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Besteht Wahlrecht bei Krankenversicherung für Neugeborenes?


12.01.2018 20:55 |
Preis: 30,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von



Erbitte für folgendes Szenario Ihre Einschätzung:

Ehefrau, Jahresbrutto 55 T, Beamtin in NRW, beihilfeberechtigt und privat krankenversichert.
Ehemann, Jahresbrutto 110 T, Angestellter ÖD (nicht beihilfeberechtigt), freiwillig gesetzlich krankenversichert.

Nun Geburt des 1. Kindes. Kindergeld ist über Mutter beantragt.

Habe gehört, dass Kind über Vater familienversichert oder über Mutter Privat mit 70 oder 80 % Beihilfeanspruch versichert werden kann.

Frage: Stimmt es, dass Eltern in dieser Konstellation ein WAHLRECHT haben, sprich, dass beides möglich ist?
Eingrenzung vom Fragesteller
12.01.2018 | 20:56
13.01.2018 | 02:18

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist richtig, dass Eltern in dieser Konstellation ein Wahlrecht haben.
Generell ist es so, dass das Kind keinen Anspruch auf Familienversicherung hätte, wenn der privat versicherte Partner ein Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (derzeit 4.950 Euro brutto monatlich ) hat und regelmäßig ein höheres Einkommen bezieht als der gesetzlich Versicherte. Verdient der gesetzlich Versicherte -wie in Ihrem Fall-allerdings mehr oder fällt das Einkommen des privat Versicherten unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze, dann kann das Kind in der Familienversicherung aufgenommen werden. Es besteht also die Möglichkeit, das Kind entweder bei der gesetzlichen oder der privaten Krankenversicherung mit Beihilfeanspruch zu versichern.

Die geplante Elternzeit ändert hieran nichts.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M (für Versicherungsrecht)
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Ralf Hauser, LL.M.
Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Arbeitsrecht

Nachfrage vom Fragesteller 13.01.2018 | 10:54

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Bedeutet das also, dass der Beihilfeanspruch der Tochter an dem ja bestehenden Beihilfeanspruch der Mutter hängt und auch dann gilt, wenn kostenlose Familienversicherung über Vater möglich wäre? (Mutter erhält Kindergeld.)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.01.2018 | 12:11

Sehr geehrter Fragesteller,

ja, das bedeutet es.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Hauser, LL.M.
Rechtsanwalt

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