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Besteuerung einer geschenkten und verkauften Immobilie

20.12.2009 21:43 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch


Meine Frau (berufstätig, ca. 1500,- EUR Monatsgehalt) erhält von ihrem Vater vor dessen Ableben - als Schenkung/vorgezogenes Erbe - das elterliche Wohnhaus, in dem weder die Mutter noch der Vater mehr wohnen. Das Haus wird von meiner Frau (und von mir) dann nicht selbst bewohnt werden.
Der Wert des Hauses mit Grundstück wurde auf ca. 240.000 EUR geschätzt, da das Haus schon etwas älter ist, es ist aber noch gut bewohnbar.
Muss meine Frau auf die Schenkung eine Steuer bezahlen?
Muss meine Frau bei einem Weiterverkauf zunächst die Schenkungssteuer bezahlen und dann auch noch die Einnahmen durch den Hausverkauf versteuern?

Sehr geehrter Fragesteller,

ich möchte Ihre Fragen anhand des von Ihnen dargestellten Sachverhaltes und des von Ihnen ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:


Die Freibeträge gem. §16 Abs.1 gelten auch für Zuwendungen unter Lebenden (Schenkungen). In dem Verhältnis zwischen Ihrer Frau und deren Vater gilt ein Freibetrag von 400.000 €. Sofern also in den letzten 10 Jahren nicht bereits Schenkungen vom Vater Ihrer Frau an diese im Wert von mehr als 160.000 € erfolgt sind, fällt bei der Schenkung des Hauses keine Erbschaftssteuer an.


Ertragssteuerlich, also hinsichtlich der Einkommensteuer, sind grundsätzlich nur gewerbliche Grundstücksverkäufe steuerbar, bspw. wenn diese als Spekulationsobjekt ge- und wieder verkauft werden. Dies liegt nach Ihrer Schilderung schon nicht vor. Hinzu kommt, dass selbst dann nur die Wertsteigerung steuerpflichtig wäre.


Im Ergebnis müsste Ihre Frau somit auch keine Einkommensteuer bei einem möglichen Verkauf des Hauses bezahlen.

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