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Besuchs-Umgangrecht der Großeltern


| 24.02.2006 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Hallo,

ich weiß gar nicht so recht wo anfangen, da seit 2002 sehr viel passiert ist.

Ich habe 2 Kinder fast 5 und 7 Jahre. Seit der Trennung 2002 von meinem Mann ist bekannt, dass sex. Übergriffe seitens des Vaters bei meiner Tochter stattgefunden haben.
Meine Tochter war 2 Jahre in Therapie und mußte sich sehr vielen psy. Gutachten unterziehen.

Der Umgangskontakt wurde gesperrt, jedoch mußte mein Sohn den betreuten Umgang wahrnehmen, welcher nach 5 Besuchen scheiterte, da man strafrechtlich nicht gegen ihn vorgehen konnte, nur zivilrechtlich.

Bis März 2004 - Gerichtsverhandlung - fand kein Umgangsrecht statt. Bei der Verhandlung wurde eine Therapie angeordnet und ein neuer Termin vereinbart.

Kurz danach verstarb mein Mann bei einem Unfall. Nachdem meine Tochter davon erfuhr sagte sie unter Tränen, dass ihr jetzt der böse Papa nicht mehr weh tun kann... Von diesem Tag an wurde aus dem introvertierten Menschen ein lebensfroher Mensch, denn der Knoten des Leides hatte sich geöffnet.

Jedoch blieb das Glück nicht lange, denn die Eltern meines vertorbenen Mannes, mit denen ich seit 2002 keinen Kontakt mehr habe bzw. die Kinder diese nicht kennen, haben bei Gericht einen Antrag auf das Besuchs-Umgangsrecht gestellt.

Das Verhältnis ist schon seit der Geburt meines 1.Kindes zerrüttet und es bestand keinerlei Kontakt seit 2002. Weiterhin machen sie mich für den Tod meines Mannes verantwortlich. Unser ganzes Umfeld ist derart vergiftet durch meine Schwiegereltern und deren Freunde/Verwandtschaft. Es ist fast keine Luft mehr zum Atmen da.

Bei der Gerichtsverhandlung hatte auch der Richter dieses Verhältnis schnell bemerkt. Er fragte mich, ob ich einem betreuten Umgang mit den Großeltern zustimmen würde. Ich verneinte dies, aufgrund der Vorkommnisse und des psychischen Zustandes meiner Kinder. Ich sagte auch, dass ich vor einiger Zeit bei einer Kinderpsychologin war und diese mich mit den Kinder fort geschickt hat, mit dem Rat und den Worten: "Lassen Sie Ihre Kinder endlich ihr Leben leben. Halten Sie die Vergangenheit von Ihren Kindern fern..." Ebenso stehen die Lehrer hinter mir, denn sie haben die Entwicklung meiner Tochter ebenfalls mitbekommen und kenne die Vergangenheit meiner Tochter.

Bevor meine Kinder dann in den Gerichtssaal gerufen wurden, haben sie leider miterlebt, wie mein Schwiegervater vor dem Saal mich beschimpfte und mich an der Schulter packte...

Sie waren eine halbe Stunde alleine beim Richter. Nach dem Gespräch durften wir wieder in den Saal und der Richter erklärte, dass beide Kinder den Umgang und das Kennenlernen der Großeltern mehrmals verneint haben und auch keinerlei Interesse daran haben.


Anzuhängen wäre noch, dass ich vom Ziehsohn meiner Schwiegereltern stets Bedrohungen erhalte.

Trotzdem entschied der Richter, dass sich die Kinder einem erneuten psychologischen Gutachten unterziehen müssen. Grund für diesen Beschluß war noch, dass das Jugendamt einen betreuten Umgang gefordert hat.

Seit der Gerichtsverhandlung ist meine Tochter krank, Erschöpfungszustand etc. Sie hält sich die Ohren zu und sagt nur noch, dass sie da nicht hingeht und endlich ihre Ruhe möchte.

Ich liebe meine Kinder über alles. Ich versuche die psychischen Belastungen abzufangen, damit sie ihr Leben leben können.

Aber wo ist denn hier noch eine Gerechtigkeit? Nicht einmal den Willen der Kinder akzeptiert man bzw. respektiert man. Es ist traurig.

