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Bestellung auf Verein - Widerrufsrecht

| 01.02.2013 08:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


09:14
Ein Kunde bestellt bei uns eine größere Menge gleicher Artikel.
Als Rechnungsanschrift trägt der Kunde die Adresse eines eingetragenen Vereins ein, als Lieferanschrift seine Privatadresse.
Wir haben diese Fälle sehr häufig und weisen während dem Bestellprozess sogar darauf hin, dass man sich erst ein Musterexemplar anfordern solle bevor größere Mengen bestellt werden.
Dies wird jedoch von vielen Kunden ignoriert.
Wie verhält es sich, wenn der Kunde ganz bewusst eine Rechnungsanschrift eines Vereins wählt und eine abweichende Lieferanschrift angibt ?
Können wir in diesem Fall davon ausgehen dass gemäß BGB§13 keine natürlich Person bestellt hat sondern ein Verein?
Der Kunde behauptet nun er habe als Privatperson bestellt.
01.02.2013 | 08:47

Antwort

von


(2140)
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Sehr geehrte Fragestellerin,

bei der Beurteilung, ob es sich um einen Verbraucher oder Unternehmer handelt, kommt es in erster Linie darauf an, wer als Rechnungsempfänger eingetragen worden ist, da die Rechnungen die steuerliche Absetzbarkeit beschreiben.
Die Lieferadresse ist hierbei zweitrangig, da viele Vereine auch unter der Woche nicht besetzt sind und die Waren somit an eine jeweilige Privatperson als Mitglied gesendet werden (müssen).

Als weiteres Indiz kann die konkrete Ware heran gezogen werden, wenn daraus hervorgeht, dass es sich um typische Waren für einen Verein und nicht für eine Privatperson handelt.

In Ihrem Fall kann man wegen der Rechnungsanschrift gut davon ausgehen, dass die Waren auch für den Verein bestellt worden sind, unabhängig der abweichenden Lieferadresse und sofern die bestellten Waren auch nicht nur für eine Privatperson in Betracht kommen.

Nebenbei sei noch erwähnt, dass es bei der Rücksendekostenklausel bei einem Warenwert unter 40 € nicht auf die zurück gesandte gesamte Ware ankommt, sondern auf den einzelnen Preis der Gegenstände. Das bedeutet, wenn die einzelne im Gesamtpaket enthaltene Ware stets unter 40 € liegen, dass dann auch die Rücksendekosten vollständig vom Verbraucher zu tragen sind.

Die Rücksendekosten sind im Übrigen auch immer vom Verbraucher zu tragen, wenn dieser die Ware zum Zeitpunkt des Widerrufes noch nicht bezahlt haben sollte (357 BGB).


Nachfrage vom Fragesteller 01.02.2013 | 08:54

Vielen Dank für Ihre Antwort
Um die Rücksendekosten geht es uns nicht, der Kunde hat die gesamte Ware retourniert und behauptet jetzt dem Verein gar nicht anzugehören. Insofern wurden wir ja bewusst getäuscht.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2013 | 09:14

Sehr geehrte Fragestellerin,

dies war auch nur als ergänzender Hinweis gedacht.

Der Kunde kann die Ware aber dennoch in diesem Fall nicht zurück geben, wenn wegen der o.g. Kriterien klar ist, dass der Vertragspartner der Verein gewesen ist, wie es die Rechnung sehr stark vermuten lässt und dazu führt, dass er den Gegenbeweis zu führen hätte und erklären müsste, warum die Rechnung sodann auf den Verein ausgestellt worden ist, wenn er die Sachen privat nutzen wollte.

Bei weiteren Fragen schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber bei weiteren Nachfragen auch weiterhin zur Verfügung stehe.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.02.2013 | 09:20

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