht mehr, Zerrüttung seit 5 Jahren, keinen Kontakt mit den Kindern seit 5 Jahren, Beschimpfungen, Morddrohungen an mich etc etc. und mit solchen Leuten soll ich den Umgang der Kinder gewähren? Abgesehen davon ,dass beide Kinder Nein gesagt haben.

Bitte helfen Sie mir, was kann ich tun???

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Guten Abend,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In Ihrem Fall gilt zunächst § 1685 BGB, welchen ich hier zitieren möchte:

"Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen

(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.

(2) Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.

(3) § 1684 Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend. "

Nach Absatz 1 besteht das Umgangsrecht also nur, wenn dieses dem Wohl der Kinder dienen würde.

Hatten die Kinder regelmäßig Umgang mit den Großeltern, kann ein weiterer Kontakt nur aus vernünftigen, am Kindeswohl orientierten Gründen verweigert werden.

Genau diesen Kontakt hatten die Kinder aber zuvor nicht.

Dient die Aufrechterhaltung von Besuchskontakten zu den Großeltern dem Kindeswohl kann der Umstand, daß zwischen Eltern und Großeltern erhebliche Spannungen bestehen, nicht als Grund herhalten, die gewachsenen Beziehungen der Kinder zu ihren Großeltern aufzugeben.

Doch auch dieser Grundsatz ist in Ihrem Fall nicht anwendbar, da zuvor keine Besuchskontakte stattgefunden haben und deshalb eine Aufrechterhaltung ausscheidet.

Der Umgang von Großeltern mit ihren Enkeln dient, wenn zwischen ihnen hinreichende Bindungen bestehen, regelmäßig dem Kindeswohl, es sei denn, daß schwerer wiegende Gründe entgegenstehen.

In Ihrem Fall bestehen ebend keine hinreichenden Bindungen der Kinder zu den Großeltern und die Kinder wollen den Kontakt auch nicht. Darüber hinaus sehe ich aufgrund des erfolgten Missbrauchs erhebliche Gründe, welche gegen ein Umgangsrecht sprechen.

Nach einer ersten Einschätzung auf Grundlage Ihrer Schilderung, dürfte daher ein Umgangsrecht für die Großeltern nicht bestehen.

Das Recht der Großeltern muss nämlich hinter dem anzustrebenden Kindeswohl zurückstehen.

Sie sollten sich in diesem Verfahren unbedingt der Hilfe eines familienrechtlich orientierten Awaltes bedienen.

Hier kann auch gegen unverhältnismäßige Begutachtungen interveniert werden.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

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Nachfrage vom Fragesteller 22.05.2006 | 21:47

Kann ich mich dem psy. Gutachten, welches das Gericht verlangt, entziehen?

Mein Anwalt sagt ja, da mir Manipulation vorgeworfen wird und das Jugendamt einen betreuten Umgang befürwortet.

Meine Kinder sind aber am Ende. Wenn man das Thema anspricht, dass sie nochmals befragt werden, halten sie die Ohren zu und sagen, wir wollen unsere Ruhe!!!wir sagen gar nichts mehr!

Was kann ich tun?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.05.2006 | 22:00

Ich rate Ihnen, trotz Ihrer wohl erheblichen psychischen Anspannung jetzt sehr besonnen und kontrolliert zu reagieren. Vor deutschen Familiengerichten hat man es manchmal tatsächlich schwer, das Kindeswohl zu wahren, da die Richter/Richterinnen in vielen Fällen einfach überfordert sind und sich dann am liebsten der Hilfe von Psychologen bedienen.
Wenn das Gericht eine Begutachtung anordnet, sollte Ihr Anwalt ggfl. gegen diese Anordung vorgehen. Ist dies nicht mehr möglich, kann es gefährlich sein, sich dieser entziehen zu wollen.

Vielleicht schalten Sie einen selbst gewählten Psychologen ein und lassen diesen seine fachliche Meinung dem Gericht mitteilen.

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