Muß ich dem Besuchs-und Umgangsrecht einwilligen?

Ich habe seit 2002 keinerlei Kontakt zu meinen Schwiegereltern, die Kinder kenne sie nicht- Zerrüttung pur und dann noch die Anschuldigung der Schuld am Tod.

Ich bin völlig verzweifelt und weiß keinen Weg mehr...

Ich lass nicht zu, dass meine ganze Familie krank wird bzw. schon teilweise krank ist.

Bitte helfen Sie mir, bitte.

Bleibt mir nur noch der Weg an die Öffentlichkeit???

Für Ihre Mühe im Voraus besten Dank.


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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes aufgrund Ihrer Angaben wie folgt:

1. Die Großeltern haben dann ein Recht auf Umgang mit den Kind, wenn es dem Wohle der Kinder dient.
2. Sie haben viele Umstände angeführt, die dafür sprechen, dass dies nicht der Fall ist.
3. Das Gericht wird von amts wegen ermitteln, ob der Umgang mit den Großeltern dem Kindeswohl dienlich ist.
4. Ihre Kinder wurden vom Gericht angehört. Sie haben dem Richter nach Ihren Angaben gesagt, dass sie keinen Umgang mit den Großeltern wollen.
5. Nunmehr hat das Gericht ein psychologisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Das ist der normale Verfahrensgang, der dazu beiträgt, das Kindeswohl zu ermitteln. Die Verfahrensweise dient dem Schutz der Kinder.

6. Ich halte es für sehr wichtig, dass Sie und Ihre Kinder mit dem Gutachter zusammenarbeiten. Die Kinder haben dabei nochmals die Gelegenheit, ihren Willen zu äußern. Im Interesse der Kinder sollten Sie darauf hinwirken, dass diese den Termin wahrnehmen. Sie sollen sagen, was sie wollen, befürchten usw.

Nach den von Ihnen geschilderten Umständen und der bisherigen Entwicklung des Verfahrens besteht derzeit kein Anlass zu Pessimismus.

Sie und ihre Kinder müssen dem Umgangsrecht nicht zustimmen.

Gerne bin ich bereit, ein Mandat deswegen zu übernehmen. Wenn Sie mögen, setzen Sie sich per e-mail mit mir in Verbindung.


Mit freundlichen Grüßen
Iris Lemmer-Krueger
-Rechtsanwältin-

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2006 | 20:13

Liebe Frau Rechtsanwältin Lemmer-Krüger,

vielen Dank für Ihre Antwort. Aus Ihren Zeilen habe ich jetzt wieder Hoffnung geschöpft.

Es ist furchtbar Kinder leiden zu sehen und das schon seit Jahren, wo man ihnen keine Ruhe gönnt.

Ich kann das Verhalten des Jugendamtes nicht verstehen, warum wollen sie die Kínder zum betreuten Umgang zwingen?
Warum? Ich komme gegen das Jugendamt nicht an und das schon seit Jahren. Die hat es damals auch nicht interessiert was meinen Kinder passiert ist (Übergriffe), nein man hat sofort den betreuten Umgang eingeführt beim Kinderschutzbund.

Was ich dennoch nicht verstehe ist, wenn man die Kinder befragt hat und sie eindeutig ihren Willen erklärt haben, wieso respektiert man diesen nicht und schickt sie erneut zu einem Gutachten?
Sie schreiben mir doch auch, dass die viele Umstände nicht dem Wohl der Kinder dienen.

Warum respektiert man dieses dann nicht?

Glauben sie mir, meine Kinder haben bis dato genügend mitgemacht, so wie ich auch!

Wir möchten nur eines, endlich in Ruhe und Frieden leben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.02.2006 | 20:22

Sehr geehrte Ratsuchende,

wie ich bereits geschrieben hatte, hat das Gericht von Amts wegen die ihm geeignet erscheinenden Beweise aufzunehmen, § 12 FGG.
Ihre Kinder sind noch relativ klein, sodass sie ja auch beeinflusst sein könnten. Ein kinderpsychologisches Gutachten eignet sich deshalb gut, um den Willen der Kinder zu erforschen.
Also, sehen Sie den Gutachtenbeschluss positiv!

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwältin

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