Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Besteuerung Vermächntis

| 23.11.2018 10:09 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Holger Traub, Dipl. Kfm.


Am 16.02.02 habe ich von meinen Stiefvater ein "Erbvertagliches Vermächntis" über ein Haus (Wert ca. 200.000 €) als Teil aus seinem Erbe bekommen. Danach hatten wir keinen Kontakt mehr und am 29.11.15 starb mein Stiefvater. Er war zuletzt im Heim und hatte einen Betreuer, den er zum Alleinerbe - eingesetzt hat. Der Betreuer hat mir auch am 25.02.16 im Zuge des "Vermächtnisvollzuges" das Haus gegeben nur ist nun die Frage, wie dies steuerrechtlich zu behandeln ist. Habe ich einen Freibertag von 400.000 €, weil das Haus - zwar indirekt - vom Stiefvater gekommen ist, oder nur 20.000 €, weil das Haus vom ehemaligen Betreuer - also einem Fremden - gekommen ist. Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Als Stiefkind werden Sie nach dem Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) gleich behandelt wie ein biologischer Abkömmling, vgl. § 15 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG . D. h. für Sie gelten die Freibetrage nach § 16 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG , namentlich € 400.000.

Das Vermächtnis stammt aus dem Nachlass Ihres verstorbenen Stiefvaters. Ein Vermächtnis ist die Zuwendung eines bestimmten Vermögensgegenstandes an den Begünstigten (aus dem Nachlass). Die bestehende Erbenstellung des Betreuers ist hierfür irrelevant.

Für Sie ist das Verhältnis Stiefvater/Stieftochter relevant, denn in diesem Verhältnis vollzieht sich das Vermächtnis. Der Erbe (hier der Betreuer) wird nur zur "Erfüllung" hierzu verpflichtet.

Für Sie gilt daher die Freigrenze in Höhe von € 400.000.

Der Erwerb aus der Erbschaft ist innerhalb von 3 Monaten ggü. Ihrem Finanzamt anzuzeigen, vgl. § 30 ErbStG .

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern Sie mit meinen Ausführungen zufrieden waren, würde ich mich über die Abgabe einer vollen 5-Sterne-Bewertung freuen.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 23.11.2018 | 13:19

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Jetzt Frage stellen