Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Besteuerung Firmenwagen von AG falsch berechnet

| 04.04.2015 17:22 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Arbeitnehmer im Außendienst wird 2009 aufgrund Gesundheitlicher Probleme eine Stelle im Innendienst in 103 km Entfernung zur Wohnung angeboten, welche dieser annimmt.

Arbeitnehmer stellt 2012 fest dass in der Lohnabrechnung nur 25 km Wohnung – Arbeitsplatz versteuert werden und teilt dies mündlich seinem Vorgesetzten mit, eine Änderung der Besteuerung erfolgte nicht.

Arbeitnehmer teilt den Sachverhalt 2014 nochmals schriftlich seinem Vorgesetzten mit und bittet darum ihm eine erste Tätigkeitstätte in einer Filiale in der Nähe seiner Wohnung zuzuteilen.
Arbeitnehmer hat trotz Innendienst immer auch Aufgaben in den Filialen des Unternehmens zu erledigen.
Dem Wunsch wird nicht entsprochen, stattdessen wird die Besteuerung Wohnung – Arbeitsplatz komplett gestrichen und es wird nur noch die 1% Regel angewandt.

Mittlerweile wurde von Seiten des Finanzamtes die Einkommenssteuererklärung des Arbeitnehmers geprüft und es ist wohl eine Nachzahlung zu erwarten.

Fragen dazu:
1.
Trifft es zu das dem Arbeitnehmer durch das Verhalten des Arbeitgebers Nachteile entstehen.
Begründung:
Die zu erwartende Nachzahlung ist höher wie die Steuerlast die aufgekommen wäre wenn der Arbeitgeber dies richtig besteuert hätte und der Arbeitnehmer hätte reagieren können

z.B.
Arbeitnehmer hätte die Möglichkeit gehabt den Dienstwagen zurückzugeben.
Die Tourenplanung steuerlich zu Optimieren .
oder das Angebot zum Innendienst zurückzunehmen.

Diese Möglichkeiten wurden aber nicht in Betracht gezogen da der Arbeitnehmer davon ausgehen musste das die Besteuerung korrekt ist, was ihm 2012 auch so mündlich mitgeteilt wurde.

2.
Inwieweit begeht der Arbeitgeber eine Straftat bzw. verhält sich Rechtswidrig. Der Arbeitgeber Unterhält eine Dienstwagenflotte von mehreren Hundert Fahrzeugen, und dürfte damit seine SV Abgaben signifikant senken.
Die Besteuerung ist bei vielen Arbeitnehmern niedriger als sie sein sollte und erste Tätigkeitsstätten sind nicht zugeordnet.

3.
Was für Möglichkeiten bestehen um die zu erwartenden Nachzahlung zu reduzieren bzw. den Arbeitgeber in Regress zu nehmen?

4.
Gibt es eine Regelung für eine zugewiesene erste Tätigkeitstätte, z.B. das die vertraglich Vereinbarte Arbeitszeit oder ein bestimmter Teil davon in dieser Tätigkeitsstätte erbracht werden muss .

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Ihre Annahme kann durchaus zutreffend sein, hierzu müsste man natürlich Vergleichsberechnungen anstellen. Aber grundsätzlich haben Sie recht, Ihre Handlungsoptionen wurden eingeschränkt. Gleichwohl müsste man prüfen, inwiefern nicht seit 2012, seitdem Sie also die "fehlerhafte Umsetzung" bemerkt haben, nicht doch Handlungsoptionen ihrerseits bereits bestanden haben.

2. Hier könnte es sich tatsächlich um eine Steuerhinterziehung handeln, gleichwohl wäre zu prüfen, ob nicht durch die Gestaltung des Arbeitsvertrages doch eine erste Tätigkeitsstätte zugeordnet worden ist.

3. Eine Möglichkeit zur Reduktion der Nachzahlung wird hier nicht bestehen, möglich erscheint jedoch ein Regress beim Arbeitgeber, wobei hier die Details noch zu prüfen wären (insbesondere im Hinblick auf die Kenntnis Ihrerseits seit 2012).

4. Es gibt tatsächlich keine Detailregelungen hierzu. Es darf lediglich nicht so sein, dass der Arbeitnehmer gar keine Tätigkeiten in der festgelegten Stätte erledigt bzw. erledigen muss. Im Übrigen reichen auch völlig untergeordnete Tätigkeiten wie das Abgeben von Krankmeldungen oder Materialfahrten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 07.04.2015 | 18:16

Danke für die rasche Antwort.
Das Stichwort war Arbeitsvertraglich.
Dieser wurde nicht geändert wie ich in den Innendienst gewechselt bin.
Unter §1 steht immer noch
Die Tätigkeit des Arbeitnehmers erstreckt sich auf sämtliche Betriebe und Betriebsstätten des Arbeitgebers. Der Arbeitgeber erklärt sich damit einverstanden , in eine andere Betriebsstätte versetzt zu werden.
Wie bereits beschrieben bin ich nach wie vor in etlichen der Betriebsstätten tätig und nicht im reinen Innendienst.
Wurden hiermit mehrere Tätigkeitsstätten festgelegt und zur Berechnung der Fahrten Wohnung - Arbeitsstätte wird die Filiale mit der geringsten Entfernung berechnet, oder liegt hier keine erste Tätigkeitsstätte vor.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.04.2015 | 20:03

Sehr gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Wenn keine Betriebsstätte in dokumentierter Art und Weise fixiert worden ist, kann nicht davon ausgegangen werden, dass automatisch die Betriebsstätte mit der kürzesten Entfernung als festgelegt gilt. In Ihrem Fall dürfte es also an einer Fixierung fehlen. Prüfen Sie Ihre Unterlagen noch einmal, ggf. erfolgte in sonstiger Weise nach Einstellung (ich referenziere hier auf Paragraph 2 des Nachweisgesetzes) eine Festlegung des Arbeitsortes, evtl. durch eine beigefügte Stellenbeschreibung oder Ähnliches. Ist auch dies nicht der Fall, so fehlt es an einer Festlegung.

Bewertung des Fragestellers 09.04.2015 | 06:49

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"

Hat viel dazu beigetragen einen Konflikt mit dem AG schnell und kostengünstig zu lösen.

"