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Bestattungspflicht für ledige Schwester

| 09.05.2016 08:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Meine ledige Schwester ohne Kinder ist im Alter von 83 Jahren verstorben am 27.4.16 im Krankenhaus) Wir sind noch 3 lebende Geschwister im Alter von 88, 89 und 78 Jahren, es waren insgesamt 7 Kinder, davon sind 3 bereits verstorben, unsere Eltern lange tot..
Es besteht eine Bestattungspflicht, daher haben wir drei Geschwister alles schon bestellt. Unseres Wissens nach gibt es keine Testament, die Schwester hat nur immer gesagt es wäre alles geregelt.Von ihrem Tod haben wir von einem Neffen erfahren,Wir müssen verschieden Dinge erledigen, die Wohnung kündigen und sicher auch
ausräumen.Auf der einen Seite ist die Bestattungspflicht nur wie ist es mit den Kosten sind für die Bestattung , Wohnungsauflösung usw. sind hier die noch lebenden Geschwister zuständig oder alle Erbberechtigten , also die Nachkommen der bereits verstorbenen Geschwister ? Die verstorbene Schwester hatte nur eine geringe Rente, wird auch kein Vermögen angehäuft haben, lebte in bescheidenen Verhältnissen.Wir wollen alles vernünftig regeln und hoffen das die Ausgaben durch vorhandenes Bankguthaben gedeckt sind ?Niemand von uns weiss ob und wieviel
Geld vorhanden ist.Seit 3 Monaten (diese zeit brachte sie nur in Kraneknhäusern zu, kam niemand in die Wohnung keiner hat einen Schlüssel.Sie hatte zum Schluß einen Betreuer er hatte den Schlüssel um pers.Dinge in der Wohnung holen zu können.Er gibt den Schlüssel auch nicht heraus,obwohl die Betreuung wie er sagte ,mit dem Tod der Schwester endete.Wir haben schon begonnen die erforderlichen Daten und Urkunden zu beschaffen und stoßen hier auch immer wieder auf Schwierigkeiten.2 Nachkommen eines bereits verstorbenen Bruders beteiligen sich nicht an der Beschaffung von
den für sie erforderlichen Urkunden für die Beantragung des gemeinschaftlichen Erbscheines.Wie geht es hier weiter, wir geben nun erstmal die vorhandenen Urkunden der noch lebenden und soweit vorhanden die Unterlagen der verstorbenen Geschwister und deren Nachkömmlingen beim Nachlassgericht ab. Wegen dem Betreten der Mietwohnung in der die Verstorbene wohnte und Sichtung pers.Unterlagen, Familienfotos, Stammbuch der Eltern usw.müssten doch jemand dafür zuständig sein, das die Wohnung von den Erben oder einem Vertreter aus der Erbengemeinschaft bertreten werden kann.
Wissen Sie eine Lösung ?
Mit freundlichen Grüßen
Amalie



Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt.

1)
„[W]ie ist es mit den Kosten sind für die Bestattung, Wohnungsauflösung usw. sind hier die noch lebenden Geschwister zuständig oder alle Erbberechtigten , also die Nachkommen der bereits verstorbenen Geschwister ?"

Gemäß § 1968 BGB tragen die Erben die Kosten der Bestattung.

Es sind alle Erben als Erbengemeinschaft bezüglich des Nachlasses zuständig (§ 2032 Abs. 1, § 2038 Abs. 1 BGB).

§ 2038 Abs. 1 BGB: „Die Verwaltung des Nachlasses steht den Erben gemeinschaftlich zu. Jeder Miterbe ist den anderen gegenüber verpflichtet, zu Maßregeln mitzuwirken, die zur ordnungsmäßigen Verwaltung erforderlich sind; die zur Erhaltung notwendigen Maßregeln kann jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen."

Kündigung der Wohnung und Wohnungsauflösung im Namen der Erbengemeinschaft können die Erben mit einfacher Mehrheit beschließen, da eine ordnungsgemäße Verwaltung des Nachlasses gegeben ist.

Für die Kündigung des Mietverhältnisses benötigen Sie übrigens keinen Erbschein.

2)
„Wissen Sie eine Lösung" […] „[w]egen dem Betreten der Mietwohnung [...] und Sichtung pers. Unterlagen, Familienfotos, Stammbuch […]?"

Wenden Sie sich zunächst an den Betreuer. Lassen Sie sich von den Mieterben bevollmächtigen, die Erbangelegenheit zu regeln. Der Betreuer hat den Wohnungsschlüssel an die Erben herauszugeben.
Hat der Betreuer Zweifel an Ihrer Erbenstellung bzw. an Ihrer Berechtigung, wird er bzw. kann er eine Nachlasspflegschaft beim Nachlassgericht beantragen. Dann ist der Nachlasspfleger zuständig.

Wenden Sie sich auch an das Betreuungsgericht, dass den Betreuer auffordern kann, den Schlüssel herauszugeben.

Treten Sie auch mit dem Nachlassgericht in Kontakt, was Sie ja sowieso vorhaben.

Wenn kein Nachlasspfleger bestellt wird, können sie sich für die Erbengemeinschaft mit den Miterben oder von denen bevollmächtigt auch selbst Zutritt zur Wohnung verschaffen. Idealerweise nehmen Sie den Betreuer und/oder einen Zeugen mit.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.05.2016 | 13:55

Iich habe mich an das Betreungsgericht schriftlich vor 10 Tagen gewandt, keine
Antowrt erhalten. Telefonisch ist niemand zu erreichen.Die Betreuerin sagte das
die betreung mit dem Tod der Schwester endete udn sie den Schlüssel nur gegen den Erbschein herausgeben darf.Bis alle Unterlagen für den gemeinsamen Erbschein vorliegen können noch Wochen vergehen.Wir hatten darum gebeten das ein Mitarbeiter des Amtsgerichtes mit anwesend sein kann um in der Wohnugn nach dem Rechten zu sehen, keine Zustimmung erhalten

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.05.2016 | 14:39

Sehr geehrte Ratsuchende,

dann beantragen Sie die Nachlasspflegschaft.
Sprechen Sie mit dem Vermieter und den Erben (s.o.), machen sie erforderlichenfalls mit anwaltlicher Unterstützung beim ehemaligen Betreuung unter Verweisung auf evtl. Schadensersatzansprüche und die Pflicht zur Herausgabe des Schlüssels an die Erben (die Erbenstellung muss nicht durch einen Erbschein belegt werden) Druck. Setzen Sie eine kurze Frist. Der Betreuer möge belegen, worauf er seine Ansicht (mit Paragraphen) stützt.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.05.2016 | 06:37

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 12.05.2016 5/5,0
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