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Besuchervisum für syrische Familie

| 21.10.2018 17:29 |
Preis: 60,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


09:18

Zusammenfassung: Einzelheiten zu den Rechtsmitteln bei Ablehnung eines Antrages auf ein Visum

Ich habe eine Verpflichtungserklärung für den Besuch einer syrischen Familie (Vater, Mutter, minderjähriges Kind) in Deutschland abgegeben. Die Familie will hier ihre beiden in 2015 geflüchteten volljährigen Kinder besuchen. Diese habe jeweils eine kleine Wohnung und machen z. Z. eine Ausbildung (Lehre bzw. Schule). Beide sind anerkannte Flüchtlinge.
Die Familie hat mit allen erforderlichen Unterlagen (Verpflichtungserklärung etc.) in der deutschen Botschaft in Beirut den Antrag auf Besuchervisum gestellt. Dieser wurde für die Mutter und Tochter abgelehnt, der Antrag vom Vater ist noch nicht beschieden.
Meine Frage lautet nun, ob Rechtsmittel gegen die Ablehnung möglich sind und wie diese auszusehen haben. Besteht in der gegenwärtigen Situation überhaupt eine Hoffnung auf Erteilung eines Besuchervisums? Immerhin ist das ganze Procedere nicht nur zeitaufwändig sondern auch kostspielig - zumindest für die Antragssteller.
21.10.2018 | 18:04

Antwort

von


(1273)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Gegen die Ablehnung eines im Ausland – bei einer deutschen Auslandsvertretung - beantragten Visums gibt es kein Widerspruch als Rechtsmittel wie bei sonstigen Verwaltungsakten.

Es gibt ein Verfahren eigener Art:
Es ist aber binnen Monatsfrist eine Remonstration gegen die Entscheidung, ein Visum nicht zu erteilen, möglich.

Diese ist an die entsprechende deutsche Auslandsvertretung zu richten, die das Visum versagt hat.

Zwar ist eine bestimmte Form und eine Begründung nicht vorgeschrieben, jedoch sollte immer Wert auf eine genaue Darstellung des Sachverhalts, der Begründung des Visaantrages und der Remonstration sowie die Auseinandersetzung mit der Begründung der Ablehnung erfolgen.

Die Auslandsvertretung wird den Visumantrag in diesem Fall erneut prüfen.

Kann im Rahmen dessen nicht festgestellt werden, dass der Antragsteller die Visumerteilungsvoraussetzungen erfüllt, so werden dem Antragsteller die für die Ablehnung seines Antrages maßgeblichen Gründe nochmals in einem Remonstrationsbescheid schriftlich mitgeteilt.
Auch können hier noch gegebenenfalls Nachbesserungen des Antrags erfolgen.

Gegen diesen Bescheid kann der Antragsteller innerhalb eines Monats beim Verwaltungsgericht Berlin Klage erheben.

Schon gegen den ursprünglichen ablehnenden Bescheid steht dem Antragsteller (statt der Remonstration) innerhalb eines Monats die Klagemöglichkeit offen.

Ein Anwaltszwang ist nicht vorgeschrieben.

Vor einer Visumsbeantragung sollte man zu Vermeidung von späteren Problemen die Merk- und Formblätter der Botschaft/des Konsulats aufmerksam lesen und beachten.

Häufig hilft es auch schon, wenn man im Internet nach praktischen Problemen anderer Antragsteller sucht, um der Gefahr einer Ablehnung vorzubeugen.

Um noch genauer auf den Sachverhalt, der hier die Rolle spielt, einzugehen, erbitte ich Ihre Informationen darüber, warum das Visum jeweils abgelehnt wurde. Danke für Ihre Rückmeldung, dann antworte ich Ihnen im Rahmen der kostenlos möglich Nachfragefunktion ergänzend.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2018 | 20:25

Sehr geehrter Herr Hesterberg,
besten Dank für Ihre Antwort! Mittlerweile habe ich den Ablehnungsbescheid mit Rechtsbehelf vorliegen. Ich denke, die Hinweise der Auslandsvertretung sind nachvollziehbar und auch umsetzbar. Leider kenne ich den Visumantrag nicht - noch nicht. Mein Problem: Der Bescheid datiert auf den 27.09.2018. Die Fristen betragen jeweils einen Monat (Klage bzw. Remonstration). Und bei den langen Laufwegen von hier nach Damaskus (Antragsteller) und der Auslandsvertretung in Beirut frage ich mich, ob es vielleicht nicht besser wäre, einen komplett neuen Visum-Antrag zu stellen?

Für einen kleinen Hinweis wäre ich Ihnen sehr verbunden. Ein schönes Restwochenende und

mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.10.2018 | 09:18

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage (danke für Ihre Bewertung - es freut mich, dass ich schon weiterhelfen konnte) möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Eine Remonstration per E-Mail und Fax reicht aus; die Klage wäre in Berlin zu erheben (Sitz des Auswärtigen Amts als vorgesetzte Behörde).

In der Tat ist manchmal ratsam einen neuen Antrag zu stellen - ich hatte das selbst vor kurzem bei einer erfolgreichen Remonstration, nach der der Mandant sowieso neue Unterlagen und einen neuen Antrag einreichen musste.

Das wäre also abzuwägen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Bewertung des Fragestellers 21.10.2018 | 20:40

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"Prompte Antwort, und das Sonntagabend. Rechtsauskunft nicht nur korrekt, sondern auch nützliche Tipps. Ich war positiv überrascht."
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 21.10.2018
5/5,0

Prompte Antwort, und das Sonntagabend. Rechtsauskunft nicht nur korrekt, sondern auch nützliche Tipps. Ich war positiv überrascht.


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(1273)

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