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Bestattungsort Streitigkeit

29.04.2018 16:07 |
Preis: 40,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sohn ist unerwartet verunglückt und kürzlich verstorben (19J). Keine Ehegattin oder Nachkommen. Kein Testament. Eltern sind geschieden mit geteiltem Sorgerecht, aber angespannten Verhältnis und wohnen 400km auseinander. Sohn hat bis zum vollendeten 19. Lebensjahr bei Mutter gewohnt und ist Anfang diesen Jahres zum Vater gezogen und nun beim Vater verstorben. (Gemeldet Wohnsitz Anfang des Jahres zum Vater verlegt).

Vater möchte Beerdigung bei sich vor Ort und leitet alles gerade ein. Mutter sowie kompletter Rest der Großfamilie und Freundeskreis wünscht sich Bestattung am alten Wohnort. Wie kann die Mutter effektiv ihre Interessen geltend machen? Welches Vorgehen empfehlen sie? Eine gütliche Einigung ist leider ausgeschlossen.

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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Ihre Frage betrifft das Totenfürsorgerecht, das nicht Bestandteil des Erbrechts ist. Aufgrund der Sachverhaltsschilderung liegt das Totenfürsorgerecht bei den Eltern.

Bei der Wahl des Ortes, an dem der Sohn bestattet werden soll, muss zwischen den beiden Totenfürsorgeberechtigten, also zwischen Vater und Mutter Einigkeit bestehen. Kommt eine Einigung über den Ort, was Sie ausschliessen, nicht zustande, bleibt nur die gerichtliche Entscheidung.


2.

Da hinsichtlich des Orts der Bestattung Einstimmigkeit vorliegen muss, kann jeder Elternteil bei Gericht eine einstweilige Verfügung beantragen mit dem Ziel, dass der Sohn an dem jeweils gewünschten Ort beerdigt wird.

Hierzu müssen Gründe vorgetragen werden, die dem Gericht eine Entscheidungsgrundlage geben. Der alleinige Wunsch der Eltern reicht nicht aus.

Der Sachverhalt gibt keinerlei Hinweise, weshalb eine Bestattung am Wohnsitz der Mutter einer Bestattung am Wohnsitz des Vaters und dem letzten Wohnsitz des Sohns der Vorrang einzuräumen sei. Mangels entsprechender Anhaltspunkte wird sich die Mutter darauf berufen müssen, dass der Freundeskreis auch eine Bestattung am Wohnsitz der Mutter befürworte. Ob diese Argumentation letztlich ausreicht, erscheint zumindest zweifelhaft. Ferner wäre darzulegen, was nach Ansicht der Mutter gegen eine Bestattung am letzten Wohnsitz des Sohns (und am Wohnsitz des Vaters) spreche.

Dann muss das Gericht aufgrund des Vorbringens entscheiden.

Mehr kann man auf der Grundlage des geschilderten Sachverhalts leider nicht sagen.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


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