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Bestattung eines 'Fremden'


04.10.2007 10:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgendes Problem:

Am Freitag habe ich per Post erfahren, das mein leiblicher, mir nur mit Namen bekannter Vater verstorben ist. Ich bin die Älteste von 4 geschäftsfähigen Kindern und eines minderjährigen Kindes - und somit wohl verantworlich für diese Bestattung. Eine Ehefrau gab/gibt es nicht. Finanziell ist es mir nicht möglich dafür aufzukommen, da ich einen Nettoverdienst von nur knapp 1200,-Euro habe, und ich leider auch noch Schulden habe.

Eine Erbausschlagung habe ich bei einem Notar bereits veranlasst.

Die Stadt (des Verstorbenen) drängt mich jetzt zur Entscheidung ob ich diese Bestattung veranlasse, oder ob Sie das veranlassen sollen.

Ich befinde mich total im Zwiespalt:
Soll ich diese Bestattung veranlassen und mich mit Sozialamt und den anderen Erbberechtigten (den anderen Kindern) auseinandersetzen?
ODER:
Macht es Sinn zu einem Anwalt zu gehen (in der Hoffnung ich bin überhaupt nicht zuständig für diese Bestattung) und zu hoffen das ich einen Beratungsschein und Prozesskostenhilfe bewilligt bekomme?

Für Ihre Antwort bedanke ich mich jetzt schon einmal und wünsche Ihnen einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen
M.G.1981

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Gemäß § 1968 BGB sind die Erben zur Übernahme der Kosten der Beerdigung des Erblassers verpflichtet. Die Kinder sind gesetzliche Erben erster Ordnung nach § 1924 BGB – die Erbengemeinschaft, die Sie mit Ihren Geschwistern bilden, ist also grundsätzlich zur Kostenübernahme verpflichtet. Sie müssen die Kosten übrigens nicht deswegen alleine tragen, weil Sie die Erstgeborene Ihres leiblichen Vaters waren, die Kosten werden immer auf alle Schultern (auch des Minderjährigen) verteilt.

Sofern Sie das Erbe fristgerecht wirksam ausschlagen, gilt die Erbschaft wegen § 1953 Abs. 1 BGB als nicht erfolgt und Sie müssen keinen Anteil an den Bestattungskosten tragen, dafür vergrößern sich die Anteile der übrigen Geschwister.

Vor diesem Hintergrund ist es Ihre Entscheidung, das Erbe auszuschlagen oder sich an den Kosten zu beteiligen. Sollte Ihr leiblicher Vater vermögenslos oder gar verschuldet gewesen sein, dürfte eine Ausschlagung in Ihrem Interesse sein, dann sollten Sie die Bestattung nicht veranlassen. Für weitere Empfehlungen fehlt mir die Detailkenntnis, weshalb ich Ihnen rate, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der weiteren Prüfung des Falles zu beauftragen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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