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Besteuerung Abfindung


12.04.2007 09:31 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Ich bin 1963 geboren, habe die Lohnsteuerklasse III (keine Kirchensteuer) und seit 07.03.07 nach einer langjährigen Auslandstätigkeit wieder einen festen Wohnsitz in Deutschland (Nähe Köln). Ich einen Aufhebungsvertrag mit einem deutschen Großunternehmen unterzeichnet, der mich zum 28.02.07 bezahlt freistellt. Am 30.04.07 endet das Arbeitsverhältnis. Im Zeitraum zwischen 1997 und 28.02.07 wurde mein Gehalt zu 100% in Brasilien versteuert.

Der Aufhebungsvertrag sieht für 2007 die folgenden Zahlungen vor: 16.000 Euro Brutto Gehalt für die Monate März und April, 44.000 Euro Brutto Tantieme für das Kalenderjahr 2006, 10.000 Euro Brutto Tantieme anteilig für 2007 und eine Abfindung in der Höhe von 170.000 Euro brutto. Tantieme und Abfindung werden zum Zeitpunt des Ausscheidens am 30.04.07 ausgezahlt.

In die Lohnsteuerkarte, die ich nach meiner Anmeldung in Deutschland am 07.03.07 erhielt ist ein Verlustvortrag von 70.000 Euro aus Vermietung und Verpachtung einer Immobilie in Dresden eingetragen.

Frage: Wie hoch ist unter Berücksichtigung des Verlustvortrages die Besteuerung von Gehalt, Tantieme und Abfindung (Fünftelregelung?), wenn ich über die o.g. Zahlungen hinaus

a) kein weiteres Einkommen mehr in 2007 habe?
b) ab 01.07.07 Arbeitslosengeld in Höhe von 60% meines letzten Einkommens (ca. 5.000 Euro) erhalte?
c) ich noch in 2007 Einahmen aus Verkauf oder Verpachtung einer Immobilie habe, die mir länger als 10 Jahre gehört?

Danke
Sehr geehrter Herr,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:
a. Voraussetzung für die Anwendung der Fünftelregelung ist eine Zusammenballung von Einkünften in einem Veranlagungszeitraum. Nach der Rechtsprechung setzt die Anwendung der begünstigten Besteuerung nach § 34 EStG u.a. voraus, dass die Entschädigungsleistungen zusammengeballt in einem Veranlagungszeitraum zufließen. Weiterhin muß im Rahmen der Zusammenballung im Sinne des § 34 EstG die Entschädigung die bis zum Jahresende wegfallenden Einnahmen überschreiten. Die Fünftelregelung findet bei Ihnen Anwendung, unterstellt das Monatsgehalt beträgt 8000,-- EUR (brutto) und die Jahrestantieme im Durchschnitt 40.000,-- EUR.
Der Verlust aus der Eigentumswohnung wird gesondert behandelt und bei der Steuerberechnung erst herangezogen, wenn alle laufenden voll steuerbaren Einkünfte mit den Verlusten ausgeglichen sind.
b. Die bei 34 Abs. 1 S. 2 EStG zu saldierenden Steuerbeträge sind in der Weise zu ermitteln, dass jeweils die allg. Tarifvorschriften einschließlich des Progressionsvorbehaltes Anwendung finden, wenn wie hier Arbeitslosengeld und Entschädigung im selben Veranlagungszeitraum, also 2007, zufließen. Der Progressionsvorbehalt wirkt sich nur auf die Höhe des Steuersatzes aus, das Arbeitslosengeld bestimmt (erhöht) aber nicht den Umfang des zu besteuernden Einkommens.
c. Wenn Sie die Immobilie mehr als 10 Jahre in Ihrem Eigentum behalten und sodann veräußern, sind die Veräußerungsgewinnne aufgrund einer „Sondernorm“ in Abgrenzung zu § 34 EStG steuerfrei. Die laufenden Einkünfte aus Verpachtung würden nicht § 34 EStG unterfallen - unterliegen somit nicht der Tarifermäßigung nach § 34 EStG- und wären somit voll steuerbar.




Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.
Mit besten Grüßen
RA Hermes
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