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Besteht ein Recht auf Erbe, da mein leiblicher Vater vor 2 Monaten verstorben ist?


01.12.2011 21:38 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage zum Erbrecht:

- meine Eltern haben sich als ich 4 Jahre alt war scheiden lassen,(vor 32 Jahren)

- meine Mutter hat neu geheiratet, aber es fand keine Adoption vom Stiefvater.(er ist verstorben)

- Mein leiblicher Vater hat ebenfalls neu geheiratet, diese Ehe blieb kinderlos.

Nun ist mein leiblicher Vater vor 2 Monaten verstorben und ich habe noch kein Schreiben vom Gericht erhalten. Auch von meiner Stiefmutter gab es keine Auskunft über das Erbe! Ich weiss aber, dass es kein Testament gab!

Besteht ein Recht auf Erbe??
Wie kann ich ermitteln, in welcher Höhe?
Muss ich das Erbe ausschlagen, wenn kein Interesse meinerseits besteht?
Evtl. hat die Stiefmutter schon alle Konten aufgelöst….

Bitte sagen Sie mir, ob ich falsch liege!
Das Problem ist, dass ich zur Zeit in Afrika lebe und vor Ort keinen Anwalt aufsuchen kann.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Wenn es kein Testament oder keinen Erbvertrag gibt, sind Sie als Abkömmling neben der zweiten Ehefrau Erbe geworden nach der gesetzlichen Erbfolge, § 1924 BGB. Der Umstand, dass Sie bei Ihrer Mutter aufgewachsen sind, ändert diesen Umstand nicht, solange Sie nicht durch den Stiefvater adoptiert wurden.

Der Erbanteil beträgt mindestens 1/2 und ist abhängig vom Güterstand, in dem der Erblasser gelebt hat. Der Güterstand (Zugewinngemeinschaft, Gütertrennung oder Gütergemeinschaft) müssten geklärt werden.

Ausgehend vom gesetzlichen Güterstand beträgt der Erbanteil mindestens 1/4. Dieser Erbteil erhöht sich um einen pauschalen Zugewinnausgleich von einem weiteren 1/4, §§ 1931, 1371 BGB.

Um weitere Einzelheiten sollten Sie sich mit der zweiten Ehefrau in Verbindung setzen und Auskunft über den Nachlass verlangen. Ihre Stiefmutter ist voraussichtlich als Erbschaftsbesitzerin zu Auskunft verpflichtet, § 2027 BGB.

Wenn Sie das Erbe nicht möchten, müssen Sie die Ausschlagung des Erbes erklären, §§ 1942 ff. BGB. Beachten Sie dass die Ausschlagung von einer Frist abhängig ist, § 1944 BGB. In Ihrem Fall beträgt die sechs Monate, wenn Sie sich bei dem Beginn der Frist im Ausland aufhalten. Bitte beachten Sie auch die besondere Form der Erbausschlagung, § 1945 BGB. Die Erklärung ist zur Niederschrift des Nachlassgerichts oder in öffentlich beglaubigter Form abzugeben.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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