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Bestellung und Rücksendung jetzt Mahnung nach 1,5 Jahren

16.01.2017 13:28 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hallo, ich habe folgendes Problem:
Im August 2015 habe ich im Internet bei einem Händler einen Türgriff für die Haustür bestellt. Dieser hat nicht gepasst und somit habe ich das Paket wieder zurück gesendet (ebenfalls im August 2015) und nie wieder etwas von diesem Verkäufer gehört.
Nun erhalte ich einen Brief mit der 2. Mahnung per POst mit der Rechnungssumme. (die 1. Mahnung wäre angeblich am 29. Mai 2016 per Email an mich gegangen --> jedoch wird diese Emailadresse seit Herbst 2015 von mir nicht mehr bedient, bzw. kann ich mich dort nicht mehr einloggen)
Nun ist es üer 1,5 Jahre her, das ich das Paket mit dem Griff wieder an die Firma gesendet habe. Dieses wäre nicht angekommen und ich habe nach der langen Zeit auch kein Versendungsnachweis von der Post mehr, weil ich davon ausgegangen bin, das alles in Ordung gegangen ist, da ich ja nie wieder etwas von diesem Händler gehört habe.
Was soll ich tun?
Ein schriftliche Mahnung (Januar 2017) per Post nach so langer Zeit?
Und angeblich keine Rücksendug eingegangen.
Muss ich jetzt den Betrag zahlen oder wer haftet?

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben im Internet eine Bestellung getätigt und diese innerhalb von 14 Tagen widerrufen und die Lieferung zurückgesendet.
Jedoch fehlt ein Beleg über die Einlieferung/Versendung.

Sie durften die Bestellung mittels Fernabsatzvertrag widerrufen (§ 312c, 312g, 355 Abs. 1 BGB).

Auf Grund des Widerrufs mussten Sie die Bestellung innerhalb von 14 Tagen zurücksenden (§ 355 Abs. 3 S. 1, S. 3 BGB, § 357 Abs. 1 BGB).

§ 357 Abs. 4 S. 1 BGB: "Bei einem Verbrauchsgüterkauf kann der Unternehmer die Rückzahlung verweigern, bis er die Waren zurückerhalten hat oder der Verbraucher den Nachweis erbracht hat, dass er die Waren abgesandt hat."

Da Sie den Kaufpreis noch nicht gezahlt haben, kann der Unternehmer diesen noch fordern.

Die Gefahr der Rücksendung trägt der Unternehmer (§ 355 Abs. 3 S. 4 BGB).

Sie müssen aber beweisen, dass die Lieferung zurückgesendet bzw. abgesendet wurde.

> Teilen Sie dem Unternehmen mit, dass und wann die Lieferung zurückgesendet wurde. Wenn es einen Zeugen gibt, können Sie diesen benennen. Ideal wäre der Rücksendebeleg gewesen.

> Wenn Sie die Rücksendung nicht beweisen können, so gilt diese als nicht durchgeführt, sodass der Händler auch 1,5 Jahre später (sogar bis zum Eintritt der Zahlungsverjährung Ende 2018) noch die Zahlung des Kaufpreises verlangen kann. D.h. Sie müssen zahlen, so als hätten Sie den Griff nicht zurückgesendet, leider.

> Ob eine vergleichsweise Lösung möglich ist, kann hier nicht abgeschätzt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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