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Bestattungskosten trotz Erbausschlagung und Kostenbeteiligung Geschwister

| 01.07.2018 22:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Kinder


Sehr geehrter Herr Anwalt , heute ist meine Mutter verstorben und ich hätte zwei Fragen .
1) Es ist leider keine Sterbegeldversicherung vorhanden aber es gibt wohl ein Spar und Girokonto mit Barvermögen ( ca. 4500 Euro )
Da ich das Erbe ausschlagen werde , muss ich die Beerdigungskosten alleine tragen oder kann ein Teil oder ganz aus dem Barvermögen der Verstorbenen genommen werden ?

Ich habe noch ein Halbbruder ( beides gleiche verstorbene Mutter ) zu dem kein Kontakt besteht .
Kann ich davon ausgehen das wir die Kosten zu je 50 % teilen müssen ?

Mein Bruder ist ein Sozialhilfeempfänger und wird das alleine nicht zahlen können oder wollen . Muss in dem Fall sein Anteil das Sozialamt bezahlen ?

mfg Ingo Krause

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich sehe hier keinen Grund, warum Sie die Kosten der Bestattung tragen sollten, wenn Sie das Erbe ausschlagen. Gemäß § 1968 BGB trägt der Erbe die Kosten der Beerdigung des Erblassers. Wenn Sie nicht der Erbe sind, weil sie die Erbschaft ausschlagen, gilt diese Kostentragungsvorschrift auch nicht für Sie.

Erst wenn die Beerdigungskosten vom Erben nicht zu erlangen sind, verschiebt sich die Kostentragungspflicht auf diejenigen Personen, die dem Verstorbenen gegenüber unterhaltspflichtig waren , § 1615 II BGB.
Das bedeutet allerdings, dass dann natürlich auch die zusätzlichen Voraussetzungen für eine Unterhaltsverpflichtung (Bedürftigkeit des Verstorbenen und Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen) gegeben sein müssen. Die Voraussetzungen sind weit enger sind als bei der Erbenhaftung für die Bestattungskosten.

Allerdings weise ich auf folgendes hin: Wenn Sie (aus einer empfundenen sittlichen Verpflichtung heraus zum Beispiel) die Bestattung in Auftrag geben, haften Sie selbstverständlich gegenüber dem Bestattungsinstitut für die dadurch entstehenden Kosten, da sie ja als Vertragschließender diese Verpflichtung eingehen. Sie wären in einem solchen Fall darauf angewiesen, sich die Kosten, die das Bestattungsinstitut, der Friedhof und so weiter, von Ihnen aufgrund des Auftrages verlangen können, vom tatsächlich Kostenpflichtigen zurückzuholen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2018 | 23:29

Sehr geehrter Anwalt . Leider haben sie in der Beantwortung den letzten Abschnitt vergessen.

" Ich habe noch ein Halbbruder ( beides gleiche verstorbene Mutter ) zu dem kein Kontakt besteht .
Kann ich davon ausgehen das wir die Kosten zu je 50 % teilen müssen ?

Mein Bruder ist ein Sozialhilfeempfänger und wird das alleine nicht zahlen können oder wollen . Muss in dem Fall sein Anteil das Sozialamt bezahlen ? "

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2018 | 23:37

Das habe ich keineswegs vergessen, sondern bereits beantwortet: Da Sie wegen der Ausschlagung keine Bestattungskosten tragen müssen (s.o.), gibt es für Sie ja auch nichts zu teilen. Wenn Sie ausschlagen, muss der Bruder als Erbe die Bestattungskosten tragen (s.o.). Wenn er kein Geld hat, gilt das, was ich auch bereits in meiner Antwort zum vermögenslosen Erben (s.o.) gesagt habe. Allerdings dürfte der Nachlass von 4500€ für eine einfache Bestattung wohl ausreichen.

Bewertung des Fragestellers 03.07.2018 | 07:25

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

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"Guten Morgen , die Frage wurde sicherlich beantwortet aber wenn man in einem Amtsdeutsch und mit Paragrafen so um sich schmeisst ist das für den Fragensteller nicht gerade hilfreich - dann hätte ich auch Anwalt werden können . Ich habe mich geärgert dafür Geld auszugeben .... Frecheit - werde diesen Service nicht mehr nutzen

mfg "
Stellungnahme vom Anwalt:
Vielen Dank für Ihre kritische Stellungnahme, die ich zum Anlass nehmen werde, mich zukünftig noch einfacher auszudrücken, was eider bei komplizierten Sachverhalten/Rechtsfragen nicht immer möglich ist.
FRAGESTELLER 03.07.2018 2,2/5,0
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