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Besteuerung Dienstwagen

27.10.2014 20:55 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Ich bin als Unternehmensberater (Projektmanagement, IT) bei einem Beratungsunternehmen angestellt. Mein Arbeitgeber hat mir einen Dienstwagen angeboten und ich versuche herauszufinden, ob dieses Angebot für mich finanziell vorteilhaft ist.

Die einfache Entfernung von Wohnsitz zum Firmensitz meines Arbeitgebers beträgt 36 km.

In einem normalen Jahr habe ich an 4-6 Tagen Termine am Firmensitz meines Arbeitsgebers und verbringe alle anderen Arbeitstage beim Kunden.

Bisher kompensiert mir mein Arbeitgeber alle dienstlich veranlassten Fahrten mit 0,30 EUR je gefahrenem km (vom Wohnsitz gerechnet), während ich die Fahrten zum Firmensitz nicht als Reisekosten geltend machen kann.

Der Dienstwagen würde mir zur privaten Nutzung überlassen werden, obwohl ich dies eigentlich nicht benötigen würde.

Mein Arbeitgeber hat mir außerdem angeboten, meine Arbeitsstätte geeignet (oder auch gar nicht) vertraglich festzuschreiben, so dass die Regelung für mich so günstig wie möglich ausfällt.

Bisher habe ich verstanden:
Ich versteuere 1% des Listenpreises sofern der Dienstwagen für Privatfahrten genutzt werden kann.
Zusätzlich muss ich 0,03% des Listenpreises (bei monatlicher Betrachtung oder 0,002% des Listenpreises bei tagesbasierter Betrachtung) je Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte versteuern.
Fahrten zum Kunden wären steuerfrei.

Beispielrechnung:
Listenpreises 40000 EUR, 1% entspricht 400 EUR
In Monaten mit einem Termin am Firmentsitz kämen dazu 28,80 EUR.

Bei einem Steuersatz von 33% würde der Dienstwagen ca. 141 EUR / Monat "kosten".

Fragen:
Habe ich das so richtig berechnet?
Ist es für mich günstiger, die Tätigkeitsstätte am Firmensitz festschreiben zu lassen oder wäre, wenn der Arbeitgeber dies nicht festlegt?
Muss für die tagesbasierte Abrechnung ein Fahrtenbuch geführt werden?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zunächst ist festzuhalten, dass Sie die zu erwartende Kostenbelastung bei Anwendung der 1-Prozent-Regelung vollkommen richtig errechnen.

Es wäre hierfür sicherlich sinnvoll, eine Zuordnung der "ersten Tätigkeitsstätte" zum Firmensitz des Arbeitgebers vorzunehmen, da dann die 0,002-Prozentregelung angewendet werden könnte (wenn bei 4-6 Tagen überhaupt eine Besteuerung vorgenommen werden kann.) Die o,oo2-Prozent-Regelung kann überhaupt nur gewählt werden, wenn weniger als 15 Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte im Monat erfolgen, was bei Ihnen ja der Fall ist.

Die Wahl des Firmensitzes ist seit 2014 auch möglich, wenn Sie nur selten Ihren diese Tätigkeitsstätte aufsuchen. Entscheidend ist die dauerhafte Zuordnung des Arbeitgebers (im Arbeitsvertrag).

Wird keine konkrete Zuordnung vorgenommen, richtet sich die "ertse Tätigkeitsstätte" nach dem regelmäßigen Tätigkeitsort, der prinzipiell auch bei einem Kunden liegen kann, wenn Sie dort regelmäßig tätig werden.

Ihr häusliches Arbeitszimmer kann übrigens niemals erster Tätigkeitsort sein.

Zu Ihrer letzten Frage:

Die strengen Voraussetzungen, die an ein Fahrtenbuch gestellt werden, gelten bei Anwendung der 0,002-Prozent-Regelung nicht. Trotzdem müssen alle tatsächlichen Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte nachgewiesen werden. Dies kann etwa durch eine Bestätigung des Arbeitgebers geschehen.

Auch wenn ein Fahrtenbuch also nicht erforderlich ist, sollten sie die Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte sorgfältig dokumentieren.

Insgesamt gebe ich zu bedenken: Die hier gemachten Ausführungen beziehen sich nur auf die von Ihnen gestellten Fragen und beantworten insbesondere nicht die Frage, ob die Anwendung der 1-Prozent-Regelung die günstigste wäre. Hierfür wären zahlreiche weitere Sachverhaltsangaben erforderlich, etwa dazu, wie umfangreich die Privatnutzung ist.


Ich hoffe trotzdem, Ihre konkrten Fragen verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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