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Bestellung bei einem Opel Haendler

07.10.2015 07:03 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Zusammenfassung:

Ein Vertrag auf Bestellung eines Autoersatzteils löst nur dann ein Widerrufsrecht aus, wenn die Bestellung mithilfe von Telekommunikationsmitteln erfolgt ist, nicht bei einer persönlichen Bestellung im Laden.

Ich habe bei einem Opel Vertragshaendler einen Kuehlerventilator fuer mein PKw bestellt.Dazu musste ich eine Unterschrift leisten sonst haette man das Autoteil nicht bestellt .
Als das Teil dann da war und ich es bei dem Haendler begutachtete stellte ich fest das es nicht der selbe Kuehlev. war den ich hatte .Meiner war aus Alumienium und den den man mir geben wollte war aus Plastik. Man versicherte mir das dieses Plastikteil original Opel ist und in mein Auto passt und ein Kuehlerventilator aus Aluminium fuer dieses Baujahr nicht mehr gibt.
Daraufhin sagte ich das ich dieses Teil aber nicht wolle und warum man mir dies nicht vorher gesat hat, daraufhin sagte der Angestellte nur dieses Teil passt auch sagt unser KFz Meister.Und ich sagte wieder meins ist aus Aluminium und nur das will ich haben.
Ich nahm es nicht mit und verliess den Haendler ohne Ersatzteil. 2 Tage spaeter brachte ich dem Haendler den Aluminium Ventilator derin meinem PKW war und liess Ihn auch dort ,dieser liegt immer noch zusammen mit der Plastikausfuehrung von Opel beim Haendler.
Nach Wochen dann bekam ich eine Rechnung mit der Aufforderung EUR 385.- zu bezahlen, ohne das irgendeine Bezeichnung in der Rechnung stand.Diese schickte ich zurueck mit dem Vermerk: ihre Buchhaltung muss sich da geirrt haben ich habe weder etwas gekauft noch abgeholt oder reparieren lassen.
Wieder 1 Woche spaeter kam dann eine detalierte Rechnung einen Ventilator mit Gehause gekauft zu haben, dabei liegt das Teil bei Opel.
Und heute rief mich der Haendler an und meine ob wir uns nicht guethlich einigen koennten um diese Angelegenheit zu beenden und ich den Ventilator doch abholen soll sowie auch den Betrag zu ueberweisen.Denn zurueck schicken an Opel Zentrale kann er nicht mehr.
Aber sollte ich nicht dazu bereit sein die Rechnung zu begleichen so wird er die Angelegenheit seinem Rechtsanwalt uebergeben.


Meine Frage;
Muss ich das Teil nun nehmen oder nicht , denn ich wiill es nicht.
Es gehoert nicht zum Baujahr von 1999-2001

Sehr geehrte Mandantin, sehr geehrter Mandant,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ob Sie eine Verpflichtung zur Abnahme des bestellten Ersatzteils trifft oder ob Sie es zurückgeben können, hängt von der Art und dem Inhalt des Vertrages ab, den Sie mit dem Autohaus abgeschlossen haben.
Basierend auf Ihren Angaben gehe ich davon aus, dass die Unterschrift, die Sie geleistet haben, noch keinen Werkvertrag zur Reparatur in der Werkstatt, sondern erst einmal eine bloße Bestellung betraf. Damit hätten Sie einen Kaufvertrag abgeschlossen.

Bei einem Kaufvertrag gilt grundsätzlich, dass dieser bindend ist. Das heißt: Einmal bestellte Ware müssen Sie auch abnehmen und bezahlen.
Zwar gibt es verschiedene "Mechanismen", mit denen eine Rückabwicklung eines Vertrages vorgenommen werden kann, diese dürften vorliegend aber nicht greifen:

Der bekannte Verbraucherwiderruf, also das "Rückgaberecht binnen 14 Tagen" gilt bei Fernabsatzverträgen. Das bedeutet, es müsste ein Vertrag mit Hilfe von Ferntelekommunikationsmitteln zustande gekommen sein, also über Telefon oder Internet. Hier haben Sie persönlich die Bestellung in Auftrag gegeben.

Eine Rückgabe der Ware kann weiterhin in Frage kommen, wenn sie mangelhaft ist. Selbst dann hat der Verkäufer aber das Recht, für nicht defekten Ersatz zu sorgen. Eine Beendigung des Vertrages ist damit also nicht verbunden.

Die Rückgabe von Ware in Ladengeschäften, meist unter Vorlage des Kassenbelegs, basiert rein auf der Kulanz der Geschäftsleute. Ein Recht hierauf haben Sie also nicht.
Offenbar haben Sie auch keine dahingehende Vereinbarung mit dem Autohaus abgeschlossen. Eine solche müssten Sie zudem nachweisen können.

Einzig denkbar könnte ein Rücktritt vom Vertrag sein, wenn man die Sache so sehen möchte, dass Sie einen Ventilator aus Alumnium bestellt hätten und dessen Lieferung nun tatsächlich unmöglich wäre, weil er nicht mehr hergestellt wird. Dann hätte die Lieferung nicht erfolgen dürfen, bzw. muss nicht zu Ihren Lasten gehen, weil das Modell aus Kunststoff nicht der Bestellung entspricht.
Doch Achtung: Diesbezüglich würde Sie die Beweispflicht treffen. Sie müssten also - z. B. durch Aussage eines Sie begleitenden Zeugen, ein schriftliches Dokument, eine Anfrage per E-Mail oder ähnliches - nachweisen können, dass Sie explizit einen Aliminiumventilator bestellt haben.

Gelingt Ihnen dies nicht, wäre wohl regelmäßig von dem in Ihrem Fall üblichen Kundenwunsch auszugehen und dieser würde wohl wie folgt lauten: Der Ventilator ist kaputt, der Kunde wünscht Ersatz, Ersatz wurde bestellt, dieser ist zu bezahlen.

So leid es mir tut, muss man also leider davon ausgehen, dass das Autohaus gegen Sie einen Anspruch auf Abnahme des Teils und Bezahlung hat. Dies gilt wie gesagt nur dann nicht, wenn Sie eine Bestellung des Aluminiumteils ausdrücklich nachweisen können, oder auch dem Händler beweisen können, dass es sehr wohl noch möglich wäre, einen Ventilator aus Aluminium zu liefern. Dies vermag ich nicht zu beurteilen.

Abschließend möchte ich Ihnen daher raten, sich das Angebot zu einer gütlichen Einigung einmal anzuhören. Eventuell findet sich eine Lösung.
Sollten Sie das Teil abnehmen, hätten Sie noch immer die Möglichkeit, es selbst weiterzuverkaufen.
Reagieren Sie gar nicht, sind die Erfolgsaussichten in einem möglichen Gerichtsverfahren für das Autohaus groß. Bitte bedenken Sie auch, dass Sie dann auch eventuell entstehenden Schaden der Gegenseite ersetzen müssten. Hierzu gehören z. B. Einlagerungskosten für die Aufbewahrung des Ersatzteils beim Autohaus, Rechtsanwalts- und Gerichtskosten von mehreren Hundert Euro und mehr.
Eine solche Lösung wäre also als hochgradig unwirtschaftlich zu bezeichnen, weshalb ich Ihnen hiervon abraten möchte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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