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Besteuerung eines Verkaufserlösers einer Auslandsimmobilie (nicht EU)

| 09.03.2017 12:41 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


14:05

Guten Tag,

meine Mutter ist vorletztes Jahr in der Ukraine gestorben und hat mir (ukrainische Staatsbürgerin, wohnhaft ständig in Deutschland) eine Wohnung vererbt (ca EUR 60T). Ich bin jetzt seit ca. 1,5 Jahren Eigentümerin und möchte die Wohnung verkaufen. In der Ukraine zahle ich keine Erbschaftsteuer, aber Steuer auf Veräußerung der Immobile. Ich möchte nach der Veräußerung das Geld von einem ukrainischen Konto auf mein Bankkonto in Deutschland überwiesen. Welche Steuerpflichten fallen in Deutschland an? Antwort bitte mit Zitierung der entsprechenden Vorschriften.

Vielen Dank
Freundliche Grüsse

09.03.2017 | 13:25

Antwort

von


(709)
Tessiner Str. 63
18055 Rostock
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Besteuerung des Veräußerungserlöses obliegt allein dem Land in dem ich die Immobilie befindet (vgl. (Niedersächsisches FG vom 4.3.2010, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=10%20K%20259/08" target="_blank" class="djo_link" title="FG Niedersachsen, 04.03.2010 - 10 K 259/08: Freistellung von Einkünften aus der Veräußerung ein...">10 K 259/08</a>, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=EFG%202010%20S.%201133" target="_blank" class="djo_link" title="FG Niedersachsen, 04.03.2010 - 10 K 259/08: Freistellung von Einkünften aus der Veräußerung ein...">EFG 2010 S. 1133</a>).

Da der veräußerungsgewinn demnach in der Ukraine zu versteuern ist fällt auch bei Überweisung nach Deutschland nichts an. Das geld ist komplett besteuert und der Überweisung liegt kein Einkunftstatbestand nach § 2 EstG (sie überweisen von sich zu sich, wenn auch von unterschiedlichen Banken) zu Grunde.

Somit gibt es keinen die Steuerpflicht oder Steuermeldepflicht auslösender Tatbestand zu Grunde, so dass sie mit Überweisung des bereits in der Ukraine versteuerten Geldes nicht erneut einer Steuerpflicht unterfallen.

Dennoch sollten sie der Ordnung halber alle Unterlagen über die Veräußerung und auch die Besteuerung in der Ukraine gut aufbewahren um eventuelle Rückfragen auch noch nach längeren Zeiträumen beantworten und belegen zu können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Doreen Prochnow

Rückfrage vom Fragesteller 09.03.2017 | 13:56

Vielen Dank für Ihre Beratung.

Ich verstehe Ihre Antwort so, dass auch keine Erbschaftsteuern in Deutschland zu zahlen sind?

Herzlichen Dank nochmals
Freundliche Grüsse

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 09.03.2017 | 14:05

Liebe Fragestellerin, gern hier die Antwort:

Als Tochter der Erblasserin haben sie in Deutschland bei der Erbschaftssteuer ohnehin einen Freibetrag von bis zu 400.000 € bevor Erbschafts- oder Schenkungssteuern anfallen können ( 16 ErbStG)

Somit haben sie in Deutschland keine Erbschaftssteuer zu befürchten. Und auch Einkommensteuer (Steuer auf den verkaufserlös) fällt nicht an, da diese bereits in der Ukraine angefallen ist und der Überweisung nach Deutschland eben kein steuerbarer Erwerbstatbestand zugrunde liegt.

mit freundlichen Grüßen

Doreen Prochnow

Bewertung des Fragestellers 09.03.2017 | 15:09

